Moai von Osterinsel, Rapa Nui National Park

Moai von Osterinsel: Mythos im Rapa Nui National Park neu entdecken

17.05.2026 - 20:03:45 | ad-hoc-news.de

Die Moai von Osterinsel im Rapa Nui National Park nahe Hanga Roa in Chile faszinieren seit Jahrhunderten. Was macht diese Steinriesen fĂĽr Reisende aus Deutschland so magisch?

Moai von Osterinsel, Rapa Nui National Park, Chile
Moai von Osterinsel, Rapa Nui National Park, Chile

Der Wind vom Pazifik trägt Salz in die Luft, die Sonne steht tief, und vor dem Horizont zeichnen sich mächtige Silhouetten ab: die Moai von Osterinsel, die legendären Steinfiguren des Rapa Nui National Park (sinngemäß: Nationalpark Rapa Nui). Wer hier bei Hanga Roa in Chile steht, spürt sofort, dass dies weit mehr ist als nur eine Fotokulisse – es ist ein Ort, an dem Geschichte, Glaube und Rätsel aufeinandertreffen.

Moai von Osterinsel: Das ikonische Wahrzeichen von Hanga Roa

Die Moai von Osterinsel gehören zu den bekanntesten kulturellen Symbolen der Welt. Die monumentalen Steinskulpturen, von denen viele mehrere Meter hoch sind und aus kompaktem Vulkangestein gehauen wurden, prägen den Rapa Nui National Park und die gesamte Osterinsel. Das abgelegene Eiland im Südostpazifik ist chilenisches Territorium, liegt jedoch Tausende Kilometer von Südamerika entfernt – geografisch isoliert, kulturell einzigartig.

Laut der UNESCO, die den Rapa Nui National Park bereits 1995 als Welterbestätte aufgenommen hat, repräsentieren die Moai eine außergewöhnliche Zeugenschaft der polynesischen Kulturentwicklung auf einer der isoliertesten Inseln der Erde. Das Deutsche Auswärtige Amt und deutschsprachige Reisemedien wie GEO und das ADAC Reisemagazin ordnen die Osterinsel regelmäßig als eine der faszinierendsten, wenn auch entlegensten Kulturlandschaften der Welt ein. Für Reisende aus Deutschland ist der Besuch deshalb oft ein Lebenstraum – einmal die geheimnisvollen Steinkolosse mit eigenen Augen sehen.

Rund um Hanga Roa, den Hauptort der Insel, bilden die Moai eine Art steinernen Gürtel entlang der Küste. Viele von ihnen stehen auf sogenannten Ahu, erhöhten Zeremonialplattformen. Besonders eindrucksvoll ist der Moment, wenn in der Dämmerung die Konturen der Figuren langsam aus dem Halbdunkel auftauchen und die Gesichter scharf gegen den Himmel stehen – ein Erlebnis, das viele Besucher als spirituell oder zumindest tief bewegend beschreiben.

Geschichte und Bedeutung von Rapa Nui National Park

Der Rapa Nui National Park umfasst große Teile der Osterinsel und schützt sowohl die Moai als auch zahlreiche weitere archäologische Stätten. Offizielle Informationen der chilenischen Nationalparkverwaltung CONAF und der UNESCO beschreiben den Park als Kulturlandschaft, in der Überreste von Dörfern, Steingärten, Petroglyphen, Zeremonialplätzen und die bekannten Steinskulpturen ein komplexes Bild der historischen Gesellschaft von Rapa Nui zeichnen.

Die Besiedlung der Osterinsel geht nach heutiger Forschungsmeinung auf polynesische Seefahrer zurück, die vermutlich zwischen dem 12. und 13. Jahrhundert n. Chr. auf der Insel ankamen. Archäologische Studien, etwa die der Universität Chile und internationaler Forschungsteams, deuten darauf hin, dass sich in den folgenden Jahrhunderten eine eigenständige Kultur entwickelte, die eng mit der Herstellung und Verehrung der Moai verbunden war. Die Kolosse repräsentierten vermutlich Ahnen oder Häuptlinge und wurden auf den Ahu-Plattformen aufgestellt, um Schutz und Fruchtbarkeit für die Gemeinschaft zu sichern.

