Moderna, Aktie

Moderna Aktie: Argus hebt auf Buy herauf

Veröffentlicht am: 30.08.2026 um 19:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Argus empfiehlt Moderna zum Kauf, während neue Impfstoffzulassungen und Studien die Expansion über COVID-19 hinaus stützen.

Moderna: Argus stuft Aktie hoch und sieht weiteres Potenzial
Moderne, sterile Laborumgebung mit medizinischen Glasfläschchen als Symbol für Fortschritt in der Biotechnologie. Illustration mit AI erstellt.

Am heutigen Sonntag hat das Analysehaus Argus Research die Einstufung für Moderna von „Hold“ auf „Buy“ angehoben und ein Kursziel von 180 US-Dollar ausgegeben. Diese Entscheidung unterstreicht das wachsende Vertrauen in die Strategie des Biotechnologie-Unternehmens, das sein Portfolio über die reine COVID-19-Vorsorge hinaus massiv diversifiziert.

Laut Argus bietet das Papier ein erhebliches Aufwärtspotenzial, gestützt durch eine robuste Pipeline und zuletzt übertroffene Erwartungen bei den Geschäftszahlen.

Analysten-Upgrade und solide Quartalszahlen

Die Hochstufung durch Argus erfolgt vor dem Hintergrund verbesserter Finanzdaten. Im zweiten Quartal verzeichnete Moderna einen Umsatz von 145 Millionen US-Dollar und übertraf damit die Erwartungen der Analysten von 102,93 Millionen US-Dollar deutlich. Der Verlust je Aktie fiel mit 1,97 US-Dollar geringer aus als die befürchteten 2,03 US-Dollar.

Während Argus die Aktie nun favorisiert, bleiben andere Branchenexperten vorsichtiger. Die Analysten von Goldman Sachs hoben ihr Kursziel zwar von 67 auf 120 US-Dollar an, beließen die Einstufung jedoch auf „Neutral“. Morgan Stanley passte das Ziel ebenfalls von 39 auf 89 US-Dollar an, bleibt aber bei der Bewertung „Equal Weight“.

Der Markt reagierte zuletzt mit Schwankungen auf die unterschiedlichen Signale und Kommentare von Marktbeobachtern. Am Freitag schloss die Aktie bei 119,06 Euro mit einem Minus von 2,8 Prozent. Dennoch blicken Anleger auf eine insgesamt starke Performance zurück: Seit Jahresanfang verzeichnet der Wert einen Zuwachs von 348 Prozent.

Dynamik bei Zulassungen und neuen Studien

Die positive Grundstimmung wird durch Fortschritte im regulatorischen Bereich genährt. Am Donnerstag erteilte die US-Gesundheitsbehörde FDA die Zulassung für die aktualisierten COVID-19-Impfstoffe Spikevax und mNEXSPIKE. Diese sind speziell auf die XFG-Subvariante von SARS-CoV-2 zugeschnitten und sollen in der kommenden Impfsaison insbesondere für Personen ab 65 Jahren sowie Risikogruppen zum Einsatz kommen. Ein Beratergremium hatte sich zuvor mit deutlicher Mehrheit für diese Anpassung ausgesprochen.

Parallel dazu weitet das Unternehmen seine klinische Forschung auf globale Gesundheitsbedrohungen aus. Am heutigen Sonntag genehmigte die kanadische Behörde Health Canada den Start einer klinischen Studie für einen mRNA-Impfstoff gegen den Ebola-Stamm Bundibugyo.

Kanada ist damit nach Medienberichten das zweite Land, das eine Phase-1-Studie für diesen spezifischen Erreger autorisiert hat. Dies unterstreicht die Flexibilität der mRNA-Plattform, zügig auf verschiedene virale Bedrohungen zu reagieren.

Langfristige Perspektiven in der Onkologie

Neben den Fortschritten bei Infektionskrankheiten bleibt die Krebstherapie ein strategischer Kernpunkt für die kommenden Jahre. Vor rund zwei Wochen meldete Moderna den Erfolg der Phase-3-Studie INTerpath-001 für den personalisierten mRNA-Krebsimpfstoff Intismeran in Kombination mit der Immuntherapie Keytruda von Merck.

Die Daten belegten eine Verbesserung des rezidivfreien Überlebens bei Patienten mit Melanomen im fortgeschrittenen Stadium. Experten prognostizieren für diesen Bereich ein erhebliches Umsatzpotenzial, das bis zum Jahr 2035 auf über drei Milliarden US-Dollar ansteigen könnte.

Bereits vor gut drei Wochen erzielte das Unternehmen mit der FDA-Zulassung für den Grippeimpfstoff mFlusiva für Erwachsene ab 50 Jahren einen weiteren Meilenstein. In klinischen Studien erwies sich das Präparat als 27 Prozent wirksamer im Vergleich zu herkömmlichen Standardimpfstoffen.

Trotz zeitweiligem Verkaufsdruck, der unter anderem auf zurückhaltende Kommentare von Marktbeobachtern wie Jim Cramer folgte, konzentriert sich die strategische Ausrichtung nun auf die breite Verfügbarkeit dieser neuen Produkte für die Saison 2026/27.

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