RWE, EBITDA-Prognose

RWE: EBITDA-Prognose auf 6,35 Milliarden angehoben

Veröffentlicht am: 30.07.2026 um 08:38 Uhr | Redaktion boerse-global.de

RWE hebt nach starkem Ökostrom-GeschĂ€ft die Ergebnisprognosen fĂŒr 2026 und 2027 deutlich an. Die Dividendenstrategie bleibt unverĂ€ndert.

RWE Aktie: Starkes erstes Halbjahr treibt Prognose nach oben
Moderne Offshore-Windkraftanlagen im goldenen Licht als Symbol fĂŒr Erneuerbare Energien und wirtschaftliches Wachstum. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Der Energiekonzern RWE blickt nach einem erfolgreichen ersten Halbjahr deutlich optimistischer auf das Gesamtjahr und die darauffolgende Periode. Aufgrund einer starken Erzeugung im Bereich der erneuerbaren Energien und positiver operativer Entwicklungen hob das Unternehmen seine Ergebnisprognose fĂŒr die Jahre 2026 und 2027 substanziell an. Das bereinigte EBITDA fĂŒr das laufende GeschĂ€ftsjahr wird nun in einer Spanne von 5,75 bis 6,35 Milliarden Euro erwartet, nachdem zuvor ein Zielwert zwischen 5,2 und 5,8 Milliarden Euro ausgegeben worden war.

Deutliches Plus bei Erneuerbaren Energien

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 konnte RWE von gĂŒnstigen Bedingungen fĂŒr die Ökostromerzeugung profitieren. Das vorlĂ€ufige bereinigte EBITDA des Konzerns stieg im ersten Halbjahr um 44 Prozent auf rund 3,01 Milliarden Euro. Beim bereinigten Nettoergebnis verzeichnete das Unternehmen ein Plus von 59 Prozent auf knapp 1,26 Milliarden Euro. Das Ergebnis je Aktie (EPS) belief sich im Berichtszeitraum auf 1,77 Euro.

Besonders krĂ€ftig trugen die Segmente Onshore-Wind und Solar zum Gesamtergebnis bei, die zusammen einen Gewinn von mehr als einer Milliarde Euro erwirtschafteten. Das Segment Offshore-Wind lieferte in der ersten JahreshĂ€lfte einen operativen Beitrag von 810 Millionen Euro. Medienberichten zufolge rechnet das Management fĂŒr diesen Bereich im Gesamtjahr mit einem Ergebnis von bis zu 2,1 Milliarden Euro. Die vollstĂ€ndigen und detaillierten Halbjahreszahlen wird der Konzern am 13. August vorlegen.

Einmaleffekte und Segmententwicklung im Detail

Neben dem operativen Wachstum stĂŒtzten Sondereffekte die Bilanz. Im Segment der Flexiblen Erzeugung, das ein Ergebnis von 1,02 Milliarden Euro erzielte, ist eine EntschĂ€digungszahlung aus den Niederlanden in Höhe von 332 Millionen Euro enthalten. Zudem zeigten sich der Energiehandel und die konventionellen ErzeugungskapazitĂ€ten robust. FĂŒr das zweite Halbjahr erwartet das Unternehmen zusĂ€tzliche positive Impulse durch BeitrĂ€ge der Beteiligung Amprion sowie durch das aktuelle Niveau der Rohstoffpreise.

Die Zuversicht des Vorstands erstreckt sich ĂŒber das aktuelle Jahr hinaus. FĂŒr 2027 prognostiziert RWE nun ein bereinigtes EBITDA zwischen 6,7 und 7,3 Milliarden Euro. Das bereinigte Nettoergebnis soll in diesem Zeitraum auf 2,2 bis 2,7 Milliarden Euro steigen. Diese Anhebung unterstreicht den beschleunigten Ausbau des Portfolios im Bereich der grĂŒnen Energien und die verbesserte ProfitabilitĂ€t der bestehenden Anlagen.

Langfristige Dividendenstrategie und Ausblick

Anleger sollen von der positiven GeschĂ€ftsentwicklung durch eine verlĂ€ssliche AusschĂŒttungspolitik profitieren. RWE bekrĂ€ftigte das Ziel, fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr eine Dividende von 1,32 Euro je Aktie zu zahlen. Bis zum Jahr 2031 plant das Unternehmen zudem eine jĂ€hrliche Steigerung der Dividende um 10 Prozent. Analysten von JPMorgan und Jefferies Ă€ußerten sich positiv zu den vorgelegten Eckdaten und der angehobenen Prognose.

Trotz der starken operativen Nachrichtenlage gab das Papier gestern an der Börse um 2,83 Prozent nach und schloss bei 55,54 Euro. Seit Jahresbeginn weist der Wert mit einem Plus von 22,71 Prozent dennoch eine deutliche AufwÀrtsbewegung auf. Bei einer aktuellen Marktkapitalisierung von 41,70 Milliarden Euro notiert die Aktie derzeit etwa 10,42 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch, das Ende April bei 62,00 Euro markiert wurde. Experten werten die aktuelle Kursreaktion teilweise als Gewinnmitnahmen nach der vorangegangenen Rallye.

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