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New Fortress Energy Aktie: Altamira-Anlage fällt aus

Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 17:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Ein Turbinenschaden stoppt die LNG-Produktion in Mexiko; zugleich prüft Puerto Rico mögliche Zahlungseinbehalte in Millionenhöhe.

New Fortress Energy: Altamira-Ausfall und Puerto-Rico-Streit belasten Aktie
Industrielle Flüssigerdgas-Anlage bei Nacht mit komplexer Stahlstruktur und atmosphärischer Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt.

Die Aktie von New Fortress Energy gerät am heutigen Donnerstag unter Druck und verliert 7,2 % auf 4,60 USD. Verantwortlich für den jüngsten Kursrückgang ist nach Unternehmensangaben vor allem ein technischer Ausfall der Fast-LNG-Anlage im mexikanischen Altamira.

Nach einem mechanischen Problem an einer Gasturbine befindet sich die Verflüssigungseinheit derzeit außer Betrieb. Das Management stellt eine Wiederaufnahme der Produktion im vierten Quartal in Aussicht.

Stillstand der Verflüssigung in Altamira

Die Abschaltung der Anlage vor der Küste Mexikos trifft das Unternehmen in einer ohnehin sensiblen Phase. Zwar soll die Fast-LNG-Einheit im weiteren Verlauf des vierten Quartals wieder ans Netz gehen, doch der ungeplante Stillstand dämpft die kurzfristigen operativen Aussichten spürbar. Anleger reagieren entsprechend nervös auf die Verzögerungen bei der Gasverflüssigung.

Die Belastungen reihen sich in ein schwieriges Gesamtbild ein: Bereits vor rund einem Monat vollzog das Unternehmen eine Restrukturierung und Rekapitalisierung, zudem erfolgte vor rund einem Monat ein Reverse Stock Split.

Behörden prüfen Einbehalte in Millionenhöhe

Erschwerend kommt ein sich zuspitzender Konflikt in Puerto Rico hinzu. Das dortige Energy Bureau lehnte es ab, einem Antrag des staatlichen Energieversorgers PREPA auf Abänderung einer behördlichen Anordnung vom 30. September stattzugeben. Die Anweisung bleibt damit in Kraft.

Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die Frage, ob erhebliche Summen von Zahlungen an New Fortress Energy abgezogen, verrechnet oder einbehalten werden dürfen. Geprüft werden dabei 74.536.737,05 $ an angeblichen Mehrnominierungen sowie 17.649.888,46 $ für anfallende Kosten von Ersatzbrennstoffen.

Die Regulierungsbehörde stellte jedoch klar, dass diese Summen einer genauen Prüfung unterliegen und noch kein abschließendes Urteil über eine rechtliche Haftung darstellen.

Den Stein ins Rollen gebracht hatte eine Anordnung vom 30. September, nach der die Behörde den Versorger angewiesen hatte, Einbehalte im Zusammenhang mit mutmaßlichen Lieferdefiziten von New Fortress Energy vorzunehmen, beginnend mit 17,6 Millionen $.

NFEnergía stellt Bedingungen für Lieferungen

Der Streit sorgt für erhebliche Spannungen zwischen dem Konzern und den örtlichen Behörden. Medienberichten zufolge teilte die Konzerntochter NFEnergía LLC den Vertretern Puerto Ricos mit, man könne keine weiteren Lieferungen von Flüssigerdgas zusagen, solange die Behörde ihre Anordnung nicht zurücknehme und der Versorger die Begleichung ausstehender Außenstände nicht garantiere.

Immerhin gelang an anderer Stelle ein operativer Zwischenschritt: Bundesrichterin Silvia Carreño Coll erteilte am 1. Oktober die Genehmigung, dass das Schiff Amur River unter festgelegten Sicherheitsauflagen in die Bucht von San Juan einlaufen darf, um Gas am Terminal von NFEnergía zu entladen. Die juristischen und behördlichen Auseinandersetzungen bleiben für die Aktionäre dennoch ein spürbarer Unsicherheitsfaktor.

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