OCI Aktie: Gericht weist VEB-Untersuchung ab
Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 06:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Gestern wies die Unternehmenskammer des Berufungsgerichts Amsterdam ein Untersuchungsbegehren gegen OCI ab. Die niederländische Anlegervereinigung VEB und weitere Aktionäre hatten eine offizielle Untersuchung des Unternehmensgebarens gefordert.
Mit dem gerichtlichen Entscheid ist dieser Vorstoß gescheitert. Zugleich bestätigte OCI, dass das Übernahmeangebot der NNS Holding sowie die außerordentliche Hauptversammlung am 30. Oktober im Zeitplan bleiben.
Die Richter wiesen das Gesuch vollständig zurück. Zudem verpflichtete das Gericht die VEB und die Partei Smits zur Zahlung der verwaltungsrechtlichen Verfahrenskosten. Diese belaufen sich auf insgesamt rund 18.000 Euro. Für das Unternehmen bedeutet der Richterspruch eine wichtige juristische Klärung, nachdem die Einwände der Aktionärsvertreter im Vorfeld für Diskussionen gesorgt hatten.
Streitpunkte um Steuerfragen und Klauseln
Vor der Entscheidung hatte die VEB deutliche Bedenken an den Bedingungen der geplanten Schritte angemeldet. Im Mittelpunkt standen dabei eine Verzichtsklausel im Rahmen des NNS-Angebots sowie Regelungen zur niederländischen Dividendenquellensteuer. Zudem forderte die Aktionärsseite Details zu offenen Bedingungen für die geplante Transaktion zwischen OCI und Orascom Construction.
OCI hatte die Vorwürfe nicht unkommentiert gelassen. Das Unternehmen veröffentlichte das Schreiben der VEB zusammen mit einer eigenen Erwiderung, um die aufgeworfenen Fragen zu den Bedingungen und steuerlichen Aspekten zu beantworten. Mit dem Beschluss der Amsterdamer Richter ist der Versuch, eine Sonderuntersuchung durchzusetzen, vorerst abgewehrt.
Zeitplan für Hauptversammlung steht
Für die Anteilseigner richtet sich der Blick nun auf die anstehenden Weichenstellungen. Das Barangebot der NNS Holding liegt seit gut drei Wochen vor. Die außerordentliche Hauptversammlung am 30. Oktober bildet dabei den nächsten Meilenstein. Dort stimmen die Aktionäre über die weiteren Schritte des Konzerns ab.
An den Finanzmärkten untermauert der Ausgang des Verfahrens die jüngste Entwicklung. Gestern schloss das OCI-Papier bei 4,14 Euro. Mit einem Zuwachs von 37 Prozent seit Jahresbeginn notiert der Titel weiterhin auf einem gefestigten Niveau.
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