Saint Gobain Aktie: Asien trÀgt das Quartal
Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 19:59 Uhr | Redaktion boerse-global.deDer französische Baustoffkonzern hat im dritten Quartal bei den UmsĂ€tzen geliefert, beim organischen Wachstum aber knapp enttĂ€uscht. Die Prognose fĂŒr 2026 bleibt unverĂ€ndert. Die Aktie gab nach der Veröffentlichung leicht nach.
Asien und Bauchemie gleichen SchwÀchen aus
Der Umsatz lag bei 11,62 Milliarden Euro und damit leicht ĂŒber der KonsensschĂ€tzung von 11,58 Milliarden. Auf vergleichbarer Basis wuchs er um 2,5 Prozent. Analysten hatten laut UBS-Konsens mit 3,6 Prozent gerechnet.
Den Takt gab Asien-Pazifik vor: plus 8 Prozent, getrieben von zweistelligem Wachstum in Indien und einem starken SĂŒdostasien. Europa legte um 2,5 Prozent zu. Nordeuropa kam auf 3,4 Prozent, wĂ€hrend GroĂbritannien unter der Bauflaute litt.
Die Bauchemie wuchs organisch um 6,3 Prozent und bleibt der Wachstumstreiber im Konzern.
Amerika bremst
Schwach blieb der Raum Amerika mit nur 0,6 Prozent. In Nordamerika stand ein Plus von 2 Prozent zu Buche. Dachprodukte und Gipskarton litten unter dem Ausbleiben groĂer Wetterereignisse und dem RĂŒckgang beim privaten Wohnungsneubau. In Lateinamerika schrumpfte der Umsatz um 3 Prozent.
Die Preise zogen im Quartal um 3,2 Prozent an. Das begrĂŒndet der Konzern mit wertschöpfungsstarken Lösungen in einem stĂ€rker inflationĂ€ren Umfeld. Rechnerisch bedeutet das leicht rĂŒcklĂ€ufige Absatzmengen.
Portfolioumbau drĂŒckt den ausgewiesenen Umsatz
Der ausgewiesene Umsatz stieg deshalb nur um 1,8 Prozent. VerkĂ€ufe im Vertrieb und in Deutschland kosteten 2,1 Prozentpunkte, WĂ€hrungseffekte halfen mit 1,4 Punkten. Ăber die ersten neun Monate wuchs der Umsatz vergleichbar um 1,2 Prozent.
Saint-Gobain treibt den Umbau voran. UmsÀtze von 3,3 Milliarden Euro wurden in diesem Jahr bereits umgeschichtet, darunter 17 ZukÀufe. Der Verkauf von Dahl soll am 2. November abgeschlossen werden.
FĂŒr 2026 bestĂ€tigt der Konzern eine EBITDA-Marge von mehr als 15 Prozent. Im zweiten Halbjahr erwartet das Management vergleichbares Umsatzwachstum, und zwar in einem laut Unternehmen "kontrastreichen makroökonomischen Umfeld" mit unsicherer geopolitischer Lage.
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