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Navitas Semiconductor Aktie: Armee-Auftrag zĂĽndet Kurssprung

Veröffentlicht am: 29.09.2026 um 00:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der ALATTIS-Zuschlag stärkt Navitas’ Position im Verteidigungssektor; für das dritte Quartal 2026 erwartet das Management rund 13,5 Millionen Dollar Umsatz.

Navitas Semiconductor steigt nach Zuschlag fĂĽr US-Armee-Programm
Hochmoderne Halbleiter-Wafer und elektronische Bauteile in einem industriellen Hightech-Umfeld. Illustration mit AI erstellt.

Ein Rüstungsauftrag der US-Armee hat Navitas Semiconductor am Montagabend einen kräftigen Kursschub beschert. Die Aktie sprang nachbörslich um 14,4 Prozent auf 13,42 Dollar, nachdem das Unternehmen den Zuschlag für das ALATTIS-Programm bekannt gegeben hatte.

Bemerkenswert: Der breite Markt bewegte sich zeitgleich in die entgegengesetzte Richtung — Dow, S&P 500 und Nasdaq gaben wegen neu aufgeflammter Iran-Spannungen und steigender Anleiherenditen nach.

Was hinter dem Armee-Auftrag steckt

Die Army Research Laboratory, ein Teil des Combat Capabilities Development Command, hat Navitas nach eigenen Angaben in einem wettbewerbsintensiven Auswahlverfahren gegen andere US-Siliziumkarbid-Spezialisten durchgesetzt. Ziel des ALATTIS-Programms: die Entwicklung von 10-Kilovolt-Siliziumkarbid-Halbleitern für kritische Militärsysteme — samt eines neuen, bislang nicht verfügbaren heimischen Fertigungsprozesses für Hochspannungs-IGBTs.

Für Navitas ist der Auftrag mehr als nur ein zusätzlicher Umsatzposten. Das Unternehmen positioniert sich mit seiner GeneSiC-Sparte, die Spannungsklassen von 650 Volt bis 6,5 Kilovolt abdeckt, gezielt als Anbieter mit einer US-verankerten Lieferkette — ein Argument, das bei Verteidigungsprojekten zunehmend Gewicht hat. Die Wurzeln dieser Technologie reichen bis 2010 zurück, als Navitas erste Hochspannungs-Thyristoren entwickelte.

Teil einer breiteren Neuausrichtung

Der Armee-Vertrag reiht sich in eine Serie strategischer Schritte ein, die das Geschäftsprofil von Navitas in den vergangenen Monaten verändert haben. Erst kürzlich vereinbarte das Unternehmen eine Technologie-Lizenzpartnerschaft mit Magnachip, die der südkoreanischen Fab Zugang zu den GeneSiC-Prozessen der vierten und fünften Generation verschafft.

Auf operativer Ebene rechnet das Management für das dritte Quartal 2026 mit Nettoumsätzen von rund 13,5 Millionen Dollar — ein Sprung von 28 Prozent gegenüber dem Vorquartal und die Rückkehr zu Wachstum im Jahresvergleich. Nach mehreren schwierigen Quartalen wäre das ein sichtbares Signal der operativen Stabilisierung.

Der Armee-Auftrag selbst trägt vorerst keinen bezifferten Auftragswert, dürfte aber die Positionierung von Navitas im Verteidigungssektor stärken — einem Markt, in dem Lieferkettensicherheit und heimische Fertigung zunehmend über Auftragsvergaben entscheiden.

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