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On Holding Aktie: Wolfe startet mit Outperform

Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 06:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Wolfe Research bewertet On Holding positiv; Jefferies verweist auf Kosten- und Rabattierungsrisiken sowie verlangsamtes Wachstum.
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Wolfe Research hat gestern die Beobachtung von On Holding mit einer positiven EinschĂ€tzung aufgenommen. Das Analysehaus vergibt „Outperform“ und nennt ein Kursziel von 47 US-Dollar. Damit erhĂ€lt die Aktie UnterstĂŒtzung von Analystenseite, wĂ€hrend steigende Vertriebskosten und mögliche Rabatte die Diskussion ĂŒber die ProfitabilitĂ€t prĂ€gen.

Neue Kaufperspektive ohne operative Entwarnung

Die Einstufung von Wolfe Research setzt einen positiven Akzent. Sie ist allerdings keine neue Unternehmensprognose und entkrĂ€ftet fĂŒr sich genommen nicht die konkreten Kostenrisiken, die andere Analysten benennen.

Jefferies-Analyst Randal Konik hatte am Dienstag seine Bewertung „Underperform“ mit einem Kursziel von 20,00 US-Dollar bestĂ€tigt. Er erwartet negative GewinnschĂ€tzungsrevisionen und sieht das Amerika-GeschĂ€ft 2027 möglicherweise rĂŒcklĂ€ufig.

FĂŒr Anleger steht damit nicht allein das weitere Umsatzwachstum im Mittelpunkt. Entscheidend ist auch, welcher Ergebnisbeitrag nach Marketing, Vertrieb und möglichen PreisnachlĂ€ssen ĂŒbrig bleibt. Hier liegt der Kern der skeptischen EinschĂ€tzung von Jefferies.

Höhere Ausgaben treffen auf Rabattierungsrisiken

Laut Jefferies steigen die Marketingausgaben 2026 auf 14 % des Umsatzes. Im Vorjahr waren es 12 %. Das Analysehaus verweist zudem auf einen gestiegenen Aufwand zur Gewinnung aktiver Besucher.

Der Verkaufsaufwand kommt als weiterer Belastungsfaktor hinzu. Zugleich befĂŒrchtet Jefferies, dass Verwaltungs- und Vertriebskosten den Umsatz stĂ€rker belasten könnten und zusĂ€tzliche Rabatte erforderlich werden.

Den Verkaufsaufwand beziffert das Haus auf 9,5 % des Umsatzes. FĂŒr 2026–2027 gehören solche Kostenbelastungen und Rabattierungsrisiken zum Basisszenario der Analysten.

On verfolgt beim Absatz zugleich einen bewusst zurĂŒckhaltenden Ansatz: Das Unternehmen begrenzt den Großhandel, um VerkĂ€ufe zum vollen Preis zu schĂŒtzen. Diese Strategie adressiert den Preisnachlassdruck, bedeutet aber auch einen Verzicht auf zusĂ€tzliches Absatzvolumen.

November-Zahlen als nĂ€chster PrĂŒfstein

FĂŒr das dritte Quartal 2026 erwartet On ein wĂ€hrungsbereinigtes Umsatzwachstum von rund 17 %. Im zweiten Quartal waren es 21,6 %. Die Erwartung signalisiert damit eine Verlangsamung des Wachstums.

Die bisherige Margenentwicklung liefert allerdings ein Gegengewicht zu den Sorgen. Eine höhere Bruttomarge schĂŒtzt das Ergebnis nicht automatisch vor steigenden Marketing- und Vertriebsausgaben. Sie zeigt aber, dass sich die operative Entwicklung nicht ausschließlich ĂŒber die Kostenrisiken beschreiben lĂ€sst.

Im zweiten Quartal 2026 erreichte die Bruttomarge 65,4 %, nach 61,5 % im Vorjahresquartal. Damit verbesserte sich die ProfitabilitÀt auf dieser Ebene trotz der von Jefferies hervorgehobenen Belastungen.

Die nĂ€chsten Quartalsergebnisse sind fĂŒr November 2026 angekĂŒndigt. Sie werden zum PrĂŒfstein dafĂŒr, wie gut On den Schutz der VollpreisverkĂ€ufe mit weiterem Wachstum verbindet. FĂŒr die Einordnung des optimistischen Wolfe-Votums zĂ€hlen deshalb vor allem die Entwicklung der Bruttomarge und die Belastung durch Marketing und Vertrieb.

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