McKesson Aktie: EPS steigt auf 9,93 USD
Veröffentlicht am: 16.08.2026 um 09:36 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der US-Pharmagroßhändler McKesson hat zum Auftakt des neuen Geschäftsjahres 2027 die Erwartungen des Marktes übertroffen und seine Jahresziele angehoben. Dank eines deutlichen Umsatz- und Gewinnwachstums im ersten Quartal blickt das Management optimistischer auf die kommenden Monate. Zugleich profitieren die Anteilseigner von einer deutlich angehobenen Dividende.
Deutlicher Gewinnsprung und höhere Dividende
Im ersten Geschäftsquartal, das am 30. Juni endete, steigerte McKesson den Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um acht Prozent auf 105,4 Milliarden USD. Das bereinigte Ergebnis je Aktie (EPS) kletterte dabei um 20 Prozent auf 9,93 USD und lag damit über dem Marktkonsens von 9,56 USD.
In der Folge passte das Unternehmen die Prognose für das gesamte Fiskaljahr 2027 nach oben an. Die Verantwortlichen rechnen nun mit einem bereinigten Ergebnis je Aktie in einer Spanne von 44,20 bis 45,00 USD.
Neben den operativen Zahlen kündigte der Konzern eine Ausweitung der Kapitalrückführungen an. Die vierteljährliche Dividende wurde von 0,82 USD auf 0,94 USD je Aktie angehoben. Der für die kommende Ausschüttung relevante Ex-Tag ist auf den 1. September datiert.
Im deutschen Handel schloss die McKesson-Aktie am Freitag bei 749,80 €. Das Papier notiert damit aktuell rund 5,7 % über seinem 50-Tage-Durchschnitt. Trotz der positiven Nachrichten zum Wochenauftakt bleibt ein Abstand von etwa 13 % zum 52-Wochen-Hoch, das Anfang März bei 864,80 € markiert wurde.
Analysten reagieren mit Kurszielanpassungen
Die jüngsten Geschäftszahlen lösten bei namhaften Analysehäusern eine Neubewertung aus. Die Analysten von Wells Fargo bestätigten ihre Einstufung mit „Equal Weight“, hoben jedoch das Kursziel für den Wert an der New Yorker Börse deutlich von 812 USD auf 933 USD an. Auch das Analysehaus TD Cowen bekräftigte eine Kaufempfehlung („Buy“) und setzte das Ziel leicht von 989 USD auf 1.006 USD herauf.
Medienberichten zufolge senkten andere Institute wie JPMorgan oder Barclays zwar ihre Kursziele geringfügig auf 1.015 USD beziehungsweise 925 USD, behielten jedoch ihre positiven Einstufungen bei. Der breite Marktkonsens stuft das Papier weiterhin als moderaten Kauf ein. Das durchschnittliche Kursziel der Experten liegt derzeit bei rund 977 USD.
Parallel zu den Analystenbewertungen zeigt sich eine rege Aktivität bei institutionellen Anlegern. Im zweiten Kalenderquartal bauten unter anderem BIP Wealth und Bryn Mawr Trust neue Positionen in dem Unternehmen auf. Demgegenüber standen zuletzt Insiderverkäufe durch Mitglieder der Geschäftsführung, die im vergangenen Quartal insgesamt rund 29.049 Aktien veräußerten.
Strategische Weichenstellungen in der Onkologie
Abseits der reinen Finanzdaten forciert McKesson den Ausbau seines spezialisierten Onkologie-Netzwerks. Das Sarah Cannon Research Institute (SCRI), ein Teil von McKesson Oncology and Multispecialty, gab am Freitag eine strategische Zusammenarbeit mit dem Pharmakonzern Merck bekannt. Ziel der Kooperation ist es, den Zugang zu klinischen Studien in der Onkologie durch ein beschleunigtes Modell zu verbessern.
Kirk Kaminsky, Executive Vice President bei McKesson, hob in diesem Zusammenhang die wachsende Bedeutung der gemeinschaftsbasierten Onkologie in den USA hervor. Über 50 % der Krebspatienten werden dort inzwischen in Gemeinschaftseinrichtungen behandelt. McKesson investiert hier verstärkt in Technologie und künstliche Intelligenz, um administrative Abläufe in den Praxen zu optimieren und mehr Kapazitäten für die Patientenversorgung zu schaffen.
Zusätzlich zur organischen Entwicklung setzt das Unternehmen auf die Erweiterung seiner logistischen Infrastruktur. Zuletzt wurde die Auswahl eines Standortes für ein neues Distributionszentrum in Moore, Oklahoma, bestätigt. Auch Partnerschaften im Bereich medizinischer Bedarfsgüter, wie eine erweiterte Vereinbarung mit TempraMed, sollen die Marktposition im Segment Medical-Surgical festigen.
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