Puma Aktie: Deutsche Bank bleibt bei Halten
Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 17:34 Uhr | Redaktion boerse-global.deDeutsche Bank Research bleibt bei Puma nach den Quartalszahlen zurückhaltend. Das Analysehaus bestätigte heute seine Halteempfehlung: Der Umbau kommt voran, eine Rückkehr zu profitablem Wachstum ist aber noch nicht belegt. Für Anleger rückt damit die Frage in den Mittelpunkt, ob Puma seine operative Erholung auch bei weiterhin schwacher Nachfrage fortsetzen kann.
Analyst Adam Cochrane zufolge entsprachen die Ergebnisse den Erwartungen. Sein Kursziel bleibt bei 25 Euro. Mit 27,12 € notiert die Aktie darüber – die Bewertung lässt damit bereits mehr Zuversicht erkennen als die Zielmarke der Deutschen Bank.
Der Fortschritt beim Lagerabbau ist für Cochrane ein positiver Punkt. Er allein beantwortet jedoch nicht die Frage nach der künftigen Ertragskraft. Dafür muss Puma neben der Bereinigung der Bestände auch das laufende Geschäft stabilisieren.
Höhere Marge, steigende Kosten
Die am Freitag veröffentlichten Zahlen für das dritte Quartal 2026 zeigen diese Spannung deutlich. Die Bruttomarge stieg um 420 Basispunkte auf 49,5 %. Ein Teil der Verbesserung ging auf Zollrückerstattungen zurück.
Damit lässt sich der Margensprung nicht vollständig als Ausdruck einer nachhaltig höheren Ertragskraft lesen. Entscheidend ist außerdem, wie viel von der Verbesserung nach den laufenden Aufwendungen übrig bleibt.
Morningstar zufolge lagen die Betriebskosten rund 4 % über der eigenen Schätzung. Zugleich sank der währungsbereinigte Quartalsumsatz um 6 %. Eine bessere Bruttomarge traf somit auf eine weiterhin schrumpfende Umsatzbasis und höhere Kosten als vom Analysehaus erwartet.
Diese Kombination erklärt die Vorsicht bei der Beurteilung der Trendwende. Puma verbessert einzelne operative Kennzahlen, hat die Schwäche bei Absatz und Ergebnis aber noch nicht überwunden.
Asien stützt, andere Regionen bremsen
Einen Gegenpol bietet Asien-Pazifik. Die Region steigerte ihren währungsbereinigten Umsatz um 10 % und stand laut Morningstar für 22 % des Konzernumsatzes. In Nordamerika und EMEA blieb die Nachfrage dagegen schwach.
Auch der Großhandel belastete das Geschäft. Die regionalen Unterschiede zeigen deshalb noch keine breit getragene Erholung. Für eine belastbare Wachstumswende müssten die Fortschritte über die stärkeren asiatischen Märkte hinausreichen.
Puma rechnet für 2026 weiterhin mit einem EBIT-Verlust von 80–130 Mio. Euro. Der währungsbereinigte Umsatz soll im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich zurückgehen.
Die Jahresprognose setzt damit einen klaren Rahmen: Der laufende Umbau soll die Grundlage für bessere Geschäfte schaffen. Eine bereits abgeschlossene Ergebniswende stellt das Unternehmen damit nicht in Aussicht.
Bewertung mit großer Unsicherheit
Morningstar sieht trotz dieser Schwächen langfristiges Potenzial. Gleichzeitig stuft es die Unsicherheit als sehr hoch ein.
Einen dauerhaften wirtschaftlichen Wettbewerbsvorteil erkennt Morningstar nicht. Die positive Bewertung ist deshalb keine Aussage über eine bereits abgesicherte Erholung, sondern hängt wesentlich an den langfristigen Annahmen.
Morningstar erwartet auf längere Sicht ein mittleres einstelliges Umsatzwachstum und eine operative Marge von 9 %. Wachstum strebt Puma ab 2027 wieder an; eine detaillierte Finanzprognose dafür steht noch aus.
Für Anleger liegt der entscheidende Prüfstein daher nicht allein im weiteren Lagerabbau. Erst stabilere Umsätze und eine bessere Kostenkontrolle würden zeigen, dass aus dem Umbau eine tragfähige Erholung wird.
Puma-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Puma-Analyse vom 2. November liefert die Antwort:
Die neusten Puma-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Puma-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 2. November erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Puma: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
