Nike, Aktie

Nike Aktie: Margenausweitung ab Q1 2027 erwartet

Veröffentlicht am: 19.08.2026 um 10:50 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Nike rechnet bereits im ersten Quartal 2027 mit einer Margenausweitung. Der Aktienkurs bleibt trotzdem schwach, während Führungswechsel und Dividende für Bewegung sorgen.

Nike: Finanzchef erwartet frühere Margenerholung als geplant
Abstrakte Darstellung einer modernen Designumgebung mit Fokus auf hochwertige Textilien und optimistische Marktstimmung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der US-Sportartikelhersteller Nike sieht einen ersten Lichtblick in seiner finanziellen Neuausrichtung. Medienberichten vom gestrigen Dienstag zufolge geht Finanzvorstand Matt Friend davon aus, dass die Ausweitung der Bruttomarge bereits im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 einsetzen wird. Damit würde die Erholung früher eintreten, als es die bisherigen Prognosen des Unternehmens vermuten ließen.

Diese Entwicklung wird am Markt als Signal gewertet, dass die eingeleiteten Sparmaßnahmen und Effizienzsteigerungen schneller greifen könnten als gedacht.

Trotz dieser vorsichtigen Zuversicht bleibt der Druck auf den Aktienkurs hoch. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier ein Minus von 34 % und notiert aktuell bei 34,59 €. Damit liegt der Wert weiterhin deutlich unter seinem 52-Wochen-Hoch von 68,62 €, das im August des vergangenen Jahres erreicht wurde.

Die Skepsis bezüglich der langfristigen Wachstumsstrategie und die Schwäche auf dem wichtigen chinesischen Markt belasteten die Bewertung zuletzt erheblich.

Personalwechsel und Dividendenbestätigung

Inmitten dieser operativen Herausforderungen vermeldete der Konzern am Montag eine personelle Veränderung in der Führungsebene. Johanna Nielsen, Vice President und Chief Accounting Officer, wird das Unternehmen zum 4. September verlassen.

Bis eine dauerhafte Nachfolge gefunden ist, übernimmt David Denton, der neu ernannte Executive Vice President und Chief Financial Officer, interimistisch die Aufgaben des Corporate Controllers. Dieser Wechsel in der Finanzverwaltung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Nike seine Kostenstrukturen massiv unter die Lupe nimmt.

Parallel zu den personellen Weichenstellungen bestätigte das Board of Directors die Fortführung der Dividendenpolitik. Für die Stammaktien der Klassen A und B wurde eine Quartalsdividende von 0,41 US-Dollar pro Anteilsschein beschlossen. Die Auszahlung erfolgt am 1. Oktober an die Aktionäre, die zum Handelsschluss am 1. September registriert sind.

Die Analysten von Zacks Research zeigten sich hingegen weniger überzeugt von der kurzfristigen Dynamik und senkten in der vergangenen Woche ihre Schätzung für den Gewinn je Aktie im Geschäftsjahr 2029 von 2,63 auf 2,56 US-Dollar. Das Haus behält seine Einstufung auf „Strong Sell“ bei.

Entspannung an der Rechtsfront

An anderer Stelle konnte das Unternehmen eine rechtliche Hürde nehmen. Die US-Behörde EEOC beantragte am vergangenen Mittwoch beim Bundesgericht in Missouri die Einstellung eines Verfahrens zur Durchsetzung einer Vorladung.

Nike hatte zuvor die geforderten Informationen und Dokumente aus dem Zeitraum von März bis August vorgelegt. Damit besteht aus Sicht der Behörde kein weiterer Klärungsbedarf in dieser Angelegenheit mehr, was eine potenzielle rechtliche Flanke für den Konzern schließt.

Zudem treibt das Unternehmen seine Produktoffensive voran, um die Attraktivität der Marke zu steigern. Am vergangenen Donnerstag startete der Verkauf des neuen Schuhmodells Nike Ja 4. Das Produkt wurde zunächst in fünf verschiedenen Farbvarianten auf der eigenen Website und bei ausgewählten Einzelhändlern eingeführt.

Eine weitere Markteinführung unter dem Namen „12 Time“ ist für Anfang September geplant. Diese Produktveröffentlichungen sind Teil der Strategie, durch Innovationen und neue Kollektionen die zuletzt schwächelnden Absatzzahlen im Direktvertrieb wieder anzukurbeln. Ob diese Impulse ausreichen, um die Trendwende nachhaltig einzuleiten, wird sich in den kommenden Quartalszahlen zeigen.

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