Nvidia Aktie: Hugging-Face-Deal wartet auf Genehmigung
Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 22:58 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Mit der vereinbarten Ăbernahme der KI-Plattform Hugging Face treibt Nvidia seine Expansion in der Software- und Entwickler-Infrastruktur weiter voran. Die Transaktion mit einem Gesamtvolumen von 12,93 Milliarden US-Dollar markiert den zweitgröĂten Zukauf der Unternehmensgeschichte nach der 20 Milliarden Dollar schweren VermögensĂŒbernahme des Chipentwicklers Groq.
GroĂĂŒbernahme sichert Zugang zur Entwickler-Community
Die Vereinbarung mit Hugging Face Inc. sieht Barzahlungen von rund 11,9 Milliarden Dollar sowie Mitarbeiter-Aktienprogramme im Wert von bis zu einer Milliarde Dollar vor. Das Zielunternehmen betreibt eine zentrale Plattform fĂŒr die Entwicklung, Verteilung und Bereitstellung von Open-Source-KI-Modellen und DatensĂ€tzen.
Durch die Integration bindet Nvidia eine globale Community von Entwicklern noch enger an die eigene Hard- und Softwareumgebung. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigungen und ĂŒblichen Abschlussbedingungen.
ZusĂ€tzliche Impulse setzt der Konzern in der operativen Logistik. Im Rahmen einer Kooperation mit Palantir Technologies bringt Nvidia eigene Nemotron-Modelle zum Einsatz, um komplexe Lieferketten fĂŒr KI-GroĂrechner zu steuern. Bei Systemen wie den Vera-Rubin-Racks mĂŒssen pro Einheit rund 1,3 Millionen Einzelteile koordiniert werden.
Kursanstieg löst VerkÀufe im Management aus
Die VerĂ€uĂerung durch Kress erfolgte auf Basis eines Handelsplans nach Rule 10b5-1, den die Finanzchefin am 16. Juni 2026 aufgesetzt hatte. Solche PlĂ€ne dienen dazu, Transaktionen von FĂŒhrungskrĂ€ften unabhĂ€ngig von aktuellen Unternehmensentwicklungen automatisiert auszufĂŒhren.
Die Gewinnmitnahmen im Direktorium bremsen das Vertrauen der Wall Street bislang nicht. Die Analysten stĂŒtzen damit den breiten Marktkonsens, der den Titel weiterhin ĂŒberwiegend positiv einstuft.
Erwartungsdruck vor den Quartalszahlen
An der Börse ging die Nvidia-Aktie am Freitag bei 193,10 Euro aus dem Handel. Der Wert notiert damit 4,6 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 202,50 Euro, das Mitte Mai erreicht worden war.
FĂŒr das laufende dritte Quartal peilt das Management rund 108,0 Milliarden Dollar an, wobei UmsĂ€tze mit Rechenzentren in China vorsorglich ausgeklammert bleiben.
Am 1. Oktober schĂŒttet der Konzern zudem seine nĂ€chste Quartalsdividende von 0,25 Dollar je Anteilsschein an die per Stichtag 10. September registrierten AktionĂ€re aus.
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