PepsiCo Aktie: Carlsberg wird Abfüller in Aserbaidschan ab 2027
Veröffentlicht am: 06.08.2026 um 21:15 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Heute verkündete die Carlsberg Group den Abschluss eines strategischen Abkommens mit PepsiCo. Ab dem 1. Januar 2027 wird Carlsberg zum exklusiven Abfüller für PepsiCo-Erfrischungsgetränke in der Republik Aserbaidschan. Das Unternehmen verspricht sich von diesem Schritt eine Verdopplung seiner Geschäftsaktivitäten in diesem Markt.
Wirtschaftlicher Fußabdruck und operative Dynamik
Parallel dazu veröffentlichte PepsiCo heute einen von Oxford Economics verifizierten Bericht zu seiner wirtschaftlichen Bedeutung in den USA. Demnach unterstützte der Konzern im Jahr 2024 rund 440.000 Arbeitsplätze. Diese Zahl setzt sich aus 144.500 direkten Angestellten und etwa 295.500 indirekten oder induzierten Rollen zusammen.
Auch im operativen Marketing setzt der Konzern Akzente. Am Dienstag besiegelte PepsiCo eine fünfjährige Partnerschaft mit der Rennstrecke Silverstone. Damit wird das Unternehmen offizieller Partner für Softdrinks und Snacks bei Großveranstaltungen wie dem britischen Formel-1-Grand-Prix. Zusätzlich treibt die Sparte Tostitos die Produktoffensive voran: Ab dem 9. August sollen neue Produkte wie die "Spicy Queso Blanco Flavored Tortilla Chips" landesweit verfügbar sein.
Dass die Vertriebskanäle des Konzerns effektiv arbeiten, zeigte sich heute auch bei Celsius Holdings. Das Unternehmen berichtete, dass der Übergang seiner Marke Alani Nu in das PepsiCo-Vertriebssystem maßgeblich zu einem Umsatzplus von 10,6 Prozent auf 817,9 Millionen US-Dollar im zweiten Quartal 2026 beitrug. Bereits am Dienstag startete zudem der Vertrieb des "Alvalle Mediterranean-style gazpacho" in ausgewählten Filialen von Whole Foods Market in den USA.
Kritische Stimmen der Weltgesundheitsorganisation
Trotz der expansiven Schritte sah sich die Unternehmensführung zuletzt deutlicher Kritik ausgesetzt. Am Sonntag warf der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, PepsiCo und anderen Lebensmittelkonzernen vor, weltweite Bemühungen zur Bekämpfung von Fettleibigkeit zu behindern. Er begründete dies mit Klagen der Konzerne gegen staatliche Gesundheitsvorschriften.
Im juristischen Bereich gab es hingegen Unterstützung durch Industrieverbände. Der ERISA Industry Committee reichte beim Berufungsgericht ein Dokument zur Unterstützung von PepsiCo ein. Dabei geht es um die Abweisung einer Klage bezüglich eines Wellness-Programms mit Tabak-Zuschlägen.
Finanzielle Einordnung und Marktlage
An der Börse wird die Aktie aktuell bei 119,96 € gehandelt. Damit notiert der Kurs rund 17,20 % unter seinem 52-Wochen-Hoch, das am 2. März 2026 erreicht wurde. In den vergangenen 30 Tagen verzeichnete der Wert einen Rückgang von 5,54 %.
Medienberichten zufolge stockten institutionelle Anleger wie die Canandaigua National Bank & Trust Co. ihre Bestände dennoch auf und erwarben im zweiten Quartal 58.678 Anteile. Diese Investitionen erfolgten vor dem Hintergrund solider Quartalszahlen, die bereits am 9. Juli vorgelegt wurden. PepsiCo meldete für das zweite Quartal 2026 ein Kern-Ergebnis je Aktie von 2,20 US-Dollar bei einem Nettoumsatz von 24,18 Milliarden US-Dollar. Der Konzern bestätigte dabei seine Prognose für das Gesamtjahr, die ein organisches Umsatzwachstum von 2 bis 4 Prozent vorsieht. Gleichzeitig gab es eine Veränderung im Management: David Flavell, Executive Vice President, verkaufte am 27. Juli ein Aktienpaket im Wert von rund 404.666 US-Dollar.
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