Resources Connection Aktie: Umsatz bricht weg
Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 10:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein Quartalsverlust, der deutlich größer ausfällt als erwartet, dazu eine Prognose ohne Erholungssignal: Resources Connection hat Anlegern zum Start ins Geschäftsjahr 2027 wenig Anlass zur Zuversicht gegeben. Die Aktie fiel nachbörslich um gut elf Prozent auf rund 3,31 Dollar. Vorbörslich lag das Minus zuletzt bei etwa 12 Prozent.
Verlust weitet sich aus
Der bereinigte Verlust je Aktie lag bei 0,16 Dollar. Analysten hatten mit lediglich 0,02 Dollar gerechnet. Der Umsatz sank auf 98,1 Millionen Dollar und verfehlte die Erwartungen um rund acht Millionen Dollar. Währungsbereinigt entspricht das einem Rückgang von etwa 18 Prozent.
Unterm Strich steht ein Nettoverlust von 8,0 Millionen Dollar, nach 2,4 Millionen im Vorjahresquartal. Das bereinigte EBITDA rutschte ins Minus.
Besonders schwach lief das Beratungsgeschäft. Dessen Erlöse fielen um 25,8 Prozent auf 32,4 Millionen Dollar, die abrechenbaren Stunden sanken um mehr als ein Viertel. Die Auslastung der festangestellten Berater lag nur in den hohen 50er-Prozentwerten. Das drückte die Bruttomarge auf 37,4 Prozent, nach 39,5 Prozent vor einem Jahr. Das Geschäft mit flexiblen Fachkräften büßte 13,2 Prozent ein.
Kunden zögern, Management setzt auf Stabilisierung
Die Unternehmensführung verweist auf vorsichtige Kunden. Genehmigungsprozesse dauern länger, große Programme werden in kleinere Phasen zerlegt. Nachfrage sei etwa in Finanzen, Risiko, Daten und KI vorhanden, schlage sich aber nicht schnell genug in Projektstarts nieder. CEO Roger Carlile räumte ein: "Wir sind mit der aktuellen finanziellen Entwicklung nicht zufrieden."
Positiv fällt die Kostenseite auf. Die bereinigten Verwaltungskosten sanken um 9,4 Prozent auf 40,3 Millionen Dollar und lagen besser als geplant. Auch die Bilanz wirkt solide: 61,2 Millionen Dollar Liquidität, keine Schulden.
Für das zweite Quartal peilt das Unternehmen einen Umsatz von 95 bis 100 Millionen Dollar an. Die Wall Street hatte zuvor mit etwa 105,6 Millionen gerechnet. Die Bruttomarge soll bei 36 bis 37 Prozent liegen. Eine spürbare Wende steht damit vorerst nicht in Aussicht, auch wenn das Management von einem möglichen Boden der Aktivität spricht.
Führungswechsel belastet zusätzlich
Hinzu kommt der Abgang von Finanzchefin Jennifer Ryu. Seit Anfang September führt Jessica Block, bislang Chief AI Officer, die Finanzen kommissarisch. Die Aktie notiert nun nahe dem unteren Ende ihrer 52-Wochen-Spanne zwischen 3,06 und 5,37 Dollar. Fällt sie unter 3,06 Dollar, wäre das ein neues Jahrestief. Mehr Gewicht dürfte das zweite Quartal bekommen, in dem laut Management die neuen Vertriebsmitarbeiter stärker zum Umsatz beitragen sollen.
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