Omatopankki Oyj Aktie: Neuer CEO kommt von S-Bank
Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 16:10 Uhr | Redaktion boerse-global.deEinen Monat nach Abschluss der Übernahme sortiert S-Bank die Führung von Omatopankki neu. Der Verwaltungsrat hat Iikka Kuosa zum Vorstandschef ernannt, er tritt sein Amt noch heute an. Parallel dazu stellte die außerordentliche Hauptversammlung die Gremien um.
Kuosa soll die Integration steuern
Kuosa wechselt von S-Bank, wo er seit April 2024 als Bereichsvorstand für das Bankgeschäft und stellvertretender Konzernchef tätig war. Zuvor hatte er Führungsposten bei S-Bank und der Citibank inne. Seine Aufgabe: das Integrationsprojekt auf beiden Seiten leiten und dafür sorgen, dass der Kundenservice während des Umbaus reibungslos läuft. Verwaltungsratschefin Riikka Laine-Tolonen verwies auf seine Erfahrung mit solchen Vorhaben.
Eine Formalie steht noch aus: Die Prüfung der Eignung durch die finnische Finanzaufsicht ist offen. Sarianna Liiri bleibt stellvertretende Vorstandschefin. Der bisherige CEO Karri Alameri ist mit seiner Wahl in den Verwaltungsrat aus dem Amt geschieden.
Gremien nach S-Bank-Vorschlägen umgebaut
Die Hauptversammlung folgte bei allen Punkten den Vorschlägen von S-Bank. Sie löste den Nominierungsausschuss der Aktionäre auf und strich die entsprechende Satzungsklausel. Fünf Mitglieder bilden nun den Verwaltungsrat, Laine-Tolonen führt ihn, Mika Heikkilä ist ihr Stellvertreter. Als Abschlussprüfer wurde KPMG gewählt.
Der Verwaltungsrat selbst schaffte den Prüfungs- und den Vergütungsausschuss ab. Ihre Aufgaben übernimmt künftig das gesamte Gremium. Nur der Risikoausschuss bleibt bestehen, den Vorsitz hat Irma Gillberg-Hjelt.
Zahlen mit Schattenseiten
Die heute veröffentlichten Quartalszahlen zeigen, warum die Integration Kuosas Aufmerksamkeit braucht. Der vergleichbare Vorsteuergewinn sank im dritten Quartal auf 9,5 Millionen Euro, nach 16,1 Millionen im Vorjahr. Die Eigenkapitalrendite fiel auf 4,8 Prozent.
Belastet wird das Ergebnis von Wertberichtigungen, die um gut 40 Prozent auf 14,2 Millionen Euro stiegen. Besonders bei Immobilienkrediten an kleine und mittlere Unternehmen steigen die faulen Engagements. Die Nettozinserträge gaben um 6,4 Prozent nach, das Neugeschäft schwächelte während des Übernahmeprozesses. Die Provisionserlöse wuchsen dagegen um 2,0 Prozent.
Die Kapitalquote verbesserte sich auf 19,6 Prozent. Für 2026 erwartet die Bank weiterhin einen deutlich sinkenden vergleichbaren Vorsteuergewinn, nach 56,9 Millionen Euro im Vorjahr. Die Gewinnwarnung vom 29. September bleibt damit in Kraft. Die Ratingagentur S&P hob die Bonitätsnote zuletzt auf BBB+ an. Das Protokoll der Hauptversammlung erscheint spätestens am 19. November 2026.
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