Playstudios Aktie: Reverse Split 1:10 gegen Nasdaq-Delisting
Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 19:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Mit einer drastischen Kapitalmaßnahme will Playstudios den drohenden Verlust der Börsennotierung an der Nasdaq abwenden. Das Unternehmen kündigte heute eine Aktienzusammenlegung im Verhältnis 1 zu 10 an. Die Maßnahme soll am 30. September um 17:00 Uhr Ortszeit an der US-Ostküste wirksam werden. Der splitbereinigte Handel an der Börse startet voraussichtlich am 1. Oktober.
Ziel des Schrittes ist es, die Vorgaben der Nasdaq wieder zu erfüllen. Diese verlangt einen Mindestangebotspreis von 1,00 $ je Aktie, den das Papier seit geraumer Zeit unterschreitet. Im heutigen Handel reagierte der Titel mit einem Kurssprung von 13 % auf 0,4977 USD.
Rückkaufprogramm läuft parallel weiter
Gleichzeitig gab Playstudios heute Details zu den laufenden Transaktionen über das bestehende Aktienrückkaufprogramm bekannt. Unter dem eingerichteten Handelsplan nach Rule 10b5-1 kaufte die Gesellschaft bis zum 24. September rund 4,3 Millionen Aktien der Klasse A zurück. Für das Rückkaufpaket wandte das Unternehmen ein Gesamtvolumen von 3,0 Millionen $ auf, was einem rechnerischen Durchschnittspreis von etwa 0,71 $ je Anteilsschein entspricht.
Mit den Zukäufen stützt das Unternehmen die eigene Kapitalstruktur in einer Phase anhaltender Kursschwäche. Trotz des heutigen Kursanstiegs notiert der Wert weiterhin deutlich unter den Niveaus des Sommers.
Produktaufgabe belastet das dritte Quartal
Neben den rein aktienrechtlichen Maßnahmen sieht sich Playstudios mit operativen Anpassungen konfrontiert. Das Unternehmen traf bereits eine weitreichende Entscheidung über sein Portfolio: Am 18. September wurde der Betrieb des Gewinnspielprodukts The Win Zone eingestellt.
Diese Einstellung zieht spürbare bilanzielle Konsequenzen nach sich. Für das dritte Quartal 2026 rechnet Playstudios mit einer Vorsteuer-Abschreibung in der Spanne von 3,0 Millionen bis 3,5 Millionen $. Den Großteil dieser Sonderbelastung machen Abschreibungen auf aktivierte, intern genutzte Software aus, die nach der Aufgabe des Produkts ihren Wert verloren hat.
Zusätzlichen Druck erhielt das Papier zuletzt von Seiten institutioneller Anlageinstrumente. Medienberichten zufolge schied die Aktie am vergangenen Sonntag aus dem S&P Global BMI Index aus.
Der Reverse Split markiert nun den Versuch des Managements, die Notierungsanforderungen zu sichern und die Pennystock-Region zu verlassen. Ob die optische Kursanhebung allein ausreicht, um das Vertrauen der Anleger nachhaltig wiederherzustellen, hängt von der operativen Entwicklung nach den jüngsten Abschreibungen ab.
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