Omnicom Aktie: Farnam übernimmt Rechnungswesen
Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 16:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Führungsetage der Omnicom Group stellt sich im Finanzbereich neu auf. Der US-amerikanische Werbe- und Marketingkonzern hat Jordan Farnam zum neuen Chief Accounting Officer sowie Vice President für Global Financial Reporting ernannt. Der 44-Jährige übernimmt die Verantwortung für das weltweite Rechnungswesen mit Wirkung zum 1. Oktober.
Farnam folgt auf Andrew Castellaneta, der nach mehr als 25 Jahren als Senior Vice President und Chief Accounting Officer in den Ruhestand getreten ist.
Wie das Unternehmen im Rahmen einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC bekannt gab, bleibt Castellaneta dem Konzern während einer Übergangsphase weiter erhalten. Der Wechsel erfolge im besten Einvernehmen und sei nicht auf Differenzen über Richtlinien oder die Rechnungslegungspraxis zurückzuführen.
Erfahrener Nachfolger aus den eigenen Reihen
Mit Farnam rückt eine Führungskraft nach, die bereits seit Januar 2024 als Vice President für das globale Reporting bei Omnicom tätig ist. Vor seinem Wechsel zu der Werbeholding arbeitete er als Corporate Controller beim Analyseunternehmen Consumer Edge sowie als Director für Technical Accounting beim Musikstreaming-Dienst Spotify.
Zuvor war er über mehrere Jahre als Assurance Director bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC tätig, wo er Technologie- und Medienkonzerne in den USA und Finnland betreute.
An der Börse notiert die Omnicom-Aktie heute bei 65,96 Euro, was einem Rückgang von 2,2 Prozent entspricht.
Wichtige Etatgewinne vor den Quartalszahlen
Die personelle Neubesetzung im Finanzressort fällt in eine Phase operativer Weichenstellungen. Zuletzt konnte die Omnicom Media Group bedeutende Neugeschäfte für sich verbuchen. So sicherte sich das Agenturnetzwerk das globale Medienkonto des Sportartikelherstellers Adidas mit einem geschätzten Volumen von 512 Millionen US-Dollar, das zuvor bei der WPP-Tochter EssenceMediacom gelegen hatte.
Zudem gewann der Konzern Mandate des Technologiekonzerns IBM sowie von Dyson für die globale Mediaplanung und den -einkauf, ausgenommen das Geschäft in Festlandchina und Hongkong.
Für Marktbeobachter rückt nun die Veröffentlichung der Geschäftszahlen näher. Bei den Analysten überwiegt weiterhin eine konstruktive Haltung.
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