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Saga Metals Aktie: Phase-1-Tests mit 90,8% Titan-Ausbeute

Veröffentlicht am: 31.07.2026 um 11:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Erste Testphase am Radar-Projekt zeigt hohe Ausbeuten bei Titan, Vanadium und Eisen. Nun folgen Pilotanlage und Ressourcenschätzung.

Saga Metals: Erfolgreiche Tests zur Mineralgewinnung im Radar-Projekt
Industrielle Laborumgebung mit Titanerz und moderner Verarbeitungstechnik für die Rohstoffgewinnung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Saga Metals hat gemeinsam mit seinem Partner Temas Resources den erfolgreichen Abschluss der ersten Phase metallurgischer Tests für das Radar-Projekt in Labrador bekannt gegeben. Die Ergebnisse der sogenannten Scoping-Prüfung belegen eine effiziente Rückgewinnung kritischer Mineralien, darunter Titan, Vanadium und Eisen. Damit ebnet das Unternehmen den Weg für den Bau einer Pilotanlage und die weitere kommerzielle Erschließung der Lagerstätte in Kanada.

Hohe Gewinnungsraten durch RCL-Technologie

Die durchgeführten Validierungstests konzentrierten sich auf die Anwendung der RCL-Technologie, einem Verfahren, das eine kostengünstigere und umweltfreundlichere Verarbeitung der Erze ermöglichen soll. Laut Medienberichten wurden dabei Spitzenwerte bei der Extraktion erzielt: Die Rückgewinnung von Titan erreichte bis zu 90,8 Prozent, während bei Vanadium Werte von bis zu 97,4 Prozent gemessen wurden. Auch die Eisen-Rückgewinnung lag mit bis zu 91,5 Prozent auf einem hohen Niveau.

Besonders das getestete Ilmenit-Konzentrat lieferte mit einer Titan-Extraktion von 90,8 Prozent die besten Ergebnisse der Versuchsreihe. Mike Stier, CEO von Saga Metals, bezeichnete den Abschluss dieser ersten Phase als bedeutenden Meilenstein für das Projekt. Ziel sei es nun, eine integrierte Produktion aufzubauen, die von der Nähe zur vorhandenen Infrastruktur profitiert. Das Radar-Projekt befindet sich weniger als 20 Kilometer von einem Tiefwasserhafen entfernt, was logistische Vorteile für den künftigen Export der Rohstoffe bietet.

Kostenvorteile und nächste Entwicklungsschritte

Die eingesetzte RCL-Plattform von Temas Resources verspricht laut Unternehmensangaben erhebliche wirtschaftliche Vorteile gegenüber herkömmlichen Verarbeitungsmethoden. Schätzungen gehen von potenziellen Kosteneinsparungen von über 65 Prozent und um rund 69 Prozent niedrigeren Betriebskosten aus. Tim Fernback, CEO von Temas Resources, hob hervor, dass die erfolgreiche Validierung ein wichtiger kommerzieller Schritt sei, um die Technologie für die globale Verarbeitung kritischer Mineralien zu etablieren.

Nach der nun abgeschlossenen Phase-1-Validierung empfahlen unabhängige Prüfer den Übergang zur Phase-2-Optimierung. In diesem nächsten Schritt sollen die Prozesse weiter verfeinert werden, um die Grundlage für die geplante Pilotanlage zu schaffen. Parallel dazu arbeitet Saga Metals an der ersten offiziellen Mineralressourcen-Schätzung für das Radar-Projekt, die voraussichtlich im vierten Quartal 2026 veröffentlicht wird. Eine erste wirtschaftliche Bewertung, das sogenannte Preliminary Economic Assessment (PEA), wird für den Beginn des Jahres 2027 angestrebt.

Marktreaktion und technischer Ausblick

An der Börse konnten die operativen Fortschritte den jüngsten Abwärtstrend der Aktie vorerst nicht stoppen. Im heutigen Handel verzeichnete das Papier einen Rückgang von -9,29 % und notiert bei 0,2540 €. Damit setzt sich die kurzfristige Schwächephase fort, in deren Verlauf sich der Abstand zum 52-Wochen-Hoch auf -57,67 % vergrößert hat.

Anleger blicken nun verstärkt auf die kommenden Monate, in denen weitere Details zur Prozessoptimierung und die Bestätigung der Ressourcenmengen erwartet werden. Die Kombination aus hohen Gewinnungsraten und der strategisch günstigen Lage in Labrador bleibt dabei das Kernargument für die langfristige Entwicklung des Projekts, während das Unternehmen die nächsten technischen Hürden bis zur Pilotanlage nimmt.

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