Rheinmetall Aktie: 37 Prozent Minus seit Jahresstart
Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 19:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Am heutigen Freitag gerät die Rheinmetall-Aktie spürbar unter Druck und verliert 2,1 Prozent auf 974,40 Euro. Ausschlaggebend für die Abgaben ist ein trübes Branchenumfeld bei europäischen Rüstungswerten, das durch anhaltende Unsicherheit über geopolitische Konflikte und den weiteren Aufrüstungskurs der Regierungen belastet wird. Laut der Nachrichtenagentur dpa-AFX drückt zudem ein wegen hoher Ölpreise schwächeres Gesamtmarktbild auf die Stimmung.
Bereits gestern hatte das Papier 3,8 Prozent nachgegeben. Mit den erneuten Abschlägen am Freitag setzt sich die jüngste Schwächephase fort; seit Jahresanfang summiert sich das Minus mittlerweile auf 37 Prozent.
Analysten halten an Kaufempfehlungen fest
Trotz der anhaltenden Branchenunruhe sehen Experten unverändert Aufwärtspotenzial für den Düsseldorfer Konzern. Die Berenberg Bank bestätigte in einer am Donnerstag vorgelegten Strategiestudie ihre Kaufempfehlung („Buy“) und bezifferte das Kursziel auf 1.600 Euro.
Bereits am Montag hatte auch Bernstein Research die Einstufung „Outperform“ mit einem Ziel von 1.900 Euro beibehalten. Beide Häuser trauen dem Papier damit eine deutliche Erholung zu und betonen die langfristigen Wachstumsaussichten, auch wenn kurzfristig politische Faktoren und Budgetdebatten die Bewertung belasten.
Operative Fortschritte in Ausbildung und Marine
Auf operativer Ebene verzeichnete Rheinmetall in dieser Woche mehrere Projekterfolge. Fünf dieser Systeme sollen bis Mitte 2027 an die Bundeswehr übergeben werden.
Parallel dazu sicherte sich der Konzern am Mittwoch einen Serviceauftrag der Generalzolldirektion. Die Vereinbarung umfasst die Instandsetzung und Wartung von vier neuen LNG-Zollschiffen sowie die technische Unterstützung während des laufenden Betriebs. Zudem testete das Unternehmen am Montag im Rahmen der NATO-Übung REPMUS26 in Portugal vernetzte unbemannte Systeme zum Schutz kritischer Infrastruktur.
Investitionen fließen derweil auch in die Fertigung: Die Konzerntochter Pierburg Pump Technology erhielt am Dienstag Fördermittel von rund 1,5 Millionen Euro für Produktionsprozesse leistungsstarker Kondensatoren, bei einem gesamten Investitionsvolumen von über 4,4 Millionen Euro.
Blick auf Auftragslage und Quartalstermin
Das Rüstungsgeschäft verzeichnete zuletzt ebenfalls weiteren Zulauf. Am 14. September meldete Rheinmetall die Bestellung einer fünfstelligen Anzahl von 155-mm-Artilleriegeschossen durch einen internationalen Kunden, verbucht im niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Detaillierte Einblicke in die operative Entwicklung erwarten Marktteilnehmer am 5. November 2026, wenn der Konzern die Geschäftszahlen für das dritte Quartal vorlegt.
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