Der Rapa Nui National Park wurde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts eingerichtet, um dieses Erbe zu bewahren. Nachdem Chile 1935 erste Schutzmaßnahmen eingeleitet hatte, wurde das Gebiet in mehreren Etappen zum Nationalpark erklärt. 1995 erfolgte die Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste als „Rapa Nui National Park“. Die UNESCO betont, dass die Insel ein einzigartiges Beispiel für die Anpassung einer Gesellschaft an extreme Isolation und begrenzte Ressourcen darstellt – ein Aspekt, der auch in aktuellen Debatten über Nachhaltigkeit und Umweltdruck immer wieder aufgegriffen wird.

Für ein deutschsprachiges Publikum ist ein Vergleich hilfreich: Während Deutschlands bekannteste Welterbestätten wie der Kölner Dom oder die Museumsinsel Berlin vor allem durch ihre architektonische Entwicklung in dicht besiedelten Regionen geprägt sind, zeigt Rapa Nui, wie eine hochkomplexe Kultur sich auf einer Fläche von nur rund 164 km² im totalen Pazifik-Alleingang entfaltet hat. Genau diese Konstellation macht den Nationalpark archäologisch und kulturhistorisch so bedeutsam.

Die Kultur von Rapa Nui erlebte vor dem Kontakt mit Europa soziale und ökologische Krisen. Historiker und Archäologen, darunter Forscherteams, über die etwa die britische BBC und deutsche Medien wie „Die Zeit“ berichtet haben, diskutieren, inwieweit Ressourcenknappheit, interne Konflikte und Krankheiten nach europäischem Kontakt zum Teil zur Zerstörung von Ahu-Anlagen und dem Umstürzen vieler Moai geführt haben. Heute ist ein Großteil der Figuren wieder aufgerichtet oder restauriert, aber zahlreiche Skulpturen liegen noch immer am Boden – als mahnende Zeugnisse einer komplexen Vergangenheit.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Die Moai selbst sind das HerzstĂĽck des Rapa Nui National Park. Nach ĂĽbereinstimmenden Angaben des chilenischen Kulturministeriums und der UNESCO gibt es auf der Insel mehrere Hundert dieser Figuren, von denen ein Teil fertiggestellt und aufgestellt, andere unvollendet im Steinbruch verblieben sind. Sie wurden ĂĽberwiegend aus Tuffstein gefertigt, einem relativ weichen vulkanischen Material, das vor allem im Rano Raraku, einem erloschenen Vulkan im Osten der Insel, vorkommt.

Kunsthistoriker, auf die sich etwa National Geographic Deutschland beruft, betonen den stilisierten Charakter der Skulpturen: übergroße Köpfe, lange Nasen, kräftige Kinnpartien, fein modellierte Lippen und tief eingelassene Augenhöhlen. Einige Moai erhielten einst Augen aus Korallen und vulkanischem Gestein, die heute in Museen aufbewahrt oder bei Restaurierungen rekonstruiert werden. Ein Teil der Figuren trug zudem rote, zylinderförmige „Hüte“, sogenannte Pukao, aus einem anderen Vulkangestein, rotem Schlacke-Tuff. Diese wurden oft als Haarknoten oder Kopfschmuck interpretiert.

Die Ahu-Plattformen, auf denen viele Moai stehen, sind ebenfalls komplexe Bauwerke. Sie wurden aus sorgfältig bearbeiteten Steinblöcken errichtet, teilweise mehrere Dutzend Meter lang, und dienten nicht nur als Fundament, sondern hatten vermutlich auch eine zeremonielle Funktion. Archäologische Forschung, über die auch das Deutsche Archäologische Institut berichtet, ordnet sie als eine Art Heiligtum ein, in dem religiöse Rituale, Bestattungen und Ahnenverehrung stattfanden.

Ein besonders eindrucksvoller Ort ist Ahu Tongariki an der Südküste der Insel, wo 15 Moai in einer Reihe stehen. Diese Anlage wurde nach einem Tsunami in den 1960er-Jahren schwer beschädigt und in den 1990er-Jahren unter anderem mit Unterstützung japanischer Spezialisten wiederaufgebaut. Die restaurierte Plattform gilt heute als eines der berühmtesten Fotomotive der gesamten Pazifikregion. Ein weiterer ikonischer Spot ist Ahu Akivi im Inselinneren, wo sieben Moai in Richtung Meer blicken – anders als viele andere Figuren, die dem Landesinneren zugewandt sind.

