Monolithic, Power

Monolithic Power Aktie: Rekordquartal, Kursminus

Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 23:41 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Umsatz ĂŒbertraf im dritten Quartal die Erwartungen; nachbörslich sank die Aktie trotz höherer Erlöse und Gewinne.
Monolithic, Power, Aktie, Rekordquartal, Kursminus, Umsatz, Erwartungen;, Erlöse, Gewinne Illustration mit AI erstellt.

Monolithic Power knackt erstmals die Marke von einer Milliarde Dollar Quartalsumsatz und ĂŒbertrifft die Erwartungen. Trotzdem gibt die Aktie nachbörslich weiter nach. Die Anleger scheinen auf mehr gehofft zu haben.

Zahlen ĂŒber den SchĂ€tzungen

Der Umsatz stieg im dritten Quartal um 63 Prozent auf 1,202 Milliarden Dollar, gegenĂŒber dem Vorquartal waren es 22 Prozent mehr. Der bereinigte Gewinn lag bei 8,19 Dollar je Aktie, Analysten hatten mit 7,71 Dollar gerechnet. Nach US-GAAP verdiente das Unternehmen 5,51 Dollar je Aktie, nach 3,74 Dollar im Vorjahresquartal.

FĂŒr das vierte Quartal peilt das Management einen Umsatz zwischen 1,315 und 1,385 Milliarden Dollar an. Die Bruttomarge soll um weitere 10 Basispunkte steigen und damit im angestrebten Korridor von 55 bis 60 Prozent bleiben. Beim operativen Ergebnis verweist die FĂŒhrung auf einen Zuwachs von rund einem Prozentpunkt pro Quartal.

Im Quartal kaufte der Konzern eigene Aktien fĂŒr mehr als 450 Millionen Dollar zurĂŒck.

Rechenzentren treiben das GeschÀft

Hauptmotor bleibt das GeschĂ€ft mit Rechenzentren. Das Unternehmen hebt die Untergrenze fĂŒr das Wachstum im Bereich Enterprise Data von 130 auf 150 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr. Treiber sind neue Kunden und der Wechsel zu Leistungsmodulen, die mehr Wertschöpfung pro Chip bringen. Die Kommunikationssparte wĂ€chst dank optischer Module und des Switch-GeschĂ€fts am zweitschnellsten.

Abseits der KI-Server wĂ€chst das Unternehmen breiter. Im Automobilbereich gingen die ersten AuftrĂ€ge fĂŒr 48-Volt-Lösungen ein, Roboterprodukte laufen an, und der erste große Auftrag fĂŒr Datenwandler soll im kommenden Jahr Umsatz bringen. Erlöse aus 800-Volt-Architekturen fĂŒr Rechenzentren erwartet das Management erst Ende 2027, grĂ¶ĂŸere BeitrĂ€ge 2028. CEO Michael Hsing will dazu bewusst keine Details nennen, bevor Umsatz absehbar ist.

Bei der KapazitÀt legt das Unternehmen nach. Aktuell lassen sich rund 6 Milliarden Dollar Jahresumsatz bedienen, in der zweiten JahreshÀlfte 2027 sollen es 8 Milliarden sein, spÀter 10 Milliarden. Da der Konzern fabless produziert, rechnet die Finanzchefin nicht mit einem nennenswerten Anstieg der KapitalintensitÀt.

Anleger bleiben vorsichtig

Die Aktie schloss regulĂ€r bei 1.198,81 Dollar und fiel nachbörslich auf 1.167,28 Dollar. Der Kurs liegt deutlich unter dem Hoch von 1.714,09 Dollar. Marktbeobachter fĂŒhren das auf Zweifel an der Nachhaltigkeit der KI-Investitionen zurĂŒck.

Hinzu kommt der Preisaufschlag der Bewertung. Wer auf schnellere Margenausweitung gehofft hatte, bekam stattdessen KontinuitĂ€t: Hsing betonte, Kunden gegenĂŒber keine Preise auszureizen. Preiserhöhungen trugen laut Management nicht wesentlich zum Wachstum bei. Gestiegene Wafer-Kosten teilt das Unternehmen teilweise mit den Kunden.

Das Analystenlager war vor den Zahlen klar bullisch: 16 von 17 Analysten rieten zum Kauf, das Konsens-Kursziel lag bei 1.799,80 Dollar. Die nĂ€chste Gelegenheit zur ÜberprĂŒfung der Prognosen bietet die Vorlage der Zahlen zum vierten Quartal und zum Gesamtjahr 2026.

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