Medtronic Aktie: MiniMed-Split-off dokumentiert bei SEC
Veröffentlicht am: 09.10.2026 um 21:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Mit einer weiteren Einreichung bei der US-Börsenaufsicht SEC hat der Medizintechnikkonzern Medtronic die formellen Grundlagen für die Abspaltung der MiniMed-Sparte präzisiert. Das Unternehmen reichte gestern das Amendment No. 2 zum Schedule TO zusammen mit einer Pflichtmitteilung auf Formular 425 ein. Damit sind das endgültige Umtauschverhältnis und die ergänzenden Angebotsunterlagen für die Transaktion behördlich hinterlegt.
An der Börse notiert die Medtronic-Aktie heute bei 79,00 Euro. Das entspricht einem Plus von 1,0 Prozent im Vergleich zum Vortag. Damit beläuft sich der Börsenwert des Konzerns auf umgerechnet 97,59 Milliarden Euro.
Finales Umtauschverhältnis festgelegt
Bereits am Mittwoch hatte Medtronic die konkreten Konditionen des Tauschangebots für den Split-off bekanntgegeben. Für jede eingetauschte Medtronic-Stammaktie erhalten teilnehmende Anteilseigner demnach 4,5939 Aktien der MiniMed Group, Inc. Das Angebot ist zeitlich eng befristet: Die Frist läuft um Mitternacht New Yorker Zeit am heutigen Freitag aus, sofern Medtronic die Frist nicht verlängert oder das Angebot abbricht.
Für das Unternehmen markiert die Transaktion einen wichtigen Schritt zur Schärfung des eigenen Portfolios. Die Trennung von Unternehmensteilen soll es Medtronic ermöglichen, freigesetzte Ressourcen gezielter in wachstumsstarke Bereiche zu lenken. Gleichzeitig verringert der Abschluss des Tauschangebots bestehende Unsicherheiten bei institutionellen Investoren über die künftige Kapitalstruktur.
Neubesetzung und Produktfreigaben
Parallel zum Konzernumbau setzt Medtronic operative Schwerpunkte in anderen Segmenten. Am Dienstag ernannte das Unternehmen Felicia Kurz zur Vice President und General Manager für den Bereich Cardiac Ablation Solutions. Medienberichten zufolge wechselte die Managerin von Siemens Healthineers zu Medtronic.
Am 1. Oktober hatte Medtronic zudem Genehmigungen für Category I CPT-Codes für die Systeme Altaviva und Symplicity Spyral gemeldet, was die abrechnungstechnische Basis im US-Gesundheitswesen stärkt.
Als Begründung nannten die Analysten von Barclays eine allgemeine Sektorschwäche, die eine attraktive Einstiegsgelegenheit darstelle.
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