Mount Rushmore, Reise

Mount Rushmore: Das steinerne Gesicht der USA neu entdecken

17.05.2026 - 22:02:43 | ad-hoc-news.de

Mount Rushmore bei Keystone in den USA ist mehr als vier Präsidentenköpfe im Fels. Wie das Monument zwischen Naturlandschaft, Geschichte und Kontroversen heute erlebt werden kann.

Mount Rushmore, Reise, Wahrzeichen
Mount Rushmore, Reise, Wahrzeichen

Wer zum ersten Mal vor Mount Rushmore (sinngemäß „Rushmore-Berg“) steht, hört meist zuerst das leise Raunen der Besucher – und erst dann den Wind, der über die Pinien streicht. Hoch über den Wäldern der Black Hills blicken vier in Granit gemeißelte Präsidentengesichter in die Weite von South Dakota: Mount Rushmore, eines der bekanntesten Wahrzeichen der USA, ist zugleich Monument, Freilichtgalerie und Projektionsfläche für den amerikanischen Traum.

Mount Rushmore: Das ikonische Wahrzeichen von Keystone

Mount Rushmore liegt oberhalb des kleinen Ortes Keystone im US-Bundesstaat South Dakota, umgeben von Wäldern, Granitkuppen und kurvigen Panoramastraßen. Der Mount Rushmore National Memorial genannte Gedenkort zeigt die überlebensgroßen Köpfe von vier US-Präsidenten: George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln. Für viele Reisende aus Deutschland ist das Monument ein Sinnbild für die Vereinigten Staaten – ähnlich ikonisch wie die Freiheitsstatue in New York oder die Golden Gate Bridge in San Francisco.

Die steinernen Porträts sind etwa 18 Meter hoch und in eine rund 1.700 Meter über dem Meeresspiegel gelegene Felswand gemeißelt. Die National Park Service (NPS), die offizielle US-Behörde für Nationalparks, beschreibt Mount Rushmore als „Shrine of Democracy“, als Schrein der Demokratie. Deutsche Medien wie „National Geographic Deutschland“ und das „GEO Special USA“ heben immer wieder hervor, dass hier Naturkulisse und politisches Symbol auf ungewöhnliche Weise zusammenfallen: majestätische Felsen, klarer Himmel, der Duft von Kiefern – und mittendrin vier Gesichter, die die Geschichte der USA erzählen sollen.

Gleichzeitig ist Mount Rushmore ein Ort der Ambivalenz. Für viele Angehörige der indigenen Lakota ist der Berg Teil eines heiligen Gebietes der Black Hills, das ihnen im 19. Jahrhundert genommen wurde. In Reportagen etwa von „Der Spiegel“ und der „Süddeutschen Zeitung“ wird dieser Konflikt immer wieder aufgegriffen. Wer heute Mount Rushmore besucht, begegnet deshalb nicht nur grandioser Landschaft und spektakulärer Steinbildhauerei, sondern auch spannungsvoller Geschichte.

Geschichte und Bedeutung von Mount Rushmore

Die Idee für Mount Rushmore entstand in den 1920er-Jahren. Ziel war es zunächst, touristische Aufmerksamkeit in die damals abgelegene Region der Black Hills zu lenken. Laut der offiziellen Website des Mount Rushmore National Memorial und dem National Park Service wurde der Bildhauer Gutzon Borglum beauftragt, ein groß angelegtes Denkmal zu schaffen. Borglum wählte die Präsidenten Washington, Jefferson, Roosevelt und Lincoln als Symbolfiguren und entwarf das heute bekannte Ensemble.

Die Arbeiten begannen 1927 und dauerten bis 1941. In dieser Zeit wurde mit Bohrhämmern, Sprengungen und Feinarbeit an den Gesichtern gearbeitet. Mehr als 400 Arbeiter waren laut NPS zeitweise auf der Baustelle beschäftigt. Trotz der riskanten Arbeiten in großer Höhe wird von der Verwaltung bis heute betont, dass dabei kein Todesfall dokumentiert ist – ein Aspekt, der in verschiedenen Hintergrundberichten, etwa in US-Medien wie der „New York Times“, wiedergegeben wird und auch in deutschsprachigen Reiseführern zitiert wird.

Die Fertigstellung fiel in eine politisch aufgeladene Zeit: 1941 war das Jahr, in dem die USA kurz später in den Zweiten Weltkrieg eintraten. Die Bauarbeiten wurden letztlich nicht vollständig nach dem ursprünglich vorgesehenen Plan beendet – der Bildhauer Borglum starb 1941, und das Projekt wurde an seinem Sohn Lincoln Borglum übergeben. Die ausgeführten Porträts konzentrieren sich auf die Gesichter; die ursprünglich angedachte Darstellung von Oberkörpern und weiteren Details wurde aus Kostengründen und wegen des nahenden Krieges nicht weiterverfolgt.

Historisch gesehen soll jeder der vier Präsidenten eine bestimmte Epoche verkörpern: George Washington steht für die Gründung der Vereinigten Staaten Ende des 18. Jahrhunderts, Thomas Jefferson für die territoriale Expansion nach Westen, Abraham Lincoln für die Bewahrung der Union während des Bürgerkriegs und die Abschaffung der Sklaverei, Theodore Roosevelt für wirtschaftliche Entwicklung und den Beginn des 20. Jahrhunderts. Diese Interpretation findet sich sowohl in offiziellen Erläuterungen des NPS als auch in Kulturberichten etwa von „Deutsche Welle“ und im „ADAC Reisemagazin“.

Für deutsche Leserinnen und Leser ist ein Vergleich hilfreich: Mount Rushmore ist jünger als viele bedeutende europäische Denkmäler – die Bauarbeiten begannen gut 50 Jahre nach der Gründung des Deutschen Reichs 1871. Die symbolische Aufladung erinnert jedoch eher an Orte wie das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig oder das Kyffhäuserdenkmal, wo nationale Identität und heroische Darstellung ebenfalls eng miteinander verwoben sind. Anders als diese Monumente ist Mount Rushmore jedoch eingebettet in einen Nationalpark-Kontext und stark mit der touristischen Erschließung des amerikanischen Westens verbunden.

Ein weiterer wichtiger Teil der Geschichte ist der Konflikt mit den indigenen Völkern der Region. Die Black Hills sind für die Lakota-Sioux ein heiliges Gebiet. In Entscheidungen des US Supreme Court wurde anerkannt, dass die Enteignung der Black Hills im 19. Jahrhundert völkerrechtlich problematisch war; angeboten wurde finanzielle Entschädigung, die Vertreter der Lakota jedoch bis heute ablehnen, weil sie die Rückgabe des Landes fordern. Deutsche Qualitätsmedien wie „Die Zeit“ und „FAZ“ berichten regelmäßig über diese Debatten, insbesondere wenn Protestaktionen in der Nähe von Mount Rushmore stattfinden. Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland ist es daher wichtig zu wissen: Der Ort wird von unterschiedlichen Gruppen sehr unterschiedlich wahrgenommen.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Aus architektonischer Sicht ist Mount Rushmore ein Monumentalrelief im Freien. Die vier Köpfe sind in einen Granitfels gemeißelt, der bereits natürlich eine markante Front bildete. Laut National Park Service ragen die Gesichter jeweils rund 18 Meter in die Höhe, die gesamte Komposition nimmt etwa 150 Meter Breite in der Felswand ein. Zum Vergleich: Die Türme des Kölner Doms sind mit 157 Metern deutlich höher, aber die überdimensionierten Porträts auf Mount Rushmore wirken durch ihre exponierte Lage und die Nähe zum Betrachter besonders imposant.

Die technische Umsetzung erfolgte in mehreren Schritten. Zunächst wurden Modelle im Maßstab 1:12 angefertigt. Von diesen Modellen wurden mit einem sogenannten „Pointing System“ die Maße auf den Felsen übertragen. Etwa 90 Prozent des Gesteins wurden nach Angaben des NPS weggesprengt, bevor Feinarbeiten mit Meißeln und Presslufthämmern die Gesichter formten. Die Kombination aus Sprengtechnik und Handarbeit ist in Fachartikeln zur Denkmalkunst und in Werken über amerikanische Bildhauerei als typische Herangehensweise für großformatige Felsreliefs beschrieben.

Kunsthistorisch wird Mount Rushmore häufig als Ausdruck des amerikanischen Realismus und der Monumentalkunst des frühen 20. Jahrhunderts eingeordnet. „GEO“ und das „ADAC Reisemagazin“ betonen in ihren Dossiers, dass die Porträts trotz ihrer überdimensionalen Größe auf überraschend lebendige Weise Details wie Pupillen, Lippenkonturen oder Haarlocken wiedergeben. Besonders eindrucksvoll ist die Art, wie Licht und Schatten die Gesichtszüge im Tagesverlauf verändern: Morgens wirken die Präsidenten sanfter, während sie im seitlichen Abendlicht markant modelliert erscheinen.

Neben dem eigentlichen Relief umfasst der Memorial-Komplex mehrere architektonische Elemente. Am bekanntesten ist der „Avenue of Flags“, ein Flaggenweg, der vom Besucherzentrum in Richtung Monument führt. Hier wehen die Fahnen der US-Bundesstaaten sowie einiger Territorien, wie der National Park Service erläutert. Für europäische Besucher erinnert die Inszenierung an eine Kombination aus Prozessionalstraße und Nationalgalerie – ein bewusst patriotisch gestalteter Zugang.

Im Besucherzentrum und dem angrenzenden Museum werden Entwürfe, Modelle und Werkzeuge gezeigt. Diese Ausstellungen werden vom National Park Service kuratiert und wurden in den vergangenen Jahren immer wieder überarbeitet, um auch kritische Aspekte der Geschichte – etwa die Perspektive der Lakota – stärker zu berücksichtigen. In deutschsprachigen Reisehandbüchern von Verlagen wie Marco Polo oder Lonely Planet (deutsche Ausgabe) wird empfohlen, ausreichend Zeit für diese Ausstellung einzuplanen, da sie die künstlerische und politische Dimension des Projekts verständlich macht.

Interessant für kunst- und architekturinteressierte Besucher ist außerdem der sogenannte „Presidential Trail“, ein Rundweg mit Treppen und Holzstegen, der näher an die Basis des Felsens heranführt. Von einzelnen Aussichtspunkten lassen sich Details der Bildhauerei besser erkennen, etwa der Übergang zwischen bearbeitetem und natürlichem Fels. Der Trail ist nach Angaben des NPS nur teilweise barrierefrei; aktuelle Informationen dazu sollten vor dem Besuch direkt bei der Nationalparkverwaltung eingeholt werden.

Mount Rushmore besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise: Mount Rushmore befindet sich im Südwesten von South Dakota, rund 4 Kilometer von Keystone und etwa 40 Kilometer von Rapid City entfernt. Für Reisende aus Deutschland ist Rapid City Regional Airport ein typischer Ausgangspunkt; er wird in der Regel über Umsteigeverbindungen via große US-Drehkreuze wie Denver, Minneapolis oder Chicago erreicht. Von Frankfurt, München, Berlin oder Zürich führen häufig Verbindungen mit einem oder zwei Umstiegen in die Region. Die reine Flugzeit von Deutschland in den Mittleren Westen der USA liegt – je nach Route – meist zwischen 11 und 15 Stunden, zuzüglich Umsteigezeiten. Vom Flughafen Rapid City aus dauert die Fahrt mit Mietwagen nach Keystone und Mount Rushmore etwa 45 Minuten. Alternativ bieten lokale Veranstalter Ausflugsbusse und Tagestouren an; Informationen dazu veröffentlichen unter anderem der Tourismusverband von South Dakota und das Besucherbüro von Rapid City.
  • Anreise per Auto und Wohnmobil: Viele Besucher, darunter auch zahlreiche Europäer, integrieren Mount Rushmore in einen Roadtrip durch die Great Plains oder den Nordwesten der USA. Von Denver sind es etwa 600 Kilometer, von Yellowstone Nationalpark rund 600 bis 700 Kilometer, je nach Route. Die Straßen sind gut ausgebaut; es handelt sich überwiegend um Highways ohne Maut. Deutsche Reisemagazine wie das „ADAC Reisemagazin“ empfehlen, die Region mit genügend Zeit zu erkunden, da in unmittelbarer Nähe weitere Attraktionen wie der Custer State Park, der Wind Cave National Park und das Crazy Horse Memorial liegen.
  • Öffnungszeiten: Nach Angaben des National Park Service ist das Gebiet um Mount Rushmore grundsätzlich ganzjährig und rund um die Uhr zugänglich. Die Besucherzentren, Museen und Serviceeinrichtungen haben allerdings saisonabhängige Öffnungszeiten, die sich ändern können. Es wird ausdrücklich empfohlen, die aktuellen Öffnungszeiten, eventuelle Schließungen einzelner Bereiche oder witterungsbedingte Einschränkungen vor der Anreise direkt über die offizielle Website des Mount Rushmore National Memorial zu prüfen. Abendliche Beleuchtungen und Ranger-Programme finden in der Regel in den Sommermonaten statt; genaue Zeiten veröffentlicht der NPS.
  • Eintritt und Parken: Für den Zugang zum National Memorial selbst wird laut NPS keine Eintrittsgebühr erhoben. Allerdings fällt eine Gebühr für das Parken an, die vor Ort an die private Betreibergesellschaft des Parkhauses zu entrichten ist. Da sich diese Gebühren ändern können und in US-Dollar erhoben werden, sollten Besucher die aktuellen Tarife vorab direkt auf der offiziellen Website überprüfen. Umgerechnet bewegen sich die Parkkosten in einer Größenordnung, die in Reiseführern etwa mit einem „mittleren zweistelligen Betrag in US-Dollar pro Fahrzeug“ beschrieben wird; der genaue Betrag schwankt und hängt von Fahrzeugtyp und Dauer ab.
  • Klima und beste Reisezeit: Mount Rushmore liegt in einem Höhenzug mit kontinentalem Klima. Die Sommermonate von Juni bis August sind meist warm bis heiß, mit Tagestemperaturen, die häufig zwischen 20 und 30 °C liegen. Gewitter können am Nachmittag auftreten. Frühling und Herbst gelten bei vielen Reiseautoren als besonders angenehme Reisezeit, da es milder ist und die Besucherzahlen etwas niedriger sind. Im Winter kann es kalt und schneereich werden, einzelne Wege können witterungsbedingt geschlossen sein. Für Fotografie empfehlen Reiseführer wie „Marco Polo USA Westen“ den Besuch am frühen Vormittag oder späten Nachmittag, wenn das Licht die Gesichtszüge der Präsidenten besonders plastisch hervorhebt.
  • Tageszeit und Andrang: In der Hauptsaison, insbesondere im Juli und August sowie an US-Feiertagen wie Independence Day (4. Juli), berichten der National Park Service und lokale Tourismusbüros von hohem Besucheraufkommen. Wer Menschenmengen vermeiden will, sollte möglichst früh am Morgen anreisen oder auf die Randzeiten der Saison ausweichen. Abendliche Beleuchtungen und Zeremonien ziehen wiederum zusätzliche Besucher an; hierfür lohnt sich die rechtzeitige Ankunft, um einen guten Platz auf der Tribüne zu bekommen.
  • Sprache vor Ort: Englisch ist die Verkehrssprache. Deutsch wird – abgesehen von einzelnen Mitarbeitenden in der Tourismusbranche – kaum gesprochen. Englischkenntnisse sind daher sehr hilfreich. Viele Informationstafeln und das Visitor Center sind ausschließlich auf Englisch beschriftet. Einige große Reiseveranstalter bieten deutschsprachige Audioguides oder Broschüren an; deren Verfügbarkeit kann sich jedoch ändern und sollte bei Bedarf vorab erfragt werden.
  • Zahlung und Trinkgeld: In den USA ist Kartenzahlung weit verbreitet. Kreditkarten (z. B. Visa, Mastercard) werden im Umfeld von Mount Rushmore üblicherweise akzeptiert. Bargeld in US-Dollar ist dennoch hilfreich, etwa für kleine Einkäufe oder Trinkgelder. Mobile Payment wie Apple Pay oder Google Pay wird in vielen größeren Geschäften und Restaurants angenommen, kann aber nicht überall garantiert werden. Trinkgeld („Tip“) hat in den USA eine größere Bedeutung als in Deutschland: In Restaurants sind 15 bis 20 Prozent des Rechnungsbetrags üblich, bei kleineren Services (Shuttle, Gepäckhilfe, Zimmerreinigung) werden oft 1 bis 5 US-Dollar gegeben. In Selbstbedienungsrestaurants oder Imbissen in der Nähe von Mount Rushmore finden sich oft Trinkgeldboxen.
  • Sicherheit und Gesundheit: Mount Rushmore gilt als sicheres Reiseziel mit guter touristischer Infrastruktur. Wie bei anderen Outdoor-Zielen sollten Besucher jedoch auf Sonnenschutz, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und geeignetes Schuhwerk achten – insbesondere, wenn sie die Wege und Treppen des Presidential Trail nutzen. Innerhalb der EU genügt die europäische Krankenversicherungskarte, doch die USA gehören nicht dazu: Für Reisen nach South Dakota wird eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport empfohlen, wie auch der ADAC und deutsche Verbraucherzentralen betonen.
  • Einreisebestimmungen: Für die Einreise in die USA benötigen deutsche Staatsbürger in der Regel einen biometrischen Reisepass und – bei visumfreier Einreise zu touristischen Zwecken – eine genehmigte elektronische Reisegenehmigung (ESTA). Die Rahmenbedingungen können sich ändern. Deutsche Staatsbürger sollten die aktuellen Einreisebestimmungen und Sicherheits- sowie Gesundheitshinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de sowie beim US-Heimatschutzministerium prüfen.
  • Zeitzone: Mount Rushmore liegt in der Regel in der Mountain Time Zone. Der Zeitunterschied zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) beträgt meist minus acht Stunden, während der US-Sommerzeit im Verhältnis zur Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) in der Regel minus acht Stunden; Verschiebungen durch unterschiedliche Umstellungsdaten sind möglich. Vor dem Reiseantritt sollte die aktuelle Zeitdifferenz geprüft werden.
  • Fotografie und Drohnen: Fotografieren für private Zwecke ist auf dem Gelände generell erlaubt, wie der National Park Service ausführt. Drohnen („unmanned aircraft“) sind in den meisten Nationalparks, einschließlich Mount Rushmore, ohne spezielle Genehmigung verboten. Für den Einsatz von professioneller Foto- und Filmausrüstung, insbesondere für kommerzielle Projekte, können besondere Richtlinien gelten. Aktuelle Regeln sollten direkt beim NPS nachgelesen werden.

Warum Mount Rushmore auf jede Keystone-Reise gehört

Mount Rushmore ist nicht nur ein Fotomotiv, sondern ein Gesamterlebnis aus Landschaft, Geschichte und Inszenierung. Wer aus Keystone über die kurvige State Highway 244 hinauffährt, erlebt, wie sich die Ansichten auf das Felsmassiv stetig verändern. Plötzlich taucht zwischen Kiefernzweigen das Profil von George Washington auf – ein Moment, den viele Reiseautoren als Gänsehautmoment beschreiben. Die offizielle Verwaltung des Mount Rushmore National Memorial weist darauf hin, dass der Ausblick vom großen Amphitheater aus bewusst so angelegt ist, dass Besucher den Eindruck einer Bühne haben, auf der die Präsidenten die Hauptrollen spielen.

Für Reisende aus Deutschland lohnt sich ein ganzer Tag in der Region. Vormittags lässt sich der Memorial-Komplex mit Museum, Walk of Flags und Presidential Trail erkunden. Nachmittags locken Ziele wie der Custer State Park mit seinen Bisonherden, der Needles Highway mit seinen spektakulären Felsnadeln oder das sich noch im Bau befindende Crazy Horse Memorial, das nach Fertigstellung eines der größten Felsreliefs der Welt werden soll. Viele Reisereportagen, etwa im „Merian“-Heft zu den USA, empfehlen, Mount Rushmore und Crazy Horse gemeinsam zu besuchen, um die unterschiedlichen Perspektiven auf Geschichte und Erinnerungskultur zu erleben – hier die Präsidenten der USA, dort die Würdigung eines Lakota-Anführers.

Besonders eindrucksvoll ist Mount Rushmore bei Einbruch der Dunkelheit. In den Sommermonaten veranstaltet der National Park Service oft ein abendliches Programm mit Ranger-Vortrag und feierlicher Illumination des Monuments. Die Kombination aus sternenklarem Himmel, dem langsam aufleuchtenden Fels und der Stille nach dem Programm hinterlässt bei vielen Besuchern einen nachhaltigen Eindruck. Auch deutsche Reisemagazine verweisen auf diese Abendveranstaltungen als „emotionalen Höhepunkt“ eines Besuchs – nicht zuletzt, weil hier der patriotische Charakter der Anlage besonders spürbar wird.

Gleichzeitig lädt der Ort dazu ein, über das Spannungsfeld zwischen Idealisierung und Realität nachzudenken. Wie gehen Staaten mit ihrer Geschichte um? Welche Persönlichkeiten werden in Stein verewigt – und welche bleiben unsichtbar? In Interviews, die etwa von US-Medien wie PBS oder dem Smithsonian Magazine geführt und in deutschen Berichten zitiert werden, betonen Historikerinnen und Historiker, dass Mount Rushmore inzwischen auch ein Raum für kritische Reflexion ist. Wer sich auf diese Vielschichtigkeit einlässt, gewinnt mehr als nur ein Reisefoto: ein besseres Verständnis dafür, wie die USA sich selbst sehen – und wie umkämpft dieses Selbstbild ist.

Mount Rushmore in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In den sozialen Netzwerken ist Mount Rushmore ein Dauerbrenner: Drohnenverbote führen dazu, dass viele Nutzer kreative Perspektiven von Aussichtspunkten in der Umgebung suchen, während andere die Stimmung während der Abendillumination oder im winterlichen Schneefall festhalten. Reise-Influencer kombinieren den Besuch häufig mit Roadtrip-Inhalten zu den Black Hills, und in Kommentarspalten werden immer wieder auch politische Debatten um Bedeutung und Zukunft des Monuments geführt.

Häufige Fragen zu Mount Rushmore

Wo liegt Mount Rushmore genau?

Mount Rushmore befindet sich in den Black Hills im Südwesten des US-Bundesstaates South Dakota, nahe der Kleinstadt Keystone und rund 40 Kilometer südwestlich von Rapid City. Der Gedenkort ist über gut ausgebaute Straßen erreichbar und liegt in einer bewaldeten Mittelgebirgslandschaft.

Welche Präsidenten sind auf Mount Rushmore dargestellt und warum?

Auf Mount Rushmore sind die Köpfe von George Washington, Thomas Jefferson, Abraham Lincoln und Theodore Roosevelt zu sehen. Laut National Park Service wurden sie ausgewählt, um verschiedene Phasen der US-Geschichte zu symbolisieren: Gründung, territoriale Expansion, Bewahrung der Union und wirtschaftlich-politischen Aufstieg im frühen 20. Jahrhundert.

Wie lange sollte man für einen Besuch von Mount Rushmore einplanen?

Für einen klassischen Besuch mit Aussichtspunkt, Avenue of Flags, Besucherzentrum, Museum und Presidential Trail planen viele Reisende etwa zwei bis vier Stunden ein. Wer zusätzlich Abendprogramm und Beleuchtung erleben oder weitere Ziele in den Black Hills kombinieren möchte, sollte mindestens einen halben bis ganzen Tag vor Ort einrechnen.

Kostet der Besuch von Mount Rushmore Eintritt?

Der Zugang zum Mount Rushmore National Memorial selbst ist nach Angaben des National Park Service kostenlos. Es wird jedoch eine Gebühr für das Parken erhoben, die je nach Fahrzeug und Zeitraum variiert. Da sich die Tarife ändern können, sollten Besucher die aktuellen Konditionen vorab auf der offiziellen Website prüfen.

Wann ist die beste Reisezeit für Mount Rushmore aus deutscher Sicht?

Die beliebteste Zeit für einen Besuch sind die Sommermonate, wenn alle Einrichtungen geöffnet sind und zusätzliche Ranger-Programme stattfinden. Aus Sicht vieler Reiseführer sind jedoch auch Frühjahr und Herbst attraktiv, da es milder ist und der Andrang geringer sein kann. Im Winter bietet Mount Rushmore besondere Stimmungen mit Schnee, einzelne Wege können dann aber witterungsbedingt eingeschränkt sein.

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