MSD, Aktie

MSD Aktie: Keytruda trägt Zahlenwerk

Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 13:41 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Keytruda und Winrevair stützen das Wachstum, während eine Lizenzabschreibung den Quartalsgewinn belastet.
MSD, Aktie, Keytruda, Zahlenwerk, Winrevair, Wachstum, Lizenzabschreibung, Quartalsgewinn Illustration mit AI erstellt.

Der Pharmakonzern MSD, in den USA als Merck & Co. bekannt, übertrifft im dritten Quartal die Erwartungen und hebt seine Jahresziele an. Der Treiber ist nach wie vor das Krebsmittel Keytruda, doch auch neuere Produkte legen kräftig zu. Vorbörslich legte die Aktie am Donnerstag um gut zwei Prozent zu, obwohl die breiteren US-Futures im Minus standen.

Umsatz und Gewinn gehen auseinander

Der Konzernumsatz stieg um fünf Prozent auf 18,1 Milliarden Dollar. Analysten hatten mit rund 17,3 Milliarden gerechnet. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 2,49 Dollar, erwartet worden waren etwa 2,09 Dollar.

Unter dem Strich sank der Gewinn allerdings auf knapp 5,1 Milliarden Dollar, nach 5,8 Milliarden im Vorjahr. Grund ist eine Abschreibung im Zusammenhang mit einem globalen Lizenzabkommen mit SciBrunch Therapeutics. Sie schlägt mit 0,12 Dollar je Aktie zu Buche und ist bereits in der neuen Prognose berücksichtigt.

Keytruda stark, Winrevair holt auf

Keytruda erlöste 8,6 Milliarden Dollar, sechs Prozent mehr als vor einem Jahr und deutlich über den erwarteten 8,0 Milliarden. Davon entfielen 830 Millionen Dollar auf die neue subkutane Variante Keytruda QLEX.

Winrevair legte um 93 Prozent auf 694 Millionen Dollar zu. Das Mittel gilt als wichtiger Baustein, um die Abhängigkeit von Keytruda zu verringern. Der Patentablauf des Krebsmedikaments 2028 bleibt der Hintergrund, vor dem Anleger jede neue Wachstumsquelle bewerten.

Prognose zum wiederholten Mal angehoben

Konzernchef Robert Davis erwartet für 2026 nun einen Umsatz von 66,8 bis 67,3 Milliarden Dollar. Zuvor lag die Spanne bei 66,3 bis 67,3 Milliarden. Es ist nicht die erste Korrektur nach oben in diesem Jahr: Das untere Ende wandert schrittweise nach oben.

Beim bereinigten Gewinn je Aktie peilt das Management jetzt 2,77 bis 2,82 Dollar an, statt zuvor 2,66 bis 2,76 Dollar.

Auch die Analysten reagierten. JPMorgan setzt ein Kursziel von 165 Dollar. Jefferies bleibt bei "Buy" und hebt das Ziel auf 177 Dollar an. Die Aktie notierte vorbörslich bei rund 144 Dollar, der Abstand zu beiden Zielen bleibt damit erheblich.

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