Raymond, James

Raymond James Aktie: Sechstes Rekordjahr

Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 23:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Jahresumsatz und bereinigter Gewinn je Aktie legten zu, während die Nettozinsmarge auf 2,60 Prozent zurückging.
Raymond, James, Aktie, Sechstes, Rekordjahr, Jahresumsatz, Gewinn, Nettozinsmarge Illustration mit AI erstellt.

Raymond James schließt das Geschäftsjahr 2026 mit Bestmarken ab und übertrifft die Erwartungen der Wall Street. Im nachbörslichen Handel legte die Aktie um gut zwei Prozent auf 161 Dollar zu. Im Schatten der Rekordzahlen stehen allerdings schrumpfende Zinsmargen.

Zahlen über den Erwartungen

Im vierten Quartal stieg der Umsatz um 15 Prozent auf 4,27 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 3,59 Dollar, Analysten hatten mit 3,26 Dollar gerechnet. Nach US-GAAP verdiente der Finanzdienstleister 3,40 Dollar je Aktie, nach 2,95 Dollar im Vorjahr.

Die bereinigte Vorsteuermarge erreichte 21,3 Prozent und lag damit über dem langfristigen Ziel von 20 Prozent. Die bereinigte Eigenkapitalrendite auf das materielle Kapital kletterte auf 26,6 Prozent.

Für das Gesamtjahr meldet der Konzern einen Umsatz von 15,79 Milliarden Dollar, ein Plus von zwölf Prozent. Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg um 16 Prozent auf 12,41 Dollar. Es ist das sechste Rekordjahr in Folge.

Vermögensverwaltung treibt, Zinsmarge bremst

Haupttreiber bleiben die Gebühren aus der Vermögensverwaltung. Sie wuchsen um 23 Prozent auf 2,31 Milliarden Dollar, getragen von steigenden Märkten und Zuflüssen in gebührenbasierte Konten. Die betreute Kundenvermögen summieren sich auf 1,94 Billionen Dollar.

Die Sparte Asset Management steigerte ihre Erlöse um 30 Prozent, auch wegen der Übernahme von Clark Capital. Das Investmentbanking legte um 17 Prozent zu, die Kapitalmarktsparte verdoppelte ihren Vorsteuergewinn gegenüber dem Vorquartal mehr als.

Weniger erfreulich: Die Nettozinsmarge sank auf 2,60 Prozent, elf Basispunkte weniger als vor einem Jahr. Höhere Einlagenkosten belasten. Zinserträge und Gebühren von Partnerbanken wuchsen deshalb nur um drei Prozent auf 674 Millionen Dollar. Die Kosten außerhalb der Vergütung dürften im neuen Geschäftsjahr um rund acht Prozent auf etwa 2,5 Milliarden Dollar steigen, auch wegen der Zukäufe des Jahres 2026.

Aktienrückkäufe kehren zurück

Im vierten Quartal fuhr das Unternehmen die Rückkäufe auf 50 Millionen Dollar herunter. Grund war die Prüfung einer möglichen Übernahme, die nicht zustande kam. Im Geschäftsjahr flossen insgesamt rund 1,7 Milliarden Dollar an die Aktionäre.

Im Geschäftsjahr 2027 will das Management wieder Aktien im Volumen von 400 Millionen Dollar pro Quartal zurückkaufen. Die laufende Ermächtigung hat noch 1,05 Milliarden Dollar Spielraum. Die Kapitalquoten sind komfortabel: Die Tier-1-Leverage-Ratio liegt bei 12,1 Prozent.

Für das erste Quartal erwartet der Konzern bei Gebühren und Zinserträgen jeweils einen Anstieg von rund einem Prozent. Die Steuerquote soll bei etwa 25 Prozent liegen, nach 22,7 Prozent im Schlussquartal. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 13,7 auf Basis der bereinigten Jahreszahlen notiert die Aktie weiter deutlich unter ihrem Hoch von 182,73 Dollar.

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