Neurocrine Biosciences Aktie: Wachstumsschub bestätigt
Veröffentlicht am: 31.07.2026 um 01:17 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein Umsatzplus von 39 Prozent in einem einzigen Quartal ist selbst für ein Wachstumsunternehmen bemerkenswert. Neurocrine Biosciences liefert genau das – und schraubt zugleich die eigene Jahresprognose nach oben. Der Markt hatte die Aktie bereits am Mittwoch mit einem 52-Wochen-Hoch von 183,50 Dollar honoriert, noch bevor die Zahlen offiziell vorlagen.
Zwei Wachstumstreiber, ein Ergebnis
Im zweiten Quartal 2026 kletterte der Umsatz auf 959 Millionen Dollar, nach 687,5 Millionen Dollar im Vorjahresquartal. Getragen wird dieses Wachstum von zwei Produkten: Der Bewegungsstörungs-Wirkstoff INGREZZA legte um 15 Prozent auf 716 Millionen Dollar zu, während das noch junge CRENESSITY gegen die seltene Nebennierenerkrankung CAH seinen Umsatz von 53 auf 184 Millionen Dollar mehr als verdreifachte.
Unter dem Strich blieb ein Nettogewinn von 144,4 Millionen Dollar beziehungsweise 1,39 Dollar je Aktie – nach 107,5 Millionen Dollar beziehungsweise 1,06 Dollar im Vorjahr. Bereinigt um Sondereffekte lag der Gewinn bei 296,7 Millionen Dollar oder 2,85 Dollar je Aktie.
Auf Basis dieser Entwicklung hebt Neurocrine die INGREZZA-Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 an: Statt der bisherigen Spanne von 2,7 bis 2,8 Milliarden Dollar erwartet das Unternehmen nun 2,825 bis 2,875 Milliarden Dollar.
Soleno-Übernahme zahlt sich aus
Im Mai hatte Neurocrine die Übernahme von Soleno Therapeutics abgeschlossen und damit Vykat XR ins Portfolio geholt, ein Medikament gegen Hyperphagie bei Prader-Willi-Syndrom. Das Präparat ergänzt ein Portfolio, das bereits INGREZZA für tardive Dyskinesie und Chorea Huntington sowie CRENESSITY umfasst – und verschafft dem Unternehmen ein drittes kommerzielles Standbein neben den beiden etablierten Wirkstoffen.
CEO Kyle Gano verwies bei der Vorlage der Zahlen auf die wachsende Kapazität des Unternehmens, in die eigene Pipeline zu reinvestieren. Für 2027 stehen zwei Phase-3-Auslesungen an, die als richtungsweisend gelten dürften: Osavampator bei schweren depressiven Störungen und Direclidine bei Schizophrenie. Beide Kandidaten sollen das Portfolio über die bestehenden Indikationen hinaus erweitern.
Die Kombination aus zwei zweistellig wachsenden Produkten und einer frisch integrierten Übernahme gibt Neurocrine derzeit einen soliden Wachstumspfad vor. Die nächste Bewährungsprobe für die Pipeline folgt erst im kommenden Jahr, wenn die Phase-3-Daten zu Osavampator und Direclidine vorliegen.
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