Sanofi Aktie: Jefferies hebt Kursziel auf 100 Euro
Veröffentlicht am: 07.08.2026 um 12:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Aktie des französischen Pharmakonzerns Sanofi steht am heutigen Freitag im Rampenlicht der Anleger. Der Analyst Michael Leuchten vom Analysehaus Jefferies hat das Papier heute von „Hold“ auf „Buy“ hochgestuft und das Kursziel deutlich auf 100,00 Euro angehoben. Aktuell notiert die Sanofi-Aktie bei 74,40 Euro, womit der neue Zielwert einen erheblichen Bewertungsspielraum signalisiert.
Analysten sehen deutliches Aufwärtspotenzial
Das Upgrade durch Jefferies ist nicht die einzige positive Analystenstimme der jüngeren Vergangenheit. Bereits am 1. August hatte Wall Street Zen die Einstufung für Sanofi von „Hold“ auf „Buy“ verbessert. Die Experten reagieren damit unter anderem auf die operative Dynamik und die strategische Neuausrichtung des Konzerns.
Auch auf institutioneller Ebene gab es zuletzt Bewegung: So meldete die Bank of America am 2. August den Zukauf von 940.342 Sanofi-Anteilen. Trotz der aktuellen Zuversicht der Experten hat das Papier noch Boden gutzumachen, um an frühere Höchststände anzuknüpfen. Vom 52-Wochen-Hoch, das am 13. November bei 90,46 Euro markiert wurde, ist der Kurs derzeit noch ein Stück entfernt. Seit Jahresbeginn verzeichnete der Wert einen Rückgang von 10,29 Prozent.
Pipeline-Fortschritte und strategische Portfolio-Anpassungen
Im Bereich der Produktentwicklung gibt es wichtige Neuigkeiten zur Impfstoff-Sparte. Wie der Partner Novavax gestern berichtete, befindet sich Sanofi in fortgeschrittenen Gesprächen mit den Regulierungsbehörden über den Zeitplan für eine Phase-3-Studie eines kombinierten Impfstoffs gegen COVID-19 und Influenza (CIC). Sanofi strebt hierbei die Rolle des Marktpioniers an. Zudem konnte das Unternehmen am Dienstag einen Erfolg in Europa vermelden: Die Europäische Kommission weitete die Zulassung für den Meningokokken-Konjugatimpfstoff MenQuadfi auf Säuglinge ab einem Alter von sechs Wochen aus.
Parallel dazu treibt das Management unter CEO Belén Garijo die Straffung des Portfolios voran. Medienberichten zufolge wurde eine Phase-2-Studie des Antikörpers SAR445399 bei Patienten mit Bronchiektasen ausgesetzt. Diese Entscheidung ist Teil einer strategischen Überprüfung des klinischen Portfolios. Bereits am 24. Juli hatte Sanofi bekannt gegeben, das Programm für Amlitelimab zur Behandlung von Neurodermitis nach einer Bewertung der Phase-3-Daten nicht für weltweite Zulassungsverfahren einzureichen.
Starke Quartalszahlen stützen den Ausblick
Die Grundlage für den optimistischen Ausblick bildeten die am 30. Juli präsentierten Ergebnisse für das zweite Quartal 2026. Sanofi konnte den Nettoumsatz auf 11,60 Milliarden Euro steigern, was einem Plus von 17,8 Prozent bei konstanten Wechselkursen entspricht. Der bereinigte Gewinn je Aktie (Business EPS) kletterte im selben Zeitraum um 33,3 Prozent auf 2,09 Euro. Ein wesentlicher Wachstumstreiber war das Medikament Dupixent, dessen Quartalsumsatz erstmals die Marke von 5 Milliarden Euro überschritt.
Infolge dieser Entwicklung hob Sanofi die Prognose für das Gesamtjahr 2026 an. Das Unternehmen erwartet nun ein Umsatzwachstum von rund 10 Prozent bei konstanten Wechselkursen. Zudem wurde das Aktienrückkaufprogramm im Volumen von einer Milliarde Euro erfolgreich abgeschlossen. An der Führungsspitze steht zudem ein Wechsel bevor: Paulo Fontoura wird am 1. September Houman Ashrafian als Executive Vice President und globaler Leiter der Pharmaforschung ablösen. Den nächsten Einblick in die Geschäftsentwicklung wird Sanofi am 30. Oktober mit der Veröffentlichung der Ergebnisse zum dritten Quartal geben.
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