Nike, Aktie

Nike Aktie: Deutsche Bank senkt Kursziel

Veröffentlicht am: 12.10.2026 um 02:58 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Schwache China-Geschäfte und Zweifel am Umbau belasten Nike; das Sparprogramm soll bis 2031 rund 2,5 Milliarden Dollar einsparen.

Overhead-Flatlay von Sportausrüstung: Sneaker, Shorts, Trinkflasche und Stoppuhr auf Weiß
Nike Inc US6541061031 Laufausrüstung als sauberes Flatlay von oben auf weißem Hintergrund präzise angeordnet Illustration mit AI erstellt.

Die Skepsis am Kapitalmarkt gegenüber dem Sportartikelhersteller Nike reißt nicht ab. Am Freitag senkte die Deutsche Bank ihr Kursziel für die Aktie von $37 auf $33 und behielt die Einstufung auf „Hold“ bei. Medienberichten zufolge spiegelt der Schritt die anhaltenden Herausforderungen wider, vor denen der Konzern bei der Neuausrichtung seines Geschäfts steht.

Im bisherigen Jahresverlauf steht für das Papier ein Minus von 41 Prozent zu Buche. Mit einem Schlusskurs von 31,00 Euro notiert der Titel weiterhin spürbar unter seinem 200-Tage-Durchschnitt von 41,14 Euro.

Zurückhaltende Einstufungen nach Quartalsbericht

Die Anpassung durch die Deutsche Bank folgt auf deutliche Kritik anderer Institute. Das Analysehaus begründete die Entscheidung mit strukturellen Marktanteilsverlusten sowie einer geschwächten Rolle im weltweiten Sportartikelmarkt.

Laut Reuters belasten vor allem die anhaltende Schwäche auf dem chinesischen Markt und Zweifel am Tempo des Umbaus die Stimmung der Anleger. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 sank der Umsatz um vier Prozent auf 11,2 Milliarden Dollar. Die Bruttomarge legte im selben Zeitraum um 60 Basispunkte auf 42,8 Prozent zu.

Umbauprogramm Pace soll Milliarden sparen

Das Management steuert mit dem mehrjährigen Unternehmensprogramm Pace gegen. Die Initiative sieht vor, die Lieferkette zu optimieren und einen neuen Campus in Indien aufzubauen. Bis zum Geschäftsjahr 2031 stellt Nike kumulierte Einsparungen von rund 2,5 Milliarden Dollar in Aussicht. Dem stehen erwartete Vorsteuerbelastungen von etwa 1,0 Milliarde Dollar gegenüber.

Zugleich plant das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2028 eine Neuordnung der regionalen Zuständigkeiten. Die operative Struktur soll künftig auf die drei Regionen Americas, EMEA sowie Asien-Pazifik und Greater China (APGC) konzentriert werden. Medienberichten zufolge gehen mit diesen Einschnitten auch Stellenstreichungen einher.

Neue Akzente im Marketing

Neben den Sparmaßnahmen setzt Nike auf punktuelle Marketingimpulse. Am Donnerstag kündigte das Unternehmen eine Kooperation unter dem Titel „Nike x Nigo Air Force 1 World Tour“ an. Am Mittwoch zuvor hatte der Konzern elf Athleten der Stanford University in seinen Förderkader aufgenommen.

Gleichzeitig gab es Bewegung auf Führungsebene. Nach einer Pflichtmitteilung meldete der ehemalige Unternehmensverantwortliche Matthew Friend Anfang vergangener Woche den geplanten Verkauf von 19.572 Aktien der Gattung Class B an. Ob die Transaktion bereits abgeschlossen wurde, geht aus der Meldung nicht hervor.

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