Nintendo, Aktie

Nintendo Aktie: UBS stuft auf Sell herab

Veröffentlicht am: 29.09.2026 um 12:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

UBS erwartet Margendruck und weniger SoftwarebeitrÀge; starke Hardware-Nachfrage und ein US-Urteil ergÀnzen das Bild.

Nintendo-Aktie: UBS senkt Rating und Kursziel deutlich
Ein moderner Gaming-Controller in einer stimmungsvollen, minimalistischen Studiobeleuchtung. Illustration mit AI erstellt.

Die Schweizer Großbank UBS sieht fĂŒr den japanischen Videospielkonzern Nintendo schweren Gegenwind heraufziehen. Die Analysten des Instituts senkten ihre Einstufung fĂŒr die Aktie von „Neutral“ auf „Sell“ und kappten das Kursziel deutlich von 7.800 auf 5.500 Yen. Im heutigen Handel legte der Titel im europĂ€ischen GeschĂ€ft dennoch um 1,7 Prozent auf 44,34 Euro zu.

Margendruck durch Speicherkosten und Software-Flaute

Hinter der skeptischen Haltung der UBS stehen fundamentale Bedenken hinsichtlich der kurz- und mittelfristigen ProfitabilitĂ€t. Die Experten warnen vor steigenden Kosten fĂŒr Speicherkomponenten, die auf die Margen der Konsolenproduktion drĂŒcken.

Gleichzeitig belaste ein geringerer Beitrag großer konzerneigener Spieletitel die durchschnittlichen Verkaufspreise. Hinzu komme eine abflauende Nachfrage von Nutzern beim Aufbau ihrer Software-Bibliothek wĂ€hrend des Wechsels auf die neue Konsolengeneration.

FĂŒr das Quartal von Juli bis September rechnet die UBS mit einem operativen Gewinn von 80,2 Milliarden Yen. Diese Prognose liegt rund 13 Prozent unter dem aktuellen Marktkonsens. Andere HĂ€user blicken dagegen optimistischer auf die Perspektiven des Konzerns: WĂ€hrend BNP Paribas Exane die Beobachtung mit „Neutral“ aufnahm, bekrĂ€ftigte die Citigroup ihre Kaufempfehlung.

Hohe Hardware-Nachfrage und anstehende Veröffentlichungen

Trotz der vorsichtigen Töne aus dem Analysehaus bleibt das Kundeninteresse an Nintendos Hardware-Sondereditionen groß. In den USA öffnete der Konzern am gestrigen Montag ein weiteres Vorbestellfenster fĂŒr die Sonderausgabe der Konsole zum 40. JubilĂ€um der Zelda-Reihe zum Preis von 519,99 US-Dollar. Die verfĂŒgbaren BestĂ€nde waren bei mehreren großen EinzelhĂ€ndlern nach kurzer Zeit vergriffen.

Auch auf der Softwareseite bereitet das Unternehmen wichtige Veröffentlichungen vor. Das Remake von „The Legend of Zelda: Ocarina of Time“ soll am 5. November erscheinen und wird neben modernisierter Grafik und Steuerung zusĂ€tzliche Komfortfunktionen enthalten.

Zuletzt fĂŒhrte zudem der Strategietitel „Fire Emblem: Fortune’s Weave“ nach SchĂ€tzungen des Fachmagazins Famitsu mit 127.131 physisch verkauften Einheiten in der Startwoche die japanischen Verkaufscharts an.

Juristische Auseinandersetzungen im Fokus

Neben dem operativen GeschĂ€ft erzielte Nintendo in den USA einen juristischen Erfolg gegen Urheberrechtsverletzungen. Das US-Bezirksgericht fĂŒr den westlichen Distrikt Washington fĂ€llte am 23. September ein VersĂ€umnisurteil gegen die Betreiber des Piraterienetzwerks Archbox. Nintendo of America wurden dabei 4,5 Millionen US-Dollar an gesetzlichem Schadenersatz zugesprochen, verbunden mit der dauerhaften Abschaltung der betroffenen Internetseiten.

Zugleich richtet sich die Aufmerksamkeit auf die juristische Auseinandersetzung in Japan: Im Patentstreit zwischen Nintendo und dem Entwicklerstudio Pocketpair rund um den Titel „Palworld“ ist die nĂ€chste Anhörung vor dem Bezirksgericht Tokio fĂŒr den kommenden Donnerstag, den 1. Oktober, angesetzt.

Anzeige

Nintendo-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nintendo-Analyse vom 29. September liefert die Antwort:

Die neusten Nintendo-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf fĂŒr Nintendo-AktionĂ€re. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Nintendo: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer...

de | JP3756600007 | NINTENDO | boerse | 70197474 |