Regeneron, Aktie

Regeneron Aktie: FDA lÀsst Pasatru zu

Veröffentlicht am: 04.09.2026 um 03:28 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Regeneron erhielt die Pasatru-Zulassung, wÀhrend eine Sammelklage zur Fianlimab-Studie lÀuft und die Aktie ein 52-Wochen-Hoch erreichte.

Flatlay mit Aktienzertifikat, ISIN-Karte, Pipette und Laborutensilien von oben fotografiert
Regeneron Pharma US75886F1075 kombiniert in einem Flatlay Aktienzertifikat, ISIN-Karte, Pipette sowie kleine Antikörper-FlĂ€schchen ĂŒbersichtlich Illustration mit AI erstellt.

Regeneron Pharmaceuticals blickt auf eine ereignisreiche Woche zurĂŒck, in der sich operative Fortschritte und rechtliche Herausforderungen abwechseln.

WĂ€hrend die US-Arzneimittelbehörde FDA am Mittwoch ein neues Medikament zur Marktreife zuließ, rĂŒckt fĂŒr Anleger gleichzeitig eine wichtige Frist in einem laufenden Wertpapierverfahren nĂ€her. Mehrere US-Anwaltskanzleien treiben derzeit eine Sammelklage gegen das Biotech-Unternehmen voran, die auf Kursverluste im FrĂŒhjahr dieses Jahres zurĂŒckgeht.

FDA-Zulassung fĂŒr Pasatru erweitert Portfolio

Ein bedeutender medizinischer Meilenstein wurde am Mittwoch erreicht, als die FDA die Zulassung fĂŒr das Medikament Pasatru erteilte. Das PrĂ€parat dient der Behandlung von Fibrodysplasia Ossificans Progressiva (FOP), einer Ă€ußerst seltenen und schweren genetischen Erkrankung, bei der sich Muskel- und Bindegewebe schrittweise in Knochen verwandeln.

Diese Entscheidung stĂ€rkt die Pipeline des Unternehmens in einem Segment fĂŒr seltene Krankheiten und bietet eine neue therapeutische Option fĂŒr eine bisher unterversorgte Patientengruppe.

Trotz dieses Erfolgs bleibt die AbhĂ€ngigkeit von etablierten Blockbustern wie Eylea ein Thema fĂŒr Marktbeobachter, da hier zunehmend Wettbewerb durch Nachahmermedikamente droht. Die Diversifizierung durch Neuzulassungen wie Pasatru wird daher als wichtiger Schritt gewertet, um kĂŒnftige Umsatzrisiken abzufedern und die Marktposition im Bereich der Biologika zu festigen.

Sammelklage wegen gescheiterter Fianlimab-Studie

Parallel zum operativen TagesgeschĂ€ft sieht sich Regeneron mit juristischem Gegenwind konfrontiert. Bis zum 14. September 2026 haben institutionelle Investoren Zeit, sich als HauptklĂ€ger einer Sammelklage anzuschließen, die vor dem Bezirksgericht fĂŒr den sĂŒdlichen Distrikt von New York (S.D.N.Y.) anhĂ€ngig ist. Im Zentrum der VorwĂŒrfe stehen mutmaßlich irrefĂŒhrende Aussagen im Zusammenhang mit der Phase-III-Studie zu Fianlimab in Kombination mit Libtayo.

Hintergrund des Verfahrens sind Ereignisse aus dem April und Mai dieses Jahres. Am 29. April 2026 gab das Unternehmen Änderungen am Studienprotokoll bekannt, woraufhin die Aktie bereits unter Druck geriet. Der schwerste RĂŒckschlag folgte am 15. Mai, als Regeneron vermeldete, dass die Studie ihren primĂ€ren Endpunkt verfehlt hatte.

Dieser Misserfolg fĂŒhrte zu einem massiven Einbruch des Börsenwerts um rund 11 Milliarden US-Dollar. Die KlĂ€ger werfen der UnternehmensfĂŒhrung vor, die Risiken des Scheiterns im Vorfeld nicht angemessen kommuniziert zu haben.

Insider-Transaktionen und Kursentwicklung am Rekordhoch

Inmitten dieser Nachrichtenlage kam es zu grĂ¶ĂŸeren AktienverkĂ€ufen durch FĂŒhrungskrĂ€fte des Unternehmens. Wie aus Meldungen an die US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht, verĂ€ußerte Marion McCourt, Executive Vice President Commercial, am Mittwoch und am gestrigen Donnerstag insgesamt 2.346 Anteile im Gesamtwert von etwa 2,0 Millionen US-Dollar.

Zudem verkaufte die Direktorin Kathryn Guarini am Mittwoch ein Paket von 400 Aktien. Beide VerkÀufe erfolgten im Rahmen zuvor festgelegter HandelsplÀne, die automatische Transaktionen zu bestimmten Bedingungen vorsehen.

An der Börse zeigt sich der Titel dennoch robust. Gestern markierte das Papier bei 738,20 € ein neues 52-Wochen-Hoch. Zum Handelsschluss am Donnerstag notierte der Wert bei 723,60 €. Damit liegt der Kurs aktuell etwa 15 % ĂŒber seinem gleitenden Durchschnitt der vergangenen 200 Tage, was den positiven Trend der letzten Monate unterstreicht, auch wenn die rechtlichen Auseinandersetzungen um die Fianlimab-Studie als Unsicherheitsfaktor im Hintergrund bleiben.

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