Novozymes Aktie: Erste Milliarde für Aktionäre
Veröffentlicht am: 19.08.2026 um 17:59 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein starkes erstes Halbjahr, eine angehobene Jahresprognose und erstmals ein milliardenschweres Rückkaufprogramm — Novonesis, wie Novozymes seit der Fusion mit Chr. Hansen firmiert, liefert an diesem Mittwoch gleich drei Nachrichten auf einmal.
Wachstum übertrifft eigene Erwartungen
Im ersten Halbjahr 2026 wuchs der organische Umsatz um 8 Prozent, im zweiten Quartal sogar um 9 Prozent. Getragen wurde das Wachstum von beiden Sparten: Food & Health Biosolutions legte um 9 Prozent zu, angetrieben vor allem vom Geschäft mit Lebensmitteln und Getränken. Planetary Health Biosolutions wuchs um 7 Prozent, wobei sowohl Haushaltspflege als auch Landwirtschaft, Energie und Technologie überdurchschnittlich liefen.
Die operative Marge kletterte auf 37,7 Prozent und lag damit über dem Vorjahreswert, obwohl Währungseffekte gegenläufig wirkten. Der bereinigte Nettogewinn stieg um 8 Prozent.
Auf Basis dieser Zahlen hob das Management die Jahresprognose an: Das organische Umsatzwachstum soll 2026 nun bei 7 bis 8 Prozent liegen, zuvor waren 5 bis 7 Prozent avisiert. Bei der EBITDA-Marge peilt Novonesis das obere Ende der Spanne von 37 bis 38 Prozent an.
Erstmals eigene Aktien im Visier
Parallel zur Prognoseanhebung kündigte der Vorstand ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von einer Milliarde Euro an — das erste seiner Art in der Unternehmensgeschichte. Es soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 starten und bis Ende 2029 abgeschlossen sein, basierend auf der Ermächtigung durch die Hauptversammlung. Der Großteil der zurückgekauften Aktien wird eingezogen, ein kleinerer Teil dient der Bedienung von Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen.
Bemerkenswert ist die Rolle des Ankeraktionärs Novo Holdings: Der Haupteigentümer will sich über Aktienverkäufe am Programm beteiligen und dabei seinen Anteil von rund 25,5 Prozent nach Einziehung der Aktien konstant halten. Für die Halbjahresperiode beschloss der Vorstand zudem eine Zwischendividende von 2,35 dänischen Kronen je Aktie.
Zusätzlich bestätigte das Unternehmen die bereits Anfang August vereinbarte Übernahme der verbleibenden 77 Prozent an MicroBioGen. Damit setzt Novonesis seine Wachstumsstrategie über Zukäufe fort, während gleichzeitig der Kapitalrückfluss an Aktionäre erstmals strukturell verankert wird — ein Signal für das Vertrauen des Managements in die freie Cashflow-Generierung des Unternehmens.
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