Porsche AG Aktie: 9.000 Jobs bis 2035
Veröffentlicht am: 31.07.2026 um 18:08 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Porsche schlägt einen harten Kurs ein. Trotz steigender Renditen rutscht die Aktie am Freitag deutlich ab. Ein massiver Stellenabbau und die Abkehr von reinen Elektro-Zielen verunsichern die Anleger.
Rendite steigt, Belegschaft schrumpft
Porsche steigert die Rendite, baut aber massiv Stellen ab. Im ersten Halbjahr kletterte die Umsatzrendite auf 7,8 Prozent. Parallel dazu plant der Vorstand einen weitreichenden Personalabbau. Bis 2035 sollen rund 9.000 Arbeitsplätze verschwinden. Das entspricht jedem fünften Job im Unternehmen.
Der Abbau soll ohne betriebsbedingte Kündigungen erfolgen. Die Führung setzt auf Abfindungen und die natürliche Fluktuation. Parallel dazu fließen Milliarden in die heimische Produktion. Rund 2,1 Milliarden Euro sind für Zuffenhausen und Weissach vorgesehen.
Verbrenner rücken wieder ins Zentrum
CEO Michael Leiters reagiert auf die schwache Nachfrage nach Elektroautos. Er rückt Verbrennungsmotoren und Hybride wieder in den Mittelpunkt. Porsche folgt damit dem Prinzip „Value over Volume“. Weniger Modellvarianten sollen die hohen Margen sichern. Vor allem das schwierige China-Geschäft zwingt den Konzern zum Umsteuern. Neue Elektromodelle kommen nun später auf den Markt.
Der Markt reagiert skeptisch auf den Umbau. Die Aktie verlor zuletzt 3,74 Prozent an Wert. Damit notiert das Papier bei 42,47 Euro. Jefferies-Analysten bleiben bei ihrer „Hold“-Einstufung. Das Kursziel der Experten liegt bei 41 Euro. Sie bewerten die Margen zwar positiv, sehen aber ein schwieriges Marktumfeld.
Weitere Details zur Strategie liefert der Capital Markets Day im Oktober. Dort will Porsche seinen langfristigen Plan konkretisieren.
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