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Mercedes-Benz Aktie: Conecto-Fertigung bei Otokar gestartet

Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 06:24 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Otokar produziert den Conecto in der Türkei, während Mercedes-Benz mit schwacher China-Nachfrage und einem gesunkenen Kursziel konfrontiert ist.

Schwarze markenfreie Luxuslimousine fährt bei Sonnenuntergang auf Küstenstraße mit Meeresblick
Schwarze Premium-Limousine auf kurvenreicher Küstenstraße bei Sonnenuntergang. Mercedes-Benz Group AG, ISIN DE0007100000 Illustration mit AI erstellt.

Mit dem Start der Fertigung des Stadtbusses Mercedes-Benz Conecto beim türkischen Hersteller Otokar setzt Daimler Buses einen weiteren Schritt seiner Produktionsstrategie um.

Im Werk Sakarya lief am Donnerstag die Serienproduktion an, nachdem beide Unternehmen die Zusammenarbeit im vergangenen Jahr vereinbart hatten. Daimler Buses steuert für das Modell alle Hauptkomponenten sowie spezielles Produktionsequipment bei. Erste Auslieferungen an Kunden sind für das erste Halbjahr 2027 vorgesehen.

Die Auslagerung von Fertigungsschritten im Nutzfahrzeug- und Busbereich fügt sich in die Bemühungen ein, Kostenstrukturen zu flexibilisieren und Kapazitäten gezielt zu steuern. Parallel dazu treibt der Stuttgarter Konzern die Digitalisierung seiner Kernmarke voran.

Softwarepartnerschaft und Kapitalrückkauf

Auf der Technologieseite hatte der Autobauer am Dienstag eine verbindliche Serienvereinbarung mit dem Londoner Spezialisten Wayve besiegelt. Deren System „AI Driver“ soll innerhalb der nächsten zwei Jahre in Mercedes-Benz-Fahrzeugen verfügbar sein.

Die Technologie ermöglicht Punkt-zu-Punkt-Fahrassistenz auf Autobahnen und in städtischen Umgebungen, ohne auf hochauflösende Kartendaten angewiesen zu sein. Mercedes-Benz hatte sich bereits im Februar an der Finanzierungsrunde des Unternehmens beteiligt.

Um den Aktienkurs zu stützen, startete der Konzern zudem am 1. September ein neues Aktienrückkaufprogramm. Bis zum 6. April 2027 beabsichtigt Mercedes-Benz, eigene Anteile im Wert von bis zu 1 Milliarde Euro beziehungsweise maximal 58 Millionen Papiere über die Börse zu erwerben und einzuziehen. Das unmittelbar vorangegangene Programm über 2 Milliarden Euro war im Juni abgeschlossen worden.

Gegenwind am Markt belastet die Bewertung

Trotz der operativen Weichenstellungen bleibt die Stimmung am Markt verhalten. Am 17. September senkte das Analysehaus Berenberg das Kursziel für die Aktie von 56 auf 52 Euro und bestätigte das Votum „Hold“.

Analyst Romain Gourvil verwies dabei auf fehlende positive Impulse und anhaltende Herausforderungen im chinesischen Markt. Bereits Ende Juli hatte das Management seine Jahresprognose angepasst und rechnet für 2026 mit einem Gesamtumsatz leicht unter Vorjahresniveau.

Der Druck spiegelt sich im Kursverlauf wider: Zum Handelsschluss am Freitag notierte das Papier bei 41,59 Euro. Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie damit einen Rückgang von 31 Prozent, nachdem sie am Freitag bei 41,05 Euro ein neues 52-Wochen-Tief markiert hatte. Vor allem die schwächere Nachfrage im wichtigen Absatzmarkt China dämpft die Erwartungen an eine rasche Erholung der Margen.

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