Revolution Medicines Aktie: BofA sieht Top-Pick
Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 15:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die frisch zugelassene Krebstherapie Rasonque beschert Revolution Medicines nicht nur regulatorischen RĂŒckenwind, sondern auch prominente FĂŒrsprache an der Wall Street. BofA Securities kĂŒrt den Biotech-Titel zu ihrem bevorzugten Wert im gesamten US-Sektor und hebt das Kursziel von 225 auf 265 Dollar an. Die Einstufung bleibt bei "Buy".
Hintergrund ist die kĂŒrzliche Zulassung von Daraxonrasib, vermarktet unter dem Namen Rasonque, fĂŒr die Behandlung von zuvor therapierten Patienten mit metastasiertem BauchspeicheldrĂŒsenkrebs. Der Pan-RAS-Inhibitor gilt als zentraler Baustein der Unternehmensstrategie. Das Unternehmen hat den Preis auf 39.800 Dollar fĂŒr eine 30-Tage-Behandlung festgelegt.
Launch-Infrastruktur steht
BofA verweist auf ein bereits etabliertes Vertriebsnetz in den USA. Ein Expanded-Access-Programm hat im Vorfeld der Zulassung mehr als 2.000 Patienten ĂŒber behandelnde Ărzte versorgt â eine Basis, die aus Sicht der Analysten eine zĂŒgige Marktdurchdringung ermöglichen soll. Parallel lĂ€uft ein PrĂŒfverfahren bei der europĂ€ischen Arzneimittelbehörde EMA.
Finanziell steht Revolution Medicines auf solidem Fundament: Die Barreserven belaufen sich auf 3,9 Milliarden Dollar. Diese Mittel sollen laut BofA sowohl die Kommerzialisierung von Rasonque als auch parallele Zulassungsstudien fĂŒr weitere Kandidaten aus der Pipeline finanzieren â darunter Zoldonrasib-Kombinationen fĂŒr G12D-Mutationen und Daten zu Elironrasib in der Erstlinientherapie von nicht-kleinzelligem Lungenkrebs.
BofA ist mit der positiven EinschÀtzung nicht allein. Morgan Stanley hat die Coverage mit "Overweight" aufgenommen, auch Needham, Guggenheim und UBS haben ihre Kursziele nach der Zulassung angehoben.
Die Investmentbank begrĂŒndet ihre PrĂ€ferenz fĂŒr Revolution Medicines mit dem, was sie als den derzeit tiefsten klinischen und kommerziellen Vorsprung im Bereich RAS-gerichteter Krebstherapien bezeichnet â mit mehreren Wegen, diesen Vorteil ĂŒber die kommenden zwölf Monate weiter auszubauen.
Der breitere Biotech-Sektor hat sich 2026 deutlich besser entwickelt als der Gesamtmarkt, auch wenn er zuletzt von seinen HöchststĂ€nden zurĂŒckgekommen ist. BofA sieht dabei eine klare Verschiebung: Unternehmen mit belastbaren klinischen Daten und anstehenden Zulassungen schlagen sich besser als reine Launch-Werte, bei denen Investoren die Umsetzung kritischer prĂŒfen. Genau in diese erste Kategorie ordnet die Bank Revolution Medicines ein.
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