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Mastercard Aktie: Samsung Pay startet in Marokko

Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 14:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Marokko-Start ergänzt Mastercards Tokenisierungsstrategie; im dritten Quartal stiegen Umsatz und verwässerter Gewinn je Aktie.
Mastercard, Aktie, Samsung, Pay, Marokko, Marokko-Start, Mastercards, Tokenisierungsstrategie;, Umsatz, Gewinn Illustration mit AI erstellt.

Mastercard bringt Samsung Pay nach Marokko. Die Zusammenarbeit zeigt, wie der Zahlungsriese sein Tokenisierungsgeschäft in Wachstumsmärkten ausbaut, während der Konzern an der Börse zuletzt leicht unter Druck stand.

Tokenisierung als Türöffner

Berechtigte Karteninhaber teilnehmender Banken können künftig mit kompatiblen Samsung-Geräten bezahlen. Die Technologie ersetzt sensible Kartendaten durch ein digitales Token, ergänzt um risikobasierte Authentifizierung. Technische Grundlage ist der Mastercard Digital Enablement Service (MDES).

Der Schritt fügt sich in ein größeres Ziel: Mastercard will bis 2030 sämtliche Online-Transaktionen tokenisieren. Händler mit kontaktloser Akzeptanz können die neue Option ohne zusätzlichen Aufwand bedienen. Beide Unternehmen planen zudem eine gemeinsame Kampagne, die Werbung mit Aufklärung über sicheres mobiles Bezahlen verbindet.

Finanziell fällt der Marokko-Start kaum ins Gewicht. Strategisch passt er jedoch zum Kurs, mehr Kartenzugänge in mehr Händen zu schaffen, wie Konzernchef Michael Miebach es formuliert.

Solide Zahlen, bewertungsseitig Luft nach oben

Das dritte Quartal lieferte dafür die Grundlage. Der Nettoumsatz stieg um 14 Prozent auf 9,8 Milliarden Dollar, der verwässerte Gewinn je Aktie kletterte auf 5,28 Dollar nach 4,34 Dollar im Vorjahr. Mehrwertdienste legten um 19 Prozent zu, das grenzüberschreitende Volumen um 11 Prozent.

Im Quartal flossen 3,0 Milliarden Dollar in Aktienrückkäufe. Belastet wurden die Sonderposten durch Vergleiche mit Händlern, die aus der US-Sammelklage ausgestiegen waren. Regulatorik zu Interchange-Gebühren bleibt ein Risikofaktor, zumal die Demokraten laut Hochrechnungen beide Kongresskammern erobern.

Die Aktie notierte am Dienstag bei rund 650 Dollar und gab im Tagesverlauf gut ein Prozent nach. Im Vergleich mit Visa wächst Mastercard etwas schneller, mit einem Umsatzplus von 15,3 Prozent gegenüber 14,8 Prozent.

Beim Forward-KGV liegt Mastercard mit 32,5 allerdings über Visa mit 28,4. Ein Bewertungsmodell sieht für Mastercard ein Abwärtspotenzial von 6,8 Prozent, für Visa von 18,7 Prozent.

Konkrete Impulse dürften nun vor allem von der Regulierungsdebatte in Washington kommen. Die Amtszeit des neuen Kongresses beginnt am 3. Januar 2027.

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