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Partners Group Aktie: 1 Milliarde für AVK Power Solutions

Veröffentlicht am: 06.08.2026 um 17:41 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Partners Group investiert über eine Milliarde US-Dollar in KI-Stromlösungen und verhandelt parallel über die Übernahme von Aroma-Zone. Die Aktie legt leicht zu.

Partners Group: Milliarden-Deals bei Stromversorger und Kosmetikmarke
Moderne Hochspannungsinfrastruktur bei Sonnenuntergang als Symbol für Investitionen in Energielösungen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Partners Group meldet am heutigen Donnerstag zwei großvolumige Transaktionen binnen eines Handelstages. Der Private-Markets-Investor sichert sich eine Mehrheitsbeteiligung am britischen Stromversorger für Rechenzentren AVK Power Solutions und tritt zugleich in exklusive Verhandlungen über die Übernahme der französischen Kosmetikmarke Aroma-Zone. Die Aktie reagiert am Berichtstag mit einem Plus von 1,16 Prozent auf 784,80 Euro.

KI-Infrastruktur als neuer Schwerpunkt

Im Zentrum des ersten Deals steht AVK Power Solutions, ein Anbieter von Stromlösungen für Rechenzentren und KI-Infrastruktur. Nach Unternehmensangaben plant Partners Group eine Eigenkapitalinvestition von über 1 Milliarde US-Dollar für die Mehrheitsbeteiligung. Das bestehende AVK-Management bleibt mit einem Minderheitsanteil an Bord, was auf Kontinuität in der operativen Führung hindeutet. Der Einstieg reiht sich in den Trend ein, dass Investoren zunehmend auf die physische Infrastruktur hinter dem KI-Boom setzen – Strom- und Kühlkapazitäten gelten als Nadelöhr für den weiteren Ausbau von Rechenzentren.

Parallel dazu verhandelt Partners Group exklusiv über den Kauf einer Mehrheitsbeteiligung an Aroma-Zone. Verkäuferin ist die Investmentgesellschaft Eurazeo. Medienberichten zufolge liegt der angestrebte Unternehmenswert für die Wellness- und Naturkosmetikmarke bei rund 2 Milliarden Euro. Die beiden Transaktionen zeigen, wie breit Partners Group sein Portfolio derzeit aufstellt – von Energieinfrastruktur bis Konsumgütermarken.

Rückenwind aus dem operativen Geschäft

Die Deal-Aktivität fällt in eine Phase, in der Partners Group auch beim Fundraising Fortschritte verzeichnet. Erst am 23. Juli schloss das Unternehmen das Programm „Infrastructure Secondaries“ mit Kapitalzusagen von über 5,5 Milliarden US-Dollar ab, wovon nach eigenen Angaben mehr als 70 Prozent von Neukunden stammten. Wenige Tage zuvor, am 20. Juli, hatte Partners Group bereits das vierte direkte Infrastrukturprogramm mit einem Gesamtvolumen von über 15 Milliarden US-Dollar abgeschlossen.

Auch im operativen Portfolio zeigt sich Fortschritt: Eine KI-Kooperation zwischen den Beteiligungen Foundation Risk Partners und Version 1 hob die EBITDA-Marge bei Foundation Risk Partners um 120 Basispunkte, was einem EBITDA-Effekt von rund 10 Millionen US-Dollar entspricht. Im Business Update zum ersten Halbjahr hatte Partners Group Mitte Juli bereits Rekord-Kapitalzusagen von 16 Milliarden US-Dollar gemeldet, nach 12 Milliarden US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Das verwaltete Vermögen kletterte zum 30. Juni auf 186 Milliarden US-Dollar, verglichen mit 174 Milliarden US-Dollar ein Jahr zuvor. Für das Gesamtjahr bestätigte das Unternehmen die Guidance einer Brutto-Neukundennachfrage von 26 bis 32 Milliarden US-Dollar, warnte jedoch vor Performance-Erträgen im ersten Halbjahr von unter 20 Prozent des Gesamtumsatzes – der Zielkorridor liegt bei 25 bis 40 Prozent.

Kursverlauf bleibt von Erholung geprägt

Die jüngste Nachrichtendichte fällt in eine Phase der Stabilisierung. Binnen der vergangenen sieben Handelstage legte die Aktie um 7,42 Prozent zu, auf Monatssicht steht ein Plus von 7,15 Prozent. Damit notiert das Papier rund 4 Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt von 754,00 Euro. Von der Erholung der vergangenen Wochen bleibt der langfristige Bildabstand jedoch unberührt: Seit Jahresbeginn steht ein Kursrückgang von 26,03 Prozent, auf Zwölfmonatssicht sogar von 33,66 Prozent. Zum 52-Wochen-Hoch von 1.240,00 Euro, erreicht im September 2025, fehlen dem Titel weiterhin gut 36 Prozent.

Anleger richten den Blick nun auf den 1. September, wenn Partners Group den vollständigen Zwischenbericht zum 30. Juni vorlegt. Erst dann dürfte sich zeigen, wie sich die aktuelle Übernahmewelle in den Finanzkennzahlen niederschlägt.

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