PVA, TePla

PVA TePla Aktie: RekordauftrÀge, schwache Marge

Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 08:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Nach neun Monaten wĂ€chst der Umsatz leicht, wĂ€hrend das EBITDA zurĂŒckgeht; im dritten Quartal verbessert sich das Ergebnis.
PVA, TePla, Aktie, RekordauftrÀge, Marge, Monaten, Umsatz, EBITDA, Ergebnis Illustration mit AI erstellt.

Der Auftragseingang sprengt alle Marken, das Ergebnis hinkt hinterher. PVA TePla legt nach neun Monaten ein gespaltenes Zahlenwerk vor: Die BestellbĂŒcher fĂŒllen sich rasant, die ProfitabilitĂ€t liegt aber noch deutlich unter dem Vorjahr.

Metrologie zieht die AuftrÀge nach oben

Von Januar bis September gingen Bestellungen ĂŒber 273,4 Millionen Euro ein, 55 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Book-to-Bill-Ratio stieg auf 1,50 nach 1,01. FĂŒr das Gesamtjahr erwartet der Vorstand den höchsten Auftragseingang der Unternehmensgeschichte.

Treiber ist das Segment Metrology. Dort legten die Bestellungen um 76 Prozent zu, das Segment steuert inzwischen gut die HÀlfte des Gruppenauftragseingangs bei. Auch Material Solutions wuchs bei den AuftrÀgen, und zwar um 36 Prozent.

Beim Umsatz sieht das Bild anders aus. Der Konzern setzte rund 182 Millionen Euro um, ein Plus von vier Prozent. Metrology wuchs um 29 Prozent, wÀhrend Material Solutions um 13 Prozent einbrach. Im dritten Quartal beschleunigte sich das Erlöswachstum immerhin auf 12 Prozent.

Ergebnis noch unter Druck

Das EBITDA fiel nach neun Monaten auf 10,4 Millionen Euro, nach 18,7 Millionen im Vorjahr. Die Bruttomarge sank auf 29,1 Prozent. Als Ursachen nennt das Unternehmen die geringe Auslastung bei Material Solutions, die auf schwache Bestellungen Anfang 2025 zurĂŒckgeht, sowie einen ungĂŒnstigen Produktmix. Hinzu kamen Sondereffekte von rund 5 Millionen Euro aus dem ersten Halbjahr.

Im dritten Quartal drehte der Trend. Das EBITDA erreichte 6,0 Millionen Euro nach 3,0 Millionen im zweiten Quartal, die Bruttomarge verbesserte sich auf 30,8 Prozent.

Viertes Quartal soll liefern

Konzernchefin Jalin Ketter stellt fĂŒr die letzten drei Monate ein starkes Umsatz- und Ergebnisplus in Aussicht. Das höhere Volumen, ein besserer Mix und eine bessere Fixkostendeckung sollen die Marge treiben. Die im Sommer gesenkte Prognose bleibt bestehen: Umsatz zwischen 255 und 275 Millionen Euro, EBITDA am unteren Ende der Spanne von 26 bis 31 Millionen Euro.

Das Ziel ist ambitioniert. Um die Untergrenze zu erreichen, braucht das Unternehmen im Schlussquartal einen Umsatz von mindestens rund 73 Millionen Euro und ein EBITDA von rund 15,6 Millionen Euro, also mehr als das Doppelte des dritten Quartals. Ab 2027 erwartet der Vorstand eine spĂŒrbare Beschleunigung von Wachstum und ProfitabilitĂ€t. Die Aktie notierte am Morgen bei etwa 30 Euro, knapp im Minus.

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