SAP Aktie: Prior Labs und Dremio integriert
Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 06:17 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Softwarekonzern SAP erweitert schrittweise seine technologische Basis für Unternehmenskunden. Seit dem 15. September steht das Modell TabPFN-3.5 Plus im Dienst SAP AI Core bereit, um Vorhersagen in betrieblichen Prozessen zu unterstützen.
Gleichzeitig verbucht der Konzern operative Fortschritte bei Großkunden. Diese Schritte spiegeln das Bestreben wider, Standardanwendungen enger mit modernen Analysefunktionen zu verzahnen.
Gezielte Zukäufe prägen das Softwareportfolio
Parallel zur Produktentwicklung verstärkt das Management das Angebot durch strategische Akquisitionen. Am 17. Juli schloss der DAX-Konzern die Übernahme von Prior Labs ab. Das Spezialgebiet des Unternehmens liegt auf tabellarischen Basismodellen, wofür über einen Zeitraum von vier Jahren Investitionen von mehr als 1 Milliarde Euro vorgesehen sind.
Ebenfalls abgeschlossen ist die Übernahme der Digital-Adoption-Plattform WalkMe, die mit einem Eigenkapitalwert von rund 1,5 Milliarden USD bewertet wurde. Hinzu kommt der Kauf des Anbieters Dremio, dessen Technologie für agentische Datenarchitekturen das Portfolio ergänzt.
Die Integration dieser Technologiezukäufe beansprucht kurzfristig finanzielle Spielräume. Das Unternehmen beziffert den Verwässerungseffekt aus den Übernahmen von Dremio und Prior Labs auf mehr als 100 Millionen Euro. Entsprechend passte der Vorstand die Prognose für das Betriebsergebnis auf Non-IFRS-Basis für das Gesamtjahr 2026 an. Zu konstanten Währungen wird nun ein Wert zwischen 11,8 und 12,2 Milliarden Euro erwartet.
Dynamik im Cloud-Geschäft stützt den Ausblick
Rückhalt für die Transformation liefert die anhaltende Nachfrage nach Mietsoftware. Insbesondere die Cloud ERP Suite wuchs mit einem Erlösplus von 25 Prozent überdurchschnittlich und sicherte den Ausbau der wiederkehrenden Einnahmen.
Die Kombination aus wachsendem Auftragsbestand und technologischer Aufrüstung findet an den Finanzmärkten Beachtung. Das Analysehaus Jefferies hob am Dienstag das Kursziel für den Titel von 210 auf 220 Euro an und bestätigte die Einstufung mit „Buy“.
Gestern schloss das Papier im deutschen Handel bei 184,98 Euro, was einem leichten Tagesgewinn von 0,5 Prozent entsprach. Mit diesem Niveau notiert die Aktie 11 Prozent über ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 167,20 Euro. Ob die eingeleiteten Produktinitiativen ausreichen, um die Jahresziele innerhalb der angepassten Spanne abzusichern, werden die kommenden Quartalsberichte zeigen.
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