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Saudi Aramco Aktie: Houthi-Angriff auf Dhahran

Veröffentlicht am: 14.10.2026 um 03:59 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Ein Feuer in Aramcos Verwaltungsgebäude ist gelöscht; das Schadensausmaß und mögliche Folgen für den Betrieb bleiben ungeklärt.

Saudi-Aramco-Aktie im Fokus nach Houthi-Angriff auf Dhahran
Industrielle Ölraffinerie bei Dämmerung mit dramatischer Lichtstimmung als Symbol für geopolitische Marktunsicherheit Illustration mit AI erstellt.

Der Konzern sitzt im Zentrum eines eskalierenden Konflikts. Die Houthi-Miliz aus dem Jemen hat die Verwaltung von Saudi Aramco in Dhahran getroffen, ein Feuer brach aus. Der Ölpreis reagiert, die Aktie des Staatskonzerns rückt in den Mittelpunkt der Sicherheitsdebatte.

Was in Dhahran passiert ist

Der Angriff erfolgte am Dienstag im Rahmen einer koordinierten Raketenattacke auf mehrere saudische Ziele, darunter die Hauptstadt Riad und die Ostprovinz. Nach Angaben des saudischen Energieministeriums traf es ein Verwaltungsgebäude von Aramco. Das Feuer blieb begrenzt und ist inzwischen gelöscht.

Unklar ist, wie groß der Schaden tatsächlich ausfällt. Offen bleibt auch, ob Raketen das Gebäude direkt trafen oder Trümmer abgefangener Geschosse. In einem Wohngebiet von Dhahran gingen Splitter nieder. Konkrete Angaben zu betrieblichen Störungen liegen vom Konzern bislang nicht vor.

Die Attacke ist Teil einer Serie. Seit Anfang Oktober beschießen die Houthis das Königreich mit Raketen und Drohnen, als Vergeltung für Riads Unterstützung der jemenitischen Regierungstruppen. Der internationale Flughafen von Riad wurde mehrfach getroffen, ein Angriff am Samstag kostete 13 Menschen das Leben. Die Behörden sperrten den Airport für mindestens eine Woche.

Ölpreis zwischen Risiko und Entlastung

Am Ölmarkt schlägt sich die Lage in leichten Aufschlägen nieder. Brent legte in der Nacht um rund 0,8 Prozent auf 106,58 Dollar je Barrel zu, US-Leichtöl WTI stieg auf etwa 94,94 Dollar. Die Ausschläge bleiben moderat.

Das liegt an einem Gegengewicht: Der Markt rechnet mit mehr russischem Diesel nach einem Liefergeschäft mit den USA. Ein Stratege von Nissan Securities hält deshalb scharfe Preissprünge für unwahrscheinlich und sieht WTI zwischen 90 und 100 Dollar.

Die Risiken bleiben dennoch hoch. US-Präsident Trump hatte zuletzt angedeutet, Washington könnte sich an Angriffen auf die Houthis beteiligen. Das nährt Eskalationsängste. Die Straße von Hormus ist zudem weiter nur eingeschränkt passierbar, und im Golf von Mexiko liegt nach einem Hurrikan ein Großteil der Förderung still.

Saudi-Arabien hat im vergangenen Monat trotz gestörter Lieferwege seine Produktion erhöht. Das trieb den Förderanstieg der OPEC+ deutlich nach oben. Für Aramco zählt damit doppelt, ob die Anlagen im Osten des Landes sicher bleiben: als Fördermengen-Garant und als Symbol staatlicher Stabilität.

Der Schaden in Dhahran dürfte die nächsten Tage entscheiden. Meldet Aramco keine Einschränkungen im Betrieb, bleibt der Vorfall ein Warnsignal. Treffen kommende Angriffe dagegen Förder- oder Exportanlagen, wäre der Spielraum des Marktes für Gelassenheit schnell dahin.

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