Einen tiefen Einblick in den Herstellungsprozess bietet der Steinbruch am Rano Raraku. Hier sieht man Dutzende unfertige Moai, manche noch halb im Felsen verankert, andere bereits freigelegt, aber nie transportiert. Laut Berichten der chilenischen Denkmalschutzbehörde und internationale Fachliteratur dokumentiert der Ort eine Art „Momentaufnahme“ des Produktionsprozesses – vom ersten groben Umriss bis zur fast fertig modellierten Figur.

Neben den Moai beherbergt der Rapa Nui National Park zahlreiche Petroglyphen, also Felsgravuren, die unter anderem anthropomorphe Figuren, Meerestiere und Symbole des sogenannten Vogelmann-Kults darstellen. Am Vulkan Rano Kau, in der Nähe des zeremoniellen Dorfes Orongo, sind diese Felsbilder besonders dicht. Dieser Kult markiert eine spätere religiöse Phase in der Geschichte der Insel, als die Moai-Verehrung bereits an Bedeutung verlor. Laut Forschungen, über die ZDF-Dokumentationen und GEO berichtet haben, ging es im Vogelmann-Kult um rituelle Wettkämpfe, bei denen ein auserwählter Athlet ein Ei einer Rußseeschwalbe von einer vorgelagerten Insel zurückbringen musste – ein gefährliches Unterfangen, das hohen Status versprach.

Diese komplexe Mischung aus Monumentalkunst, Architektur und religiöser Symbolik macht die Osterinsel zu einem der bedeutendsten offenen Freilichtmuseen der Welt. Für Besucher aus Deutschland erschließt sich so ein vollkommen anderes Verständnis von „Baukunst“: weniger gotische Türme, mehr ins Vulkangestein gemeißelte Ahnen, die mit dem Meer und der Landschaft verschmelzen.

