Samsung Electronics Aktie: HBM4 seit Februar lieferbar
Veröffentlicht am: 30.07.2026 um 04:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Rekordgewinne und ein fallender Aktienkurs â bei Samsung Electronics liegen Triumph und ErnĂŒchterung nah beieinander. WĂ€hrend der KI-Boom die Chipsparte zu neuen HöchststĂ€nden treibt, leidet das Smartphone-GeschĂ€ft unter den hohen Bauteilkosten. Anleger reagierten nervös und schickten das Papier auf Talfahrt.
Halbleiter als einsamer Gewinnmotor
Die Halbleitersparte hat sich zum kraftvollsten Motor des Konzerns entwickelt. Mit einem operativen Ergebnis von 89,2 Billionen Won profitierte das Segment massiv von der Nachfrage nach KI-Speichern. Besonders Server-DRAM und High Bandwidth Memory (HBM) trieben die Margen nach oben.
Samsung setzt verstÀrkt auf die nÀchste Technologiegeneration. Seit Februar 2026 liefert der Konzern HBM4-Chips aus. Bereits im dritten Quartal soll dieser Typ mehr als die HÀlfte des gesamten HBM-Absatzes ausmachen.
Um den Vorsprung zu sichern, investierte Samsung im Quartal die Rekordsumme von 16 Billionen Won in Forschung und Entwicklung. Das Marktumfeld fĂŒr High-End-Serverprodukte bleibt nach EinschĂ€tzung des Managements weiterhin unterversorgt.
Margendruck bremst Smartphone-Sparte
Das GeschĂ€ft mit Smartphones und HaushaltsgerĂ€ten bereitet hingegen Sorgen. Die Sparte verbuchte einen operativen Verlust von 800 Milliarden Won. Paradoxerweise sind die hohen Preise fĂŒr Speicherchips der Hauptgrund â also genau jene Produkte, mit denen die Halbleiter-Schwestersparte Rekorde feiert.
An der Börse verlor das Papier zuletzt 5,23 Prozent auf 208.500 Won. Damit summiert sich das Minus der vergangenen 30 Tage auf ĂŒber 37 Prozent.
Der Relative-StĂ€rke-Index (RSI) liegt nun bei 33,8. Damit nĂ€hert sich der Wert technisch gesehen einer ĂŒberverkauften Zone. Trotz des KursrĂŒckgangs ĂŒbertrafen der Umsatz von 171,5 Billionen Won und der Nettogewinn die durchschnittlichen Markterwartungen.
Das Management blickt optimistisch auf das zweite Halbjahr. Die weltweiten Investitionen in KI-Infrastruktur dĂŒrften die Nachfrage nach Hochleistungschips hochhalten. Parallel dazu weitet Samsung die HBM4-Produktion aus, da die Vorbestellungen die geplanten KapazitĂ€ten bereits ĂŒbersteigen.
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