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Mercedes-Benz Aktie: Rokossa warnt trotz Kaufempfehlung vor China

Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 17:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Deutsche Bank bestätigt ihr Kaufurteil, während China-Schwäche und unsichere Ergebnisse die Geschäftsaussichten belasten.
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Deutsche Bank Research hält heute an ihrer Kaufempfehlung für Mercedes-Benz fest. Zugleich bleibt Analyst Tim Rokossa nach einer Veranstaltung mit Finanzchef Harald Wilhelm vorsichtig. Seine Bedenken betreffen insbesondere China und die Ergebnisse des Autobauers im Jahr 2027. Für Anleger ist das eine positive Bewertung mit deutlichen Vorbehalten, kein uneingeschränktes Erholungssignal.

Deutsche Bank trennt Bewertung und Geschäftslage

Die bestätigte Einstufung „Buy“ steht neben einem zurückhaltenden Urteil über die Geschäftsperspektiven. Rokossa beschreibt den Grundtenor nach dem Austausch mit Wilhelm ausdrücklich als vorsichtig. Aus der Kaufempfehlung lässt sich deshalb keine Entwarnung für das operative Geschäft ableiten.

Das Kursziel liegt über dem aktuellen Aktienkurs von 41,34 €. Die Differenz verdeutlicht die positive Bewertungsperspektive der Deutschen Bank. Sie ist allerdings eine Analysteneinschätzung und keine Zusage für die weitere Kursentwicklung.

Entscheidend ist die Trennung zwischen dem Anlageurteil und den kurzfristigen Belastungen. Das Analysehaus hält die Aktie weiterhin für kaufenswert, obwohl die Unsicherheit über China und die künftigen Ergebnisse fortbesteht. Gerade dieser Gegensatz prägt die heutige Einschätzung.

China bleibt der zentrale Prüfstein

Mercedes-Benz will die Neuaufstellung im kommenden Jahr vorstellen. CEO Ola Källenius sagte, die Lage verschlechtere sich stärker als erwartet.

Im dritten Quartal 2026 sank der China-Absatz gegenüber dem Vorjahresquartal um 31 %. Damit hat die Vorsicht des Analysten einen konkreten operativen Hintergrund.

Mercedes-Benz will das kommende elektrische E-Klasse-Modell weitgehend lokal in China beschaffen und produzieren. Gleichzeitig verfolgt das Unternehmen keinen Marktanteil um jeden Preis. Die geplante Ausrichtung verbindet damit stärkere lokale Verankerung mit Zurückhaltung im Wettbewerb um Absatzvolumen.

Bis Ende 2027 plant Mercedes-Benz über 40 neue oder überarbeitete Modelle. Diese Modelloffensive gehört zum angekündigten Maßnahmenpaket. Ob sie die Ergebnisbelastungen ausreichend ausgleichen kann, ist damit noch nicht beantwortet.

Ergebnisentwicklung muss die Bewertung untermauern

Zusätzlichen Kontext liefert die Gewinnwarnung von vor gut einer Woche. Mercedes-Benz erwartet das Konzern-EBIT für das laufende Jahr auf Vorjahresniveau. Als Belastungen nannte das Unternehmen stärkeren Wettbewerb in China, ungünstige Wechselkurse und hohe Kosten für den Modellanlauf.

Für Anleger richtet sich der Blick damit auf die Umsetzung der angekündigten Maßnahmen und deren Wirkung auf die Ertragskraft. Die Deutsche Bank bestätigt ihre positive Haltung zur Aktie, setzt aber keinen Schlusspunkt unter die operativen Risiken.

Die Ergebnisse für das vierte Quartal 2026 werden am 18.02.2027 erwartet. Sie bieten den nächsten angekündigten Termin, um Geschäftsentwicklung und Analystenurteil gegeneinander zu prüfen. Bis dahin steht die Kaufempfehlung neben einer unverändert vorsichtigen Einschätzung der Ergebnisentwicklung.

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