Ooma, Aktie

Ooma Aktie: Neues Kupfer-Kapitel

Veröffentlicht am: 01.09.2026 um 14:08 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Ooma baut sein AirDial-GeschÀft mit einem neuen Informationsangebot aus. Analysten erhöhten das Kursziel nach starken Quartalszahlen.

Ooma startet Plattform fĂŒr den Abschied von alten Kupferleitungen
Abstrakte Darstellung moderner Glasfaserinfrastruktur in Verbindung mit traditionellen Kupferkabeln. Illustration mit AI erstellt.

Ooma legt bei seinem KerngeschĂ€ftsthema nach: Der Kommunikationsanbieter hat eine Wissensplattform gestartet, die Unternehmen beim Ausstieg aus alten Kupfer-Telefonleitungen begleiten soll. Der Ooma POTS Retirement Resource Hub bĂŒndelt PlanungsleitfĂ€den, Webinare und Praxisbeispiele rund um die "Plain Old Telephone Service"-Infrastruktur, die vielerorts noch Brandmeldeanlagen, Aufzugsnotrufe oder Sicherheitssysteme am Laufen hĂ€lt.

Die Botschaft dahinter: Viele Firmen wissen laut Ooma gar nicht, wie viele kritische Systeme noch an alten Analogleitungen hĂ€ngen. ErgĂ€nzend zur bereits laufenden Plattform POTSTracker.com soll der neue Hub Organisationen frĂŒhzeitig auf steigende Kosten, AusfĂ€lle und Wartungsprobleme vorbereiten, bevor Telekommunikationsanbieter die Kupferinfrastruktur endgĂŒltig abschalten.

GeschÀft mit der Kupfer-Ablösung lÀuft rund

Diese Positionierung ist kein Zufall. Ooma hat die Umstellung von POTS auf digitale Lösungen wie Ooma AirDial lĂ€ngst zu einem tragenden Wachstumstreiber gemacht. Im jĂŒngsten Quartal ĂŒbertraf das Unternehmen mit einem bereinigten Gewinn von 35 Cent je Aktie bei 83,2 Millionen Dollar Umsatz die Erwartungen der Analysten klar. Freedom Broker reagierte darauf mit einer Anhebung des Kursziels von 20 auf 24 Dollar und beließ die Kaufempfehlung.

Getragen wurde das Wachstum vor allem vom GeschĂ€ftsbereich Ooma Business, befeuert durch die AirDial-Expansion und die jĂŒngsten ZukĂ€ufe FluentStream und Phone.com. Der Vorstand hob im Zuge dessen die Jahresprognose an.

Insiderin verkauft, Kurs bleibt gefragt

Parallel zu den operativen Fortschritten sorgte ein Insider-Verkauf fĂŒr GesprĂ€chsstoff. Chief Legal Officer Jenny Yeh verĂ€ußerte Ende August Aktien im Wert von 504.320 Dollar zu Kursen zwischen 23,18 und 25,00 Dollar. Nach den drei Transaktionen hĂ€lt sie weiterhin 237.649 Ooma-Aktien.

Der Verkauf fĂ€llt in eine Phase, in der der Kurs binnen eines Jahres um 75 Prozent zugelegt hat. Die Analysten-Kursziele bewegen sich zwischen 24 und 30 Dollar – ein Zeichen dafĂŒr, dass die Wall Street trotz des Insider-Verkaufs an der Wachstumsstory festhĂ€lt.

FĂŒr Ooma bleibt die Kupfer-Ablösung damit gleichzeitig GeschĂ€ftsmodell und Marketinginstrument. Der neue Resource Hub dĂŒrfte in erster Linie potenzielle AirDial-Kunden ansprechen, die ihre Infrastruktur noch nicht vollstĂ€ndig kartiert haben – ein Markt, den Ooma zunehmend systematisch erschließt.

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