Nordex: Quartalszahlen treiben Aktie nach oben
Veröffentlicht am: 18.10.2026 um 06:24 Uhr | Redaktion boerse-global.deDie ĂŒberraschend starken Quartalszahlen haben Nordex am Freitag einen Kursgewinn von 4,3% beschert. Laut dpa gaben die Ergebnisse den Ausschlag. FĂŒr Anleger zĂ€hlt dabei das Zusammenspiel: Nordex hat die operative ProfitabilitĂ€t verbessert und zugleich mehr ProjektauftrĂ€ge gewonnen.
Ergebnis wÀchst schneller als Umsatz
Nordex meldete am Donnerstag fĂŒr das dritte Quartal 2026 einen vorlĂ€ufigen Umsatz von rund 2.187 Millionen Euro. Im Vorjahresquartal waren es 1.706 Millionen Euro gewesen. Die Zahlen sind noch ungeprĂŒft.
Entscheidend fĂŒr die Einordnung ist nicht allein das höhere GeschĂ€ftsvolumen. Das operative Ergebnis legte deutlich stĂ€rker zu als der Umsatz. Damit geht die Verbesserung ĂŒber einen reinen Wachstumseffekt hinaus: Nordex erwirtschaftete mit dem erzielten Umsatz eine höhere operative Rendite.
Das EBITDA stieg von 136 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf rund 278 Millionen Euro. Die EBITDA-Marge erreichte 12,7 Prozent.
Dieser Ergebnisanstieg bildet den Hintergrund fĂŒr den höheren Jahresausblick. FĂŒr die Bewertung bleibt die Unterscheidung wichtig: Das Quartalsergebnis ist vorlĂ€ufig gemeldet, die Jahresmarge weiterhin eine Prognose.
Auftragseingang stĂŒtzt die Einordnung
Auch die Entwicklung der Bestellungen spricht fĂŒr eine breitere operative Verbesserung. Die Auftragsmeldung ergĂ€nzt die Ergebniszahlen um die Nachfrageseite. Sie bezieht sich allerdings ausschlieĂlich auf das Segment Projekte und schlieĂt das ServicegeschĂ€ft ausdrĂŒcklich aus.
Am 12. Oktober meldete Nordex fĂŒr das dritte Quartal einen Auftragseingang von 2.810 Megawatt. Das entsprach einem Zuwachs von 29,5 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahresquartal.
Der Anstieg beschrĂ€nkt sich damit nicht auf die Ergebnisrechnung. Allerdings sind Auftragseingang und Umsatz unterschiedliche GröĂen: Aus den Bestellungen lĂ€sst sich nicht unmittelbar die kĂŒnftige ProfitabilitĂ€t ableiten.
FĂŒr die ersten neun Monate 2026 erreichte der Projekt-Auftragseingang 7.733 Megawatt. GegenĂŒber dem Vorjahreszeitraum bedeutete das ein Plus von 16,1 Prozent.
Analysten reagierten mit höheren SchÀtzungen
Die Analystenreaktionen knĂŒpften an die besseren GeschĂ€ftszahlen an. Sie sind damit eine Folge der operativen Entwicklung und kein davon unabhĂ€ngiger Kurstreiber.
MWB Research hob im selben zeitlichen Zusammenhang die kurz- und mittelfristigen Gewinn- und UmsatzschÀtzungen an.
Das Kursziel von MWB Research stieg dabei von 44 auf 47 Euro. Der gemeinsame Nenner der EinschĂ€tzungen ist die verbesserte Ertragsbasis. FĂŒr Anleger steht deshalb weniger die einzelne Zielmarke im Mittelpunkt als die Frage, ob Nordex die höhere ProfitabilitĂ€t auch bei der weiteren Abarbeitung der AuftrĂ€ge halten kann.
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