Pandox, Aktie

Pandox AB Aktie: Leases treiben Quartal

Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 10:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Höhere Erlöse und Cash Earnings im dritten Quartal treffen auf ein rĂŒcklĂ€ufiges Betriebsergebnis im Eigenbetrieb und hohe Verschuldung.
Modernes, luxuriöses Hotel-Interieur als Symbol fĂŒr die Hospitality-Immobilienbranche. Illustration mit AI erstellt.

Pandox liefert ein starkes drittes Quartal, doch unter der OberflĂ€che lĂ€uft es nicht ĂŒberall rund. WĂ€hrend die verpachteten Hotels krĂ€ftig zulegen, schwĂ€chelt das selbst betriebene GeschĂ€ft. Die Aktie legte am Donnerstag zeitweise knapp fĂŒnf Prozent zu.

Leases als Wachstumsmotor

Der Umsatz stieg im Quartal um 23 Prozent auf 2,43 Milliarden schwedische Kronen, das Nettobetriebsergebnis um 29 Prozent auf 1,62 Milliarden. Bereinigt um WĂ€hrungseffekte und ZukĂ€ufe wuchsen beide GrĂ¶ĂŸen um jeweils 4 Prozent.

Den Ausschlag gab das Segment Leases. Dessen Erlöse kletterten um 37 Prozent, das Betriebsergebnis um 39 Prozent. Zum Plus trĂ€gt die Übernahme von Dalata bei, die Ende 2025 abgeschlossen wurde. Der Cashflow je Aktie (Cash Earnings) stieg um 31 Prozent auf 4,14 Kronen. Bereinigt um Vorbereitungskosten im Vorjahresquartal betrĂ€gt das Plus 23 Prozent.

Der Periodengewinn erreichte gut eine Milliarde Kronen, auch dank positiver Derivatebewertungen.

Eigenbetrieb unter Druck

Anders das Bild bei Own Operations: Die Erlöse stiegen um 7 Prozent, das Betriebsergebnis sank aber auf 265 Millionen Kronen. Das Management verweist auf Belastungen in London und BrĂŒssel sowie auf Sondereffekte rund um die Insolvenz des PĂ€chters Revo Hospitality Group.

Pandox hat deshalb sechs der neun Revo-Hotels in Deutschland mit 1.243 Zimmern in den Eigenbetrieb ĂŒbernommen. Ziel sind neue PachtvertrĂ€ge mit neuen Betreibern. Drei weitere HĂ€user laufen unter dem Insolvenzverwalter weiter, bis die GesprĂ€che mit einem möglichen PĂ€chter abgeschlossen sind.

VerkÀufe und Bilanz

Parallel trennt sich Pandox von sieben Hotels in DĂ€nemark und Schweden mit zusammen 1.248 Zimmern. Der Gesamtwert liegt bei rund 2,1 Milliarden Kronen und damit ĂŒber den Buchwerten.

KĂ€ufer in DĂ€nemark ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Alma Property Partners und Midstar, in Schweden VĂ€sterkulla Hotell. Der Abschluss ist fĂŒr das vierte Quartal 2026 vorgesehen. Die Hotels erwirtschafteten zuletzt jĂ€hrlich etwa 130 Millionen Kronen Betriebsergebnis.

Die Verschuldung bleibt hoch. Der Verschuldungsgrad (Loan-to-Value) liegt bei 52,2 Prozent, die Zinsdeckung sank auf das 2,4-Fache. Die Durchschnittsverzinsung stieg auf 4,08 Prozent. Pandox verhandelt derzeit mit Banken ĂŒber eine Refinanzierung der Dalata-Kreditlinie zu niedrigeren Margen.

Ausblick auf das vierte Quartal

Das Management dĂ€mpft die Erwartungen. Im Schlussquartal 2025 flossen ErtrĂ€ge von Dalata bereits fĂŒr mehr als die HĂ€lfte der Zeit, der Wachstumsbeitrag fĂ€llt dadurch geringer aus. Hinzu kommen deutlich höhere Zinskosten. Die Buchungslage fĂŒr das vierte Quartal und den Jahresbeginn 2027 liegt in den meisten MĂ€rkten auf oder ĂŒber Vorjahresniveau, nur Norwegen zeigt leichte SchwĂ€che.

RĂŒckenwind erwartet Pandox von abgeschlossenen Renovierungen. Das Hotel Clayton St Andrew Square in Edinburgh soll im ersten Quartal 2027 Ergebnisse beitragen, Clayton Cardiff Lane in Dublin und das DoubleTree by Hilton Brussels City folgen in der zweiten JahreshĂ€lfte 2027.

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