Rolls-Royce Aktie: Gewinnziel auf 4,7–4,9 Mrd. Pfund erhöht
Veröffentlicht am: 13.08.2026 um 03:58 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der britische Triebwerksbauer Rolls-Royce hat seine finanziellen Ziele für das Gesamtjahr 2026 deutlich nach oben geschraubt. Nach einem ersten Halbjahr, in dem der bereinigte operative Gewinn um 46 Prozent auf 2,5 Milliarden Pfund stieg, blickt das Management optimistischer auf die kommenden Monate. Das Unternehmen profitiert dabei von einer deutlich verbesserten operativen Effizienz und einer hohen Nachfrage im Bereich der zivilen Luftfahrt.
Deutliches Plus bei Umsatz und Profitabilität
In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres kletterte der Umsatz von Rolls-Royce um 26 Prozent auf 11,3 Milliarden Pfund. Besonders die operative Marge, die nun bei 22,5 Prozent liegt, unterstreicht die gesteigerte Ertragskraft des Konzerns.
Parallel dazu verbesserte sich der freie Cashflow auf 2,0 Milliarden Pfund. Angesichts dieser Zahlen kündigte das Unternehmen eine Zwischendividende von 6,0 Pence pro Aktie an, deren Auszahlung für September vorgesehen ist.
Für das gesamte Geschäftsjahr 2026 rechnet das Management nun mit einem bereinigten operativen Gewinn zwischen 4,7 Milliarden und 4,9 Milliarden Pfund.
Die ursprüngliche Prognose sah hier lediglich eine Spanne von 4,0 Milliarden bis 4,2 Milliarden Pfund vor. Auch die Erwartung für den freien Cashflow wurde angehoben und liegt nun zwischen 3,8 Milliarden und 4,0 Milliarden Pfund.
Operative Fortschritte und verbesserte Bonität
Ein wesentlicher Treiber für die positive Entwicklung ist die Sparte Civil Aerospace. Hier konnte Rolls-Royce den Ausstoß bei der Wartung und Überholung großer Triebwerke im ersten Halbjahr um 13 Prozent steigern. Medienberichten zufolge gelang es zudem, die Anzahl der Flugzeuge, die aufgrund technischer Probleme am Boden bleiben mussten, effektiv zu minimieren.
Diese operative Stärke schlägt sich auch in der Bewertung der Kreditwürdigkeit nieder. Die Ratingagenturen Moody's und Fitch haben die Einstufung des Unternehmens Ende Juli auf A3 beziehungsweise A- angehoben, jeweils mit stabilem Ausblick.
S&P Global bestätigte das Rating mit BBB+, hob jedoch den Ausblick auf "positiv" an. Zudem setzte das Unternehmen sein Aktienrückkaufprogramm fort und hat im bisherigen Jahresverlauf bereits Papiere im Wert von 1,4 Milliarden Pfund zurückerworben.
Analysten heben die Kursziele an
Am vergangenen Samstag reagierten die Analysten von JPMorgan auf die Geschäftsentwicklung und hoben das Kursziel für Rolls-Royce von 1.625 auf 1.800 Britische Pence an. Die Einstufung "Overweight" wurde beibehalten. Bereits am 31. Juli hatte das Analysehaus Jefferies seine Kaufempfehlung bekräftigt und sieht das Kursziel bei 1.870 Pence.
An der Börse wird die Entwicklung positiv quittiert. Die Aktie notiert aktuell bei 18,32 Euro und befindet sich damit in unmittelbarer Nähe ihres 52-Wochen-Hochs von 18,47 Euro. Seit Beginn des Jahres hat der Titel bereits um 39 Prozent an Wert gewonnen.
Begleitet wurde die Aufwärtsbewegung zuletzt auch durch Käufe aus den eigenen Reihen: Am Freitag vergangener Woche erwarben mehrere nicht geschäftsführende Direktorinnen, darunter Birgit Behrendt, weitere Anteile im Rahmen eines monatlichen Aktienkaufplans.
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