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MP Materials Aktie: 10X-Anlage soll Magnete liefern

Veröffentlicht am: 01.09.2026 um 06:58 Uhr | Redaktion boerse-global.de

MP Materials erhöhte im zweiten Quartal Produktion und Umsatz, plant weitere Kapazitäten und sieht sich mit unterschiedlichen Analystenurteilen konfrontiert.

MP Materials steigert NdPr-Produktion und baut US-Lieferkette aus
Industrielle Fertigungsanlage für Hochleistungsmagnete in einer modernen, technisch geprägten Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

MP Materials verstärkt seine Bemühungen um den Aufbau einer autarken US-Lieferkette für Seltene Erden. Ein strategisches Update zu den Inlandsaktivitäten rückte das Unternehmen gestern erneut in den Fokus der Anleger, während die geopolitischen Spannungen zwischen den USA und China die Relevanz der vertikalen Integration unterstreichen. Der Konzern positioniert sich damit als zentraler Pfeiler für die Versorgung der westlichen Industrie mit kritischen Rohstoffen.

Produktion von Neodym-Praseodym deutlich gesteigert

Im zweiten Quartal 2026 erzielte der Bergbaukonzern signifikante operative Fortschritte. Die Produktion von Neodym-Praseodym (NdPr) stieg im Vergleich zum Vorjahr um 41 Prozent auf 840 Tonnen. Parallel dazu kletterte der Umsatz um 89 Prozent auf 108,49 Millionen US-Dollar.

Zwar verzeichnete MP Materials einen Betriebsverlust von 32 Millionen US-Dollar, dieser fiel jedoch deutlich geringer aus als das Minus von 43,9 Millionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Für das laufende dritte Quartal stellt das Management eine weitere Steigerung der NdPr-Produktion auf über 1.000 Tonnen in Aussicht.

Die langfristige Strategie sieht eine erhebliche Ausweitung des Produktportfolios vor. Ab dem laufenden Jahr plant das Unternehmen die erste Produktion von Terbium und Dysprosium, während die Förderung von Samarium für das Jahr 2028 vorgesehen ist.

Eine Schlüsselrolle nimmt dabei die sogenannte 10X-Anlage ein: Ab 2028 sollen dort jährlich bis zu 7.000 Tonnen Magnete produziert werden, wobei die Gesamtkapazität der Einrichtung auf 10.000 Tonnen ausgelegt ist.

Diese Bestrebungen werden durch langfristige Lieferverträge mit Großkunden wie General Motors und Apple sowie Vereinbarungen mit dem US-Verteidigungsministerium gestützt, die Preisuntergrenzen für Magnete vorsehen.

Analysten uneinig über künftige Kursentwicklung

An der Börse wurde die jüngste Entwicklung mit Zurückhaltung aufgenommen; die Aktie gab gestern um 2,6 Prozent nach. Trotz dieser kurzfristigen Schwankung notiert der Wert seit Jahresbeginn mit 6,4 Prozent im Plus. Aktuell liegt der Kurs mit einem Abstand von 5,3 Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt, was auf eine stabile mittelfristige Unterstützung hindeutet.

Die Einschätzungen der Expertenhäuser gehen derzeit weit auseinander. Während die Analysten von Wedbush ein Kursziel von 100 US-Dollar ausgeben und die Aktie mit „Outperform“ einstufen, behält das Analysehaus Zacks ein „Sell“-Rating bei.

Ein entscheidender Termin für die weitere Kursdynamik könnte der 10. November sein: Dann endet die Aussetzung der chinesischen Exportkontrollen für Seltene Erden, was die Preise für diese Rohstoffe am Weltmarkt massiv beeinflussen könnte. Begleitend zu den operativen Zielen gab es zuletzt Bewegungen im Management; so veräußerte der CEO 185.167 Aktien zu einem Preis von 69,14 US-Dollar.

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