Ringmetall, Aktie

Ringmetall Aktie: Liner trÀgt Marge

Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 11:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Liner steigert Umsatz und EBITDA deutlich; Ringmetall bestĂ€tigt die Umsatz- und EBITDA-Ziele fĂŒr 2026.
Industrielle FĂ€sser mit schĂŒtzenden Auskleidungen in einer professionellen Fabrikumgebung. Illustration mit AI erstellt.

Ringmetall wĂ€chst nach neun Monaten bei Umsatz und Ergebnis, doch die Dynamik kommt aus nur einer Sparte. Der GeschĂ€ftsbereich Liner zieht den Konzern nach oben, wĂ€hrend die Verschlusssysteme leicht nachgeben. Die Prognose fĂŒr 2026 bleibt unverĂ€ndert.

Liner treibt das Wachstum

Der Konzernumsatz stieg in den ersten neun Monaten um 7,2 Prozent auf 156,7 Millionen Euro. Das EBITDA legte ĂŒberproportional um 15,7 Prozent auf 21,7 Millionen Euro zu. Die EBITDA-Marge verbesserte sich von 12,8 auf 13,8 Prozent.

Den Löwenanteil liefert Liner. Der Umsatz der Sparte kletterte um 21,2 Prozent auf 71,7 Millionen Euro, das EBITDA sogar um 31,6 Prozent auf 12,4 Millionen Euro. Die Marge stieg auf 17,3 Prozent, nach 15,8 Prozent im Vorjahreszeitraum.

Das Wachstum speist sich aus ZukĂ€ufen und aus organischem Plus. Höhere Absatzvolumina trugen ebenfalls dazu bei. Co-CEO Christoph Petri sieht die Buy-and-Build-Strategie bestĂ€tigt: Die Akquisitionen hĂ€tten sich gut integriert und wirkten bereits spĂŒrbar auf Wachstum und ProfitabilitĂ€t.

Verschlusssysteme stabil, aber ohne Schub

Im zweiten Standbein, den Verschlusssystemen, sank der Umsatz um 2,3 Prozent auf 85,0 Millionen Euro. Das EBITDA hielt sich mit 14,7 Millionen Euro nahezu auf Vorjahresniveau. Effizienzsteigerungen und Kostenoptimierungen fingen den ErlösrĂŒckgang weitgehend auf.

Die Sparte bleibt damit die grĂ¶ĂŸere des Konzerns, wĂ€chst aber nicht mit. Die Margenverbesserung des Konzerns geht somit vor allem auf Liner zurĂŒck.

Prognose bestÀtigt, Rapak nicht eingerechnet

Der Vorstand hĂ€lt an seinen Zielen fest. FĂŒr 2026 erwartet er einen Umsatz zwischen 195 und 210 Millionen Euro sowie ein EBITDA von 23 bis 28 Millionen Euro. Die Planung unterstellt unverĂ€nderte Rohstoffpreise.

Effekte aus der Übernahme von Rapak und aus möglichen weiteren Akquisitionen sind darin nicht enthalten. Sie könnten die Zahlen also zusĂ€tzlich nach oben verschieben. Das Management kĂŒndigt an, den Zukaufskurs diszipliniert fortzusetzen.

An der Börse blieb die Reaktion zunÀchst moderat. Die Aktie notierte am Morgen bei rund 3,01 Euro, ein Plus von gut einem Prozent. Um 10:00 Uhr lud der Vorstand Analysten und institutionelle Investoren zum Earnings Call zu den Neunmonatszahlen ein.

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