Novartis Aktie: ALS-Kandidat in klinischer Studie gestoppt
Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 05:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Novartis muss einen weiteren RĂŒckschlag in der Medikamentenentwicklung hinnehmen. Am Mittwoch stoppte der Pharmakonzern die Entwicklung eines experimentellen Mittels gegen die Nervenkrankheit ALS. Eine klinische Mid-Stage-Studie wurde vorzeitig beendet, nachdem das PrĂ€parat im Vergleich zu einem Placebo keine Wirksamkeit gezeigt hatte.
Der Abbruch reiht sich in eine Serie von Studienmisserfolgen im laufenden Monat ein. Bereits am 4. September hatte die Phase-III-Studie Lp(a)HORIZON mit dem Wirkstoff Pelacarsen ihren primĂ€ren Endpunkt verfehlt, da eine Reduktion kardiovaskulĂ€rer Ereignisse gegenĂŒber Placebo ausblieb.
Vor rund zwei Wochen meldete Novartis zudem fĂŒr Del-Desiran einen Misserfolg: In der Phase-III-Studie HARBOR zur Behandlung der Myotonen Dystrophie Typ 1 konnte bei der Ăffnungszeit der Hand im Videotest keine signifikante Besserung gegenĂŒber dem Scheinmedikament nachgewiesen werden.
Kritik an ZukÀufen wÀchst
Die HĂ€ufung der klinischen DĂ€mpfer sorgt fĂŒr wachsende Unruhe unter den Anteilseignern. Laut Berichten von Reuters und der Börsen-Zeitung geriet die Ăbernahmestrategie von Konzernchef Vas Narasimhan zuletzt verstĂ€rkt in die Kritik. Investoren hinterfragen insbesondere den Zukauf von Avidity, aus dem Del-Desiran hervorgegangen war, nachdem sich die Hoffnungen auf einen schnellen Zulassungserfolg zerschlagen haben.
ZusĂ€tzliche Verunsicherung hatte bereits ein schwerer Zwischenfall bei zellulĂ€ren Therapien ausgelöst. Ende August musste der Konzern klinische Studien mit der experimentellen CAR-T-Zelltherapie Rapcabtagen Autoleucel stoppen. Anlass fĂŒr die MaĂnahme bei den Programmen gegen Autoimmun- und neurologische Erkrankungen waren drei TodesfĂ€lle infolge schwerer Immunreaktionen.
Berenberg senkt Kursziel
Die jĂŒngsten FehlschlĂ€ge hinterlassen auch an den FinanzmĂ€rkten Spuren. Die Analysten von Berenberg passten am Mittwoch ihre Bewertung an und senkten das Kursziel fĂŒr die Aktie auf 105 CHF. Am Freitag beendete der Titel den Handel bei 122,44 Euro und notiert damit 15 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch.
Bis zum Jahresende richtet sich der Blick der Anleger nun auf die verbliebenen Pipeline-Projekte. Berenberg erwartet in den kommenden Monaten Phase-III-Daten zu Remibrutinib bei der Hauterkrankung Hidradenitis suppurativa sowie Phase-II-Ergebnisse zum Hypertonie-Kandidaten QCZ484. FĂŒr das Gesamtjahr 2026 bleibt die am 21. Juli bekrĂ€ftigte Unternehmensprognose bestehen: Novartis rechnet beim Nettoumsatz mit einem Zuwachs im niedrigen einstelligen Prozentbereich, wĂ€hrend das operative Kernergebnis um einen niedrigen einstelligen Prozentsatz nachgeben soll.
Novartis-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Novartis-Analyse vom 21. September liefert die Antwort:
Die neusten Novartis-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf fĂŒr Novartis-AktionĂ€re. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Novartis: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