Moai von Osterinsel besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Die Osterinsel (Rapa Nui) liegt im Südostpazifik, mehr als 3.500 km westlich der chilenischen Küste. Nächster großer Festlandflughafen ist Santiago de Chile. Von Europa aus führen typische Verbindungen von Frankfurt, München oder Berlin meist mit einem Umstieg über große Drehkreuze wie Madrid, Paris oder São Paulo nach Santiago. Von dort geht es weiter per Flug auf die Osterinsel, deren Flughafen Mataveri International Airport direkt bei Hanga Roa liegt. Die Gesamt-Reisezeit aus Deutschland beträgt, je nach Verbindung, leicht 24 Stunden und mehr. Die Deutsche Zentrale für Tourismus und große Airlines empfehlen, ausreichend Übergangszeiten einzuplanen und sich vorab über aktuelle Flugrouten zu informieren.
  • Fortbewegung vor Ort
    Hanga Roa ist der einzige größere Ort der Insel und Ausgangspunkt für Besuche im Rapa Nui National Park. Vor Ort sind Mietwagen, geführte Touren, Taxis und teilweise Fahrräder üblich. Das chilenische Tourismusamt und die lokale Verwaltung betonen, dass viele archäologische Stätten in sensiblen Zonen liegen; Besucher sollten ausschließlich markierte Wege nutzen und Hinweisschilder beachten. Öffentlicher Nahverkehr ist nur begrenzt vorhanden, sodass die meisten Reisenden auf organisierte Ausflüge oder Mietfahrzeuge zurückgreifen.
  • Ă–ffnungszeiten
    Der Rapa Nui National Park besteht aus vielen einzelnen Stätten, deren Zugänglichkeit sich leicht unterscheiden kann. Offizielle Angaben der Parkverwaltung CONAF nennen in der Regel Tagesöffnungszeiten, die sich an Tageslicht und Sicherheit orientieren. Da Öffnungszeiten und Zugangsregeln sich ändern können – etwa aus Gründen des Naturschutzes, bei Restaurierungen oder aus organisatorischen Gründen – sollten Reisende die jeweils aktuellen Informationen direkt über offizielle Kanäle des Rapa Nui National Park oder lokale Tourismusbüros einholen. Auch viele deutschsprachige Reiseveranstalter verweisen darauf, dass kurzfristige Anpassungen möglich sind.
  • Eintritt
    Der Besuch des Nationalparks ist gebührenpflichtig; der Eintrittspreis wird in der Regel als Pauschalticket erhoben, das für mehrere Tage gilt. Medienberichte und offizielle Stellen weisen darauf hin, dass die Einnahmen dem Schutz der Kulturstätten und der lokalen Gemeinschaft zugutekommen. Da die genauen Tarife und Zahlungsmodalitäten (z. B. Onlinekauf, Verkaufsstellen auf der Insel) regelmäßig angepasst werden können, ist es ratsam, sich vor der Reise auf den Seiten der chilenischen Behörden, bei der Parkverwaltung oder beim jeweiligen Reiseanbieter über den aktuellen Preis und die Konditionen zu informieren. Zur Orientierung sollte ein Betrag im zweistelligen Euro-Bereich eingeplant werden; Wechselkurse zwischen Euro (€) und chilenischem Peso (CLP) schwanken.
  • Beste Reisezeit
    Rapa Nui liegt in der südlichen Hemisphäre, das Klima ist subtropisch. Nach Angaben des chilenischen Wetterdienstes und gängigen Reiseführern sind die Temperaturen ganzjährig relativ mild, mit durchschnittlichen Werten oft zwischen 15 und 25 °C. Die Monate etwa von Dezember bis März gelten als wärmste Zeit mit mehr Besuchern, während die übrigen Monate etwas kühler und häufig weniger überlaufen sind. Niederschläge verteilen sich über das Jahr; plötzliche Schauer sind möglich. Für einen Besuch der Moai empfehlen viele Experten die frühen Morgenstunden oder den späten Nachmittag – nicht nur wegen der Lichtstimmung für Fotos, sondern auch wegen geringerer Hitze und geringerer Besucherzahlen an den wichtigsten Ahu.
  • Gesundheit und Zeitverschiebung
    Rapa Nui gehört zu Chile, sodass für Reisende aus Deutschland in der Regel dieselben gesundheitlichen Empfehlungen gelten wie für Reisen auf das chilenische Festland. Das Auswärtige Amt rät, vor einer Fernreise den Impfstatus zu prüfen und eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen, die auch Rücktransport einschließt. Die Zeitverschiebung zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ/MESZ) hängt von Jahreszeit und Zeitumstellungen in Chile ab und kann mehrere Stunden betragen. Fluggesellschaften und Reiseveranstalter informieren vor Abreise über die aktuelle Zeitdifferenz; bei der Planung hilft es, Jetlag und Erholungszeit einzuplanen.
  • Sprache vor Ort
    Offizielle Sprache in Chile ist Spanisch, auf Rapa Nui wird zusätzlich die polynesische Sprache Rapa Nui gepflegt. In Hanga Roa und in touristischen Einrichtungen wird in der Regel Spanisch gesprochen; auf vielen Touren sind englischsprachige Guides verfügbar. Deutsch wird deutlich seltener gesprochen als in manchen europäischen Zielgebieten, doch größere Reiseveranstalter können deutschsprachige Betreuung anbieten. Grundlegende Spanisch- oder Englischkenntnisse erleichtern die Kommunikation, vor allem bei individuellen Buchungen.
  • Zahlungsmittel und Trinkgeld
    Landeswährung ist der chilenische Peso (CLP). Nach Angaben der Deutschen Bundesbank und gängiger Reiseführer sind Kreditkarten (Visa, Mastercard) in Hotels, Restaurants und bei vielen Touranbietern verbreitet. In kleineren Geschäften oder bei lokalen Märkten empfiehlt sich Bargeld. EC-/Girocards deutscher Banken werden nicht überall akzeptiert, weshalb eine Kreditkarte die zuverlässigere Option ist. Trinkgeld ist – ähnlich wie in anderen Teilen Chiles – üblich, etwa 10 % im Restaurant, sofern der Service nicht bereits in der Rechnung enthalten ist. Bei Tourguides ist ein freiwilliges Trinkgeld je nach Zufriedenheit verbreitet.
  • Verhaltensregeln im Nationalpark
    Die Verwaltung des Rapa Nui National Park und das chilenische Kulturministerium betonen immer wieder, dass die Moai und Ahu heilige Stätten der lokalen Bevölkerung sind. Besucher sollten daher bestimmte Regeln einhalten: keine Berührung oder Besteigung der Figuren und Plattformen, respektvolles Verhalten, kein Müll in der Natur, keine Entfernung von Steinen oder Pflanzen und strikt das Verbot von Graffiti beachten. Verstöße können zu hohen Strafen führen und werden von den Behörden verfolgt. Fotografieren ist in der Regel erlaubt, allerdings ohne Berühren der Monumente und unter Beachtung von Hinweistafeln; Drohnennutzung kann eingeschränkt oder genehmigungspflichtig sein.
  • Einreisebestimmungen
    Für die Einreise nach Chile und auf die Osterinsel gelten je nach Staatsangehörigkeit unterschiedliche Regelungen. Deutsche Staatsbürger sollten aktuelle Einreisehinweise und eventuelle Sonderbestimmungen für Rapa Nui – etwa bezüglich Aufenthaltsdauer oder Registrierung – beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de sowie bei der Botschaft Chiles konsultieren. Da sich Bestimmungen verändern können, ist eine Prüfung vor Reiseantritt unerlässlich.

Warum Rapa Nui National Park auf jede Hanga Roa-Reise gehört

Wer den langen Weg nach Hanga Roa auf sich nimmt, erlebt im Rapa Nui National Park eine Kulturlandschaft, die weltweit ihresgleichen sucht. Anders als bei vielen urbanen Sehenswürdigkeiten, etwa einer Städtereise nach Paris oder Rom, stehen hier nicht Paläste und Museen im Vordergrund, sondern eine ganze Insel als lebendiger Erinnerungsort. Zwischen Vulkankegeln, grünen Hängen und dem tiefblauen Pazifik entfaltet sich ein Panorama aus Moai, Steinplattformen, alten Siedlungen und Kultorten.

Reise-Magazine wie Merian, GEO und das ADAC Reisemagazin heben übereinstimmend hervor, dass das Besondere der Osterinsel in der dichten Verbindung von Natur, Mythos und archäologischen Spuren liegt. Bei einem Ausflug zu Ahu Tongariki oder in den Steinbruch von Rano Raraku wird deutlich, wie viel Arbeitskraft und Organisation die historische Gesellschaft aufbrachte, um die gigantischen Skulpturen zu schaffen und über mehrere Kilometer zu bewegen. Moderne Ingenieure und Archäologen diskutieren bis heute, mit welchen Techniken dies geschah – über mögliche Transportmethoden haben auch BBC-Dokumentationen berichtet, von rollenden Baumstämmen bis hin zum „Geh“-Prinzip mit Seilen.

Neben den Moai bietet der Nationalpark weitere Höhepunkte. Am Kratersee des Rano Kau erlebt man, wie Pflanzen und Wasser eine eigene, geschützte Welt bilden; von den Aussichtspunkten blickt man tief in den Krater und zugleich hinab auf die Steilküste. In Orongo, dem zeremoniellen Dorf, erzählen rekonstruierte Steinhäuser und Felsbilder vom späteren Vogelmann-Kult. Wer gern wandert, kann entlang markierter Wege zu versteckten Ahu-Anlagen oder Aussichtspunkten laufen und dabei immer wieder auf kleinere archäologische Fundplätze stoßen.

Strände wie Anakena, mit hellem Sand und Palmen, verbinden Badeerlebnis und Kultur: Hier stehen ebenfalls mehrere Moai auf Ahu-Plattformen, sodass sich ein Besuch ideal mit einem Bad im Meer kombinieren lässt. Viele Reisende empfinden dieses Nebeneinander von Baden und „Welterbe zum Anfassen“ als besondere Stärke des Reiseziels – wenngleich auch hier respektvolles Verhalten und der Schutz der Stätten oberste Priorität haben.

Hinzu kommt die Begegnung mit der heutigen Bevölkerung von Rapa Nui. Lokale Kulturveranstaltungen, Tänze, Musik und Kunsthandwerk zeigen, dass es sich nicht um eine „verschwundene“ Kultur handelt, sondern um eine lebendige Gemeinschaft, die ihr Erbe aktiv pflegt. In Hanga Roa finden sich Museen und Informationszentren, in denen die Geschichte der Insel aus Perspektive der Rapa Nui selbst erzählt wird. Der Austausch mit Guides und Bewohnern eröffnet deutschen Besuchern einen Blick auf die Herausforderungen, die mit Tourismus, Naturschutz und kultureller Selbstbestimmung einhergehen.

Wer die Osterinsel in eine längere Chile-Reise einbindet, z. B. mit Stationen in Santiago, im chilenischen Seengebiet oder in Patagonien, erlebt zudem starke Kontraste: von Andengipfeln und Gletschern bis zu einer winzigen Insel mitten im Pazifik. Für viele Reisende aus Deutschland wird gerade dieses Spannungsfeld zwischen „Ende der Welt“-Gefühl und globaler Vernetzung zum prägenden Element ihrer Reiseerfahrung.

Moai von Osterinsel in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂĽcke

Die Moai von Osterinsel sind längst zu Social-Media-Ikonen geworden: Ob Sonnenaufgang über Ahu Tongariki, Drohnenaufnahmen der Küstenlinien oder Nahaufnahmen der geheimnisvollen Gesichter – auf Plattformen wie Instagram, YouTube oder TikTok liefern Reisende und Filmemacher fortlaufend neue Perspektiven auf den Rapa Nui National Park.

Häufige Fragen zu Moai von Osterinsel

Wo liegen die Moai von Osterinsel genau?

Die Moai befinden sich auf der Osterinsel, lokal Rapa Nui genannt, im Südostpazifik. Die Insel gehört politisch zu Chile und liegt mehrere Tausend Kilometer westlich der südamerikanischen Küste. Die meisten Besucher erreichen Rapa Nui über den Flughafen bei Hanga Roa; von dort aus führen Straßen und Wege zu den wichtigsten Stätten im Rapa Nui National Park.

Wie alt sind die Moai von Osterinsel?

Archäologische Untersuchungen, auf die Institutionen wie UNESCO und verschiedene Universitäten verweisen, datieren die Hauptphase der Moai-Produktion in etwa zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert n. Chr. Genaue Jahreszahlen sind aufgrund der verwendeten Materialien und Überlieferungen schwer festzulegen, doch die Skulpturen sind damit mehrere Hundert Jahre alt und stammen aus einer Zeit lange vor dem ersten Kontakt mit europäischen Seefahrern.

Kann man die Moai im Rapa Nui National Park aus der Nähe sehen?

Ja, Besucher können die Moai an vielen Stellen aus relativer Nähe betrachten. Es gibt jedoch Sicherheitsabstände und markierte Wege, um sowohl die Monumente als auch die Besucher zu schützen. Die Verwaltung des Rapa Nui National Park schreibt vor, dass die Figuren nicht berührt, bestiegen oder beschädigt werden dürfen. Wer sich an die ausgeschilderten Pfade hält, hat dennoch hervorragende Sicht auf die Details der Skulpturen.

Wie lange sollte man fĂĽr eine Reise zur Osterinsel einplanen?

Viele Reiseexperten empfehlen, mindestens drei bis fünf volle Tage auf Rapa Nui zu bleiben, um die wichtigsten Stätten im Rapa Nui National Park in Ruhe zu besuchen und auch Zeit für Wanderungen oder Strandaufenthalte zu haben. Aufgrund der langen Anreise aus Deutschland lohnt es sich, die Insel als eigenständiges Highlight in eine längere Chile-Reise zu integrieren und ausreichend Puffer für Jetlag und mögliche Flugänderungen einzuplanen.

Wann ist die beste Reisezeit fĂĽr den Rapa Nui National Park?

Der Rapa Nui National Park kann grundsätzlich das ganze Jahr über besucht werden, da das Klima relativ mild ist. Die Sommermonate der Südhalbkugel – grob von Dezember bis März – sind wärmer und oft stärker besucht, während die übrigen Monate etwas kühler und mitunter ruhiger sind. Viele Fotografen und Reisende bevorzugen die Nebensaison mit weicherem Licht und etwas weniger Andrang, wobei kurzfristige Wetterschwankungen jederzeit einkalkuliert werden sollten.

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