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Novo Nordisk Aktie: CHMP empfiehlt FREHEMGO und Sogroya

Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 10:06 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Novo Nordisk erhĂ€lt positive EU-Voten fĂŒr zwei PrĂ€parate und baut Forschungsallianzen aus, wĂ€hrend die Aktie seit Jahresbeginn 14 Prozent verliert.

Modernes nordisches Forschungszentrum, Glasfassade, Skandinavisches Architekturdesign
Novo Nordisk A/S (DK0062498333): nordisches Forschungszentrum mit Glasfassade und klaren skandinavischen Linien Illustration mit AI erstellt.

Der dĂ€nische Pharmakonzern richtet seinen Blick nach vorn. Begleitet wird die Veranstaltung von Zulassungsschritten in der europĂ€ischen ArzneimittelprĂŒfung und neuen Kooperationen in Forschung und Technologie, wĂ€hrend die Aktie im vorbörslichen Handel bei 37,80 Euro notiert.

CEO Mike Doustdar hatte die Belegschaft am 15. September auf eine stĂ€rkere Kundenorientierung eingeschworen, um die Dynamik im Markt fĂŒr Adipositas-Therapien wieder zu steigern.

Zuvor hatte das Unternehmen am 14. September einen ĂŒberarbeiteten Markenauftritt unter dem Namen „Novo“ eingefĂŒhrt, wĂ€hrend der rechtliche Name Novo Nordisk A/S unverĂ€ndert bleibt. Mit dem Leitbild „The Novo Way“ rĂŒckte der Konzern die Schwerpunkte Kundenorientierung, WettbewerbsfĂ€higkeit, Klarheit sowie IntegritĂ€t in den Mittelpunkt.

Die Neuausrichtung folgt auf RĂŒckschlĂ€ge in der Kardiologie, nachdem am 7. September zwei Studien zum Wirkstoffkandidaten Ziltivekimab bei Herzinsuffizienz gestoppt wurden. Eine separate Untersuchung bei Patienten nach einem Herzinfarkt wird fortgefĂŒhrt; Ergebnisse werden fĂŒr das erste Halbjahr 2027 erwartet.

EuropĂ€ische Zulassungsempfehlungen fĂŒr FREHEMGO und Sogroya

Auf regulatorischer Ebene meldete das Unternehmen vor dem Strategietag wichtige Fortschritte. Am Freitag gab der Ausschuss fĂŒr Humanarzneimittel (CHMP) der EuropĂ€ischen Arzneimittel-Agentur eine positive Stellungnahme fĂŒr das einmal wöchentlich verabreichte Medikament Sogroya (Somapacitan) bei Kindern mit idiopathischem Kleinwuchs ab. Die endgĂŒltige Entscheidung der EuropĂ€ischen Kommission wird noch im Laufe des Jahres 2026 erwartet.

Bereits am Donnerstag hatte der CHMP zudem die Zulassung fĂŒr FREHEMGO (Denecimig) zur Behandlung von HĂ€mophilie A bei Erwachsenen und Kindern empfohlen. Das PrĂ€parat wird ĂŒber einen Fertigpen in wöchentlichen, zweiwöchentlichen oder monatlichen Intervallen dosiert.

Ergebnisse der Phase-3b-Studie FRONTIER5 im Fachblatt Journal of Thrombosis and Haemostasis belegten zeitgleich, dass ein direkter Wechsel von Emicizumab auf Denecimig ohne Auswaschphase oder Initialdosis vertragen wurde. Die Untersuchung ĂŒber 26 Wochen zeigte keine unvorhergesehenen Sicherheitsbedenken.

Forschungskooperationen mit Orbis und Anthropic

Parallel zur klinischen Entwicklung trieb der Konzern seine Kooperationen voran.

Die Übereinkunft umfasst Vorab- und Meilensteinzahlungen sowie gestaffelte LizenzgebĂŒhren und wird durch eine strategische Beteiligung an Orbis ergĂ€nzt.

Die Claude-Modelle sowie Claude Science sollen in ausgewĂ€hlten ForschungsablĂ€ufen eingesetzt werden, um die Wirkstofffindung zu beschleunigen und die Softwareentwicklung zu unterstĂŒtzen. Finanzielle Details der Vereinbarung wurden nicht veröffentlicht.

Trotz der operativen Impulse spiegelt die Kursentwicklung die Skepsis des Marktes wider: Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie ein Minus von 14 Prozent.

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