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Plug Power Aktie: Umsatzprognose auf 16 Prozent angehoben

Veröffentlicht am: 12.08.2026 um 22:17 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Plug Power verbessert Bruttomarge und senkt Kosten deutlich. Neue LiquiditĂ€t aus Immobiliendeals und angehobene Umsatzprognose stĂŒtzen die Aktie.

Plug Power Q2 2026: Fortschritte bei Marge und LiquiditÀt treiben Aktie
Moderner Wasserstoff-Brennstoffzellen-Stack in einem hochmodernen Labor mit atmosphĂ€rischer Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Plug Power hat am Montag Zahlen zum zweiten Quartal 2026 vorgelegt, die an der Börse fĂŒr Auftrieb sorgten. Der Wasserstoff- und Brennstoffzellenspezialist meldete einen Umsatz von rund 178 Millionen US-Dollar, ein Plus von 2,5 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahreswert von 174 Millionen US-Dollar. Die Aktie notiert aktuell bei 1,97 Euro und legt am heutigen Mittwoch um 2,2 Prozent zu, nachdem sie bereits gestern bei 1,93 Euro geschlossen hatte.

Bemerkenswerter als der Umsatzzuwachs ist die Entwicklung der ProfitabilitÀt: Die Bruttomarge erreichte nahezu die Gewinnschwelle, nach einem Minus von rund 31 Prozent im Vorjahresquartal. Gleichzeitig senkte das Unternehmen die operativen Kosten um etwa die HÀlfte auf rund 62 Millionen US-Dollar. Der Verlust pro Aktie verringerte sich von minus 0,20 auf minus 0,14 US-Dollar. Der Barmittelabfluss lag bei rund 61 Millionen US-Dollar.

Wachstum im Materialhandling-Segment

Besonders deutlich zeigte sich der Fortschritt im KerngeschĂ€ft mit Gabelstapler-Antrieben: Plug Power lieferte im Quartal 1.666 GenDrive-Brennstoffzelleneinheiten aus, ein Sprung von 125 Prozent gegenĂŒber den 739 Einheiten im Vorjahresquartal.

Das ServicegeschÀft wuchs um 82 Prozent auf 30 Millionen US-Dollar Umsatz bei einer Marge von 27 Prozent. Die Erlöse aus dem Wasserstoffverkauf stiegen um rund 15 Prozent auf 39 Millionen US-Dollar.

Auf dieser Basis hob das Management die Umsatzwachstumsprognose fĂŒr das Gesamtjahr 2026 von zuvor 13 bis 15 Prozent auf nun 15 bis 16 Prozent an. Weiterhin peilt das Unternehmen ein positives EBITDAS im vierten Quartal 2026 an – ein Ziel, das angesichts des historisch stĂ€rkeren zweiten Halbjahres und eines robusten Auftragsbestands als erreichbar gilt.

LiquiditÀt durch Immobiliendeals gestÀrkt

Neben dem operativen Fortschritt hat Plug Power im Juli seine Bilanz durch mehrere Transaktionen mit Stream US Data Centers entlastet. FĂŒr den Verkauf des Graham-Projekts in Texas erhĂ€lt das Unternehmen 50 Millionen US-Dollar bei Vertragsabschluss sowie bis zu 26,5 Millionen US-Dollar abhĂ€ngig vom endgĂŒltigen Netzanschlussvertrag mit dem texanischen Versorger.

Der Abschluss war fĂŒr Ende Juli vorgesehen und soll zusĂ€tzlich rund 14 Millionen US-Dollar an gebundenem Barsicherheitskapital freisetzen. Insgesamt beziffert Plug Power die aus dem Deal fließende LiquiditĂ€t auf rund 90,5 Millionen US-Dollar.

Beim New-York-Gateway-Projekt wurde die Transaktionsstruktur in einen gestaffelten Abschluss umgewandelt. Eine Kaution von Stream ĂŒber 6,5 Millionen US-Dollar wurde bereits sofort an Plug Power freigegeben, wĂ€hrend der Verkauf der Nicht-GrundstĂŒcksvermögenswerte wegen einer umwelt- und regulierungsrechtlichen PrĂŒfung des Bundesstaats New York bis Ende MĂ€rz 2027 verschoben wurde.

Der erste New-York-Abschluss zusammen mit der Texas-Transaktion soll laut Unternehmensangaben mehr als 80 Millionen US-Dollar an kurzfristiger LiquiditĂ€t einbringen – Teil einer umfassenderen Infrastruktur-Optimierungsinitiative mit einem Gesamtvolumen von ĂŒber 275 Millionen US-Dollar.

Analysten bleiben vorsichtig

Die Investmentbanken Wolfe Research und Oppenheimer bekrĂ€ftigten am Mittwoch ihre Hold-Einstufung fĂŒr Plug Power. Beide HĂ€user signalisieren damit, trotz der operativen Verbesserungen und der frischen LiquiditĂ€t noch keine klare Kaufempfehlung auszusprechen.

Der Kurs bewegt sich derzeit rund 8 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 2,14 Euro, hat sich aber seit dem 52-Wochen-Tief von 1,20 Euro Anfang September deutlich erholt. Zum 52-Wochen-Hoch von 4,04 Euro, erreicht im Oktober vergangenen Jahres, bleibt weiterhin eine erhebliche Distanz.

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