Naspers Aktie: 777.016 eigene Aktien zurückgekauft
Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 19:44 Uhr | Redaktion boerse-global.deNaspers setzt seine Aktienrückkäufe fort, während das Technologieumfeld und chinesische Regulierungsmaßnahmen den Kurs belasten. Ein heute veröffentlichter Kommentar von Tatenda Mututa bei ITWeb Africa nennt diese Faktoren als Gründe für den jüngsten Verkaufsdruck. Die heutige Kursbewegung von 1,6% fällt positiv aus. Seit Jahresanfang steht allerdings eine Veränderung von -34% zu Buche.
Tencent bleibt ein wichtiger Einflussfaktor
Mututa führt die jüngste Schwäche von Naspers und Prosus auf den Ausverkauf bei Technologieaktien und chinesische Regulierungsmaßnahmen zurück. Damit ordnet er den Rückgang vor allem in das Marktumfeld ein. Seine Einschätzung ist keine neue Unternehmensprognose, sondern eine Erklärung der jüngsten Börsenentwicklung.
Die Verbindung zu Tencent macht diesen Zusammenhang für Naspers-Anleger besonders relevant. Laut dem Kommentar besitzt Naspers rund 56,92% an Prosus und hält über diese Beteiligung indirekt rund 24% an Tencent.
Für die Einordnung der Aktie reicht deshalb der Blick auf die eigenen Kapitalmaßnahmen nicht aus. Die Beteiligungsverbindung erklärt, warum Entwicklungen rund um Tencent auch bei Naspers im Mittelpunkt stehen. Rückkäufe und Belastungen aus dem chinesischen Technologieumfeld wirken derzeit nebeneinander.
Rückkaufprogramm läuft unverändert weiter
Gestern meldete Naspers weitere Käufe eigener N-Aktien für den Zeitraum vom 19. bis 23. Oktober. Die Transaktionen gehören zum offenen Rückkaufprogramm, das Naspers gemeinsam mit Prosus am 27. Juni 2022 gestartet hatte.
Naspers erwarb 777.016 eigene N-Aktien zu einem durchschnittlichen Preis von 693,2706 ZAR. Der Gesamtwert belief sich auf 538.682.342 ZAR.
Eine Änderung der Programmbedingungen wurde nicht gemeldet. Die jüngste Mitteilung dokumentiert damit die Fortsetzung des bestehenden Programms und keine neue Rückkaufinitiative. Für Anleger ist diese Unterscheidung wesentlich: Die Käufe setzen eine bekannte Kapitalmaßnahme fort, während die im Kommentar beschriebenen Belastungsfaktoren außerhalb des Programms liegen.
Auch Prosus meldete gestern weitere Käufe eigener Aktien innerhalb des gemeinsamen Programms. Für die Bewertung der Naspers-Mitteilung bleibt jedoch der Erwerb der eigenen N-Aktien der unmittelbare Bezugspunkt.
Erholung mit klarer Einschränkung
Der positive Handelstag steht bislang einem deutlich negativen Jahresverlauf gegenüber. Die fortgesetzten Rückkäufe ändern dieses Bild zunächst nicht grundsätzlich.
Für Anleger treffen damit zwei unterschiedliche Signale aufeinander: Naspers führt das bestehende Programm fort, zugleich verweist die aktuelle Markteinschätzung auf Belastungen durch Technologieverkäufe und chinesische Regulierung. Die Rückkäufe sind konkret beziffert. Eine Entspannung dieser externen Einflussfaktoren lässt sich daraus nicht ableiten.